Anders und Dammeier präsentieren ihre Zukunftspläne und werben um finanzielle Unterstützung
Bielefeld. "Gut Ding will Weile haben", heißt es im Volksmund. Übers Knie brechen möchten auch die Verantwortlichen Arminia Bielefelds nichts. Das Projekt "Arminia 2015" wird Zeit brauchen. Noch in diesem Monat jedoch wollen die Geschäftsführer des Bundesligisten mit ihren Plänen auf die heimische Wirtschaft zugehen.
Heinz Anders und Detlev Dammeier arbeiten derzeit in der finalen Phase an einem Strategiepapier. "Man kann es als Teilmenge des Konzepts 2015 sehen. Es behandelt unsere Ideen und Vorstellungen für die Bereiche Sport, Marketing, Merchandising und Kommunikation – eben alles, was die Arminia Bielefeld Kommanditgesellschaft auf Aktien (KgaA) betrifft", sagt Anders. "Mit diesen Plänen haben wir die Chance, uns zu präsentieren." Arminias Geschäftsführer wollen die heimische Wirtschaft davon überzeugen, den lokalen Profifußball-Klub stärker zu unterstützen als bisher. "Die Tür ist immer auf", sagt Thomas Lauritzen, Unternehmenssprecher von Schüco International, und bestätigt, dass Heinz Anders seinen Besuch schon avisiert habe.
"Schlüssiges Konzept wichtig"
Neben Schüco sollen auch Oetker und Gerry Weber sowie andere große Wirtschaftsunternehmen der Region angesprochen werden. "Wichtig ist, dass Arminia ein schlüssiges Konzept vorstellt, das alle mittragen und mit dem man alle Unternehmen hinter sich bringen kann", sagt Lauritzen. Es sei im Sinne aller Beteiligten, dass Arminia rasch in die Erste Liga zurückkehre und dann dauerhaftes Mitglied des Fußball-Oberhauses bleibe.
Das Konzept der Geschäftsführung sei mit den Vereinsgremien abgestimmt, betont Heinz Anders. Mehr noch. Die Initiative wird von den Gremien begrüßt. "Wir vollziehen die Ämtertrennung, die auch die Mitglieder gewollt haben. Die Themen, um die es geht, sind Bereiche der Geschäftsführer", sagt Andreas Mamerow, der im Vorstand die Nachfolge von Schatzmeister Roland Kentsch angetreten hat. Natürlich stehe die Geschäftsführung in ständigem Kontakt zum DSC-Vorstand, der nach der Ausgliederung hundertprozentiger Gesellschafter der KgaA ist. "Aber die Spielregeln sind nun einmal klar. Wir wollten keine Doppelfunktionen mehr. Frühere Vorstände mögen direkt in die Profiabteilung eingegriffen haben – dafür gibt es heute die Geschäftsführer und ihre unterschiedlichen Bereiche", sagt Vorstandsmitglied Albrecht Lämmchen.
Am Projekt "Arminia 2015" wird im Hintergrund weiter gewerkelt. "Es gibt verschiedene Arbeitsgruppen und unterschiedliche Prioritäten. Am Ende wird alles zusammengeführt", sagt Frank Kottmann. Arminias neuer zweiter Vorsitzender ist federführend für das Projekt verantwortlich. Einige Themen könnten schneller angepackt und umgesetzt werden, andere bräuchten ihre Vorbereitung und Zeit, erklärt Kottmann, der eng mit Geschäftsführer Anders zusammenarbeitet, wenn es um Projekte der KgaA geht. Eben diese stehen auf der Prioritätenliste auch weiter oben, weshalb Anders und Dammeier in Kürze ihre Pläne der Wirtschaft vorstellen.