Bielefeld. Das Trainingslager in Österreich mit intensiven Einheiten und zwei Spielen ist vorbei. Trainer Thomas Gerstner kümmert sich nun um den Feinschliff, damit die Mannschaft eine erfolgreiche Saison spielt und nächstes Jahr wieder die Häfen der Ersten Liga anläuft.
Grundlagen tun weh.
Es war hart für die Spieler. Der Coach wartete mit einigen unbekannten Übungen auf, die dem ein oder anderen Profi Muskelkater bescherten. "Wir liegen voll im Plan", resümierte Gerstner nach acht Tagen Grundlagenschulung am Walchsee. Zwar seien innerhalb der Mannschaft unterschiedliche Leistungs-Niveaus zu erkennen, doch das liege im normalen Bereich. Pavel Fort hatte zuletzt nur individuell trainiert. Berat Sadik und Chris Katongo weisen nach internationalen Einsätzen und kurzem Urlaub verständliche Rückstände auf. Das gleiche gilt für die verletzten Maik Rodenberg und Radim Kucera. Letzterer soll nach Innenbandproblemen am Montag langsam das Pensum steigern.
Der mentale Aspekt.
Thomas Gerstner hat sich viel mit Mentaltraining beschäftigt - seine "Spinnerei", wie er selbstironisch sagt, aber die er natürlich ernst nimmt und an deren Erfolg er glaubt. Der Nachmittag mit Mentalcoach Dirk Griesdorn sei "eine super Sache für das Teambuilding gewesen", meinte Gerstner. Die Arminen sind neben anderen Übungen über Glasscherben gelaufen und haben zu zweit 12 mm dicke und knapp zwei Meter lange Eisenstangen mit ihren Hälsen gebogen. "Wenn du vier Mannschaften mit gleicher sportlicher Qualität hast, wird die Meister, die mental am stärksten ist", behauptet Dirk Griesdorn.
Viele Spieler - nur elf Plätze
Es gibt den Überraschungsspieler des Trainingslagers, doch verraten will ihn Thomas Gerstner nicht. Auch über eine mögliche Startelf schweigt sich der DSC-Trainer aus: "Da ist noch viel offen, und es kann auch noch einiges passieren." Für vier, fünf Positionen habe er schon eine ziemlich klare Vorstellung. In der System-Frage gibt sich Gerstner sehr flexibel. Zwei defensive Mittelfeldspieler sind ebenso möglich wie nur einer - so gesehen im Spiel gegen Pilsen. Beim 1:0-Sieg bot Gerstner insgesamt fünf offensive Spieler auf. "Kreative Leute sind gefragt", meinte der DSC-Coach.
So geht es weiter
Am Montag steigen die Profis nach zwei Tagen Pause mit zwei Trainingseinheiten wieder ein. Die Ausdauerphase ist beendet. Jetzt geht es Thomas Gerstner um die Spritzigkeit seiner Spieler und die Feinabstimmung auf dem Platz. Geplant sind von Dienstag bis Donnerstag je zwei Einheiten täglich. Das Testspiel beim Bielefelder Landesligisten VfL Theesen findet am Dienstag, 19 Uhr, statt. Zur Saisoneröffnung in der Schüco-Arena empfangen die Arminen am Samstag den türkischen Erstligisten Ankaraspor, Anstoß 17.30.