Karlsruhe/Bielefeld. Der Abwehrboss hatte schon vor gut einem Monat die richtige Ahnung. "Gut möglich, dass wir nach diesem Sieg eine Serie starten können", orakelte Andre Mijatovic, als der DSC Arminia schmeichelhaft in Fürth einen 0:2-Rückstand in ein 4:2 gewandelt hatte. Die prognostizierte Dreier-Reihe ist eingetreten: 2:0 gegen Ahlen, 3:0 in Duisburg, 1:0 gegen St. Pauli, 1:0 Karlsruhe – Bielefeld hat Rang 1 in der Zweiten Liga erobert.
Erfolgsbilanz und Platzierung haben glücklicherweise den Blick für die Realität nicht getrübt. "Über 90 Minuten die schlechtere Mannschaft" sei sein Team gewesen, räumte Cheftrainer Thomas Gerstner offen ein. Dank "kleiner Korrekturen" zur Pause sei die Teamleistung in der zweiten Halbzeit zwar etwas besser geworden, ohne den Faktor Glück und die eklatanten Abschlussschwächen der KSC-Offensivkräfte hätte es aber kaum das vierte "zu Null" in Folge gegeben.
Der Analyse des Trainers stimmten seine Profis voll inhaltlich zu. "Wir haben uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert, was das Fußballspielen angeht", merkte Markus Bollmann an, um einen treffenden Vergleich anzubringen: "Wenn Bayern früher solche Spiele gewann, hieß es immer Bayern-Dusel. Wenn daraus jetzt Arminia-Dusel wird, hätte ich nichts dagegen."
Lohn fürs Risiko
Der Unterschied zu den aktuellen Bayern: Hält der DSC das eigene Tornetz sauber, kann ein Sieg fast schon fest verbucht werden, weil irgendeine Offensivkraft einen Treffer erzielen wird. Diesmal war es Pavel Fort – und dies nach Gerstners Ansicht keineswegs zufällig. Gut ein Dutzend Mal lief der Tscheche ins Abseits, ein entscheidendes Mal aber stand er nach Dennis Eilhoffs Abschlag eben nicht auf verbotenem Terrain – "das ist der Lohn für das Risiko, das Pavel mit seiner Spielweise hart am Rande des Abseits ganz bewusst eingeht", sagte Gerstner.
DerRest vor und nach dem Spitzenreiter-Treffer war solide Defensivarbeit zwecks Sicherung der Null. In allen Mannschaftsteilen. "Wir verschieben als Team kompakter als zu Saisonbeginn", findet Abwehrmann Bollmann. "Das, was wir seit im Training einüben, greift immer besser", freut sich Mittelfeldwirbler Daniel Halfar. Und damit es so bleibt, wird ab heute "weiter hart gearbeitet" (Mijatovic) in Richtung des Heimspiels gegen Aachen am Freitag, 16. Oktober. Die Serie soll ja halten.
da gehwinnen wir 2:0 .und vielleicht eine schön spiel vom DSC Arminia Bielefeld. :-)