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05.12.2009
Unberechtigter Elfer besiegelt Pleite
Nach der 2:3-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf gerät so langsam Platz drei in Gefahr
VON PETER BURKAMP

Die Entscheidung | FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Düsseldorf. Erst komplett versagt, dann bravourös aufgeholt und am Schluss um einen verdienten Punkt betrogen. Spieler, Funktionäre und Fans von Arminia Bielefeld mussten beim 2:3 in Düsseldorf durch ein Wechselbad der Gefühle gehen, an dessen Ende stand purer Frust. "Wenn du nach diesem Spielverlauf ganz mit leeren Händen dastehst, ist das schon sehr, sehr bitter", bilanzierte Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier.

"Ich will die Niederlage nicht durch die Leistung der Unparteiischen entschuldigen, aber während wir uns nach der Pause gesteigert haben, ist das einigen anderen Herren nicht gelungen", sagte Thomas Gerstner. Als "Krönung" einer schlechten Schiedsrichterleistung bezeichnete der DSC Arminia-Coach die Elfmeterentscheidung. "Erstens war es davor kein Freistoß, zweitens gab es eine klare Tätlichkeit gegen Mijatovic, drittens war es kein Elfmeter." Als einziger Trost blieb dem enttäuschten Trainer, dass seiner Mannschaft nach einer "unterirdischen" (Gerstner) ersten Halbzeit eine Steigerung um fast hundert Prozent gelungen war.

Dass die Bielefelder noch vor wenigen Wochen unangefochten Tabellenführer der 2. Liga waren - davon war vor der Pause rein gar nichts mehr zu spüren. Die Düsseldorfer waren spritziger, giftiger in den Zweikämpfen und zelebrierten ihr Konterspiel. Die beiden Spitzen Harnik und Jovanovic lauerten in vorderster Linie auf Anspiele. Schnell und sauber kombinierten die Düsseldorfer, sobald sie den Ball nach einem Fehler der Arminen erobert hatten. Und davon gab es reichlich. Sogar auf hinterster Linie.
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Bis zur Pause gelang nichts

In der 14. Minute hatten die Arminen noch Glück: Eilhoffs Befreiungsschlag verwandelte sich in eine Kerze, die vor den Füßen von Jovanovic landete. Arne Feick sei Dank - er schlug den Ball von der Linie. Wenig später durften die Düsseldorfer das erste Mal jubeln. Nach einem Freistoß von Weber begleitete Kasper Risgaard Martin Harnik mit höflichem Abstand bis in den Strafraum, wo der Ex-Bremer per Kopf die Führung erzielte.

Besser konnte es für die Gastgeber nicht laufen. Sie ließen die Bielefelder nun kommen und demonstrierten, wie man schnell von Abwehr auf Angriff umschaltet. Nach einigen Fehlversuchen rappelte es in der 22. Minute wieder im Arminen-Tor. Ranislav Jovanovic düpierte die Arminen auf dem linken Flügel und schoss zum 2:0 (22.) ein. Ein Schock für die Bielefelder und ihren über 2.000 Fans starken Anhang. Bis zur Pause gelang dem DSC nichts mehr. Erst in der 35. Minute war der erste Torschuss durch Michael, Lamey, der wenig später die fünfte Gelbe Karte sah, zu verzeichnen.

Nach einer Standpauke in der Pause sahen die 30.300 Zuschauer eine ganz andere Arminia. "Plötzlich haben sie gespielt wie eine Spitzenmannschaft", sagte Fortuna-Verteidiger Jens Langeneke. Zum perfekten Zeitpunkt gelang Pavel Fort der Anschlusstreffer (49.). Danach dominierte nur Arminia. "Das war eine der besten Halbzeiten, die wir bisher gespielt haben", meinte Rüdiger Kauf nach dem Spiel. Dem 1:2 folgte rasch das 2:2 durch Kasper Risgaard nach schöner Vorlage von Giovanni Federico. Und die Gäste drückten weiter. Die Entscheidung fällte dann aber kein Spieler, sondern Schiedsrichter Georg Schalk aus Augsburg mit seiner Strafstoßentscheidung.

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Insbesondere Gerstner war hinterher kaum zu beruhigen. "Das Schiedsrichtergespann hätte es komplett verdient, nie wieder ein Spiel auf deutschem Boden zu pfeifen", sagte der Arminia-Trainer und konnte seinen Zorn überhaupt nicht zügeln. "Alle haben alles getan, um den Zuschauern ein richtig gutes Spiel zu bieten. Leider gehörten die Personen, die keine roten oder blauen Trikots trugen, nicht dazu."

Fortuna Düsseldorf - Arminia Bielefeld 3:2 (2:0)

Düsseldorf: Ratajczak - Weber, Yuki, Langeneke, van den Bergh - Costa - Zoundi (86. Hergesell), Fink (82. Caillas) - Lambertz - Jovanovic, Harnik (83. Sieger).

Bielefeld: Eilhoff - Lamey (86. Berisha), Mijatovic, Kucera, Risgard - Kauf - Guela, Federico (72. Halfar), Feick - Fort, Katongo (46. Janjic). -

Tore: 1:0 Harnik (16.), 2:0 Jovanovic (22.), 2:1 Fort (49.), 2: 2 Risgard (62.), 3:2 Langeneke (80., Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Georg Schalk (Augsburg)
Gelbe Karten: Costa (5) - Guela, Lamey (5), Mijatovic (2), Fort, Kauf (2)
Zuschauer: 30.300

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Kommentare
Etwas Gutes hatte das Spel ja: Lamey bekam seine 5. Gelbe und muss nun pausieren. HippHippHurra!

@ elfblauegötter & DSC-neutral Nur weil ihr eure Artikel ewig wiederholen läßt werden sie nicht besser und der Wahrheitsgehalt nicht größer. Es ist nun mal ganz klar das mann uns nicht aufsteigen lassen will,das der DFB die Vereine FCK & Fortuna durchwinkt. Aber solche Leute brauchen die fetten Bonsen da oben - nur nach den Mund reden und nur nicht selber nachdenken und auch noch die eigende Meinung äußern.........

Wieso regen sich alle über den Elfmeter und die Tätlichkeit von Jovanovic auf. Schließlich ist er doch von seinem Gegenspieler geklammert worden. Alleine diese Szene ist elfmeterwürdig.
Wenn man die erste Halbzeit so verschläft, ist ein Punkt auch nicht gerecht.

Der Unterschied zwischen der Wettmafia und DFB/DFL besteht nur in der Wahl der Mittel. Beiden jedoch geht es nur um Geld. Mit Lautern und Düsseldorf klopfen zwei Vereine an die Tür der ersten Liga, die schon in der zweiten Liga fast mehr Zuschauer bringen, als bei uns überhaupt in das Stadion passen. Wäre doch schick, wenn es klappen würde diese Vereine in die erste Liga zu bekommen. Da wird dann auch schonmal jegliches Fingerspitzengefühl vergessen und ein Schiedsrichter aus Augsburg zu einem solchen Spiel geschickt. Diesem darf man keinen Vorwurf machen, da er die Linie seiner Vorgesetzten nur fortführt, die mit der Posse um Lambertz deutlich gemacht haben, dass sie eigentlich nicht durchgreifen wollen. Nun wird sich die geballte Macht auf unsere Trainer stürzen und man wird sie mundtot machen. Rückfragen beim Schiedsrichter, wie er zu einer solch einseitigen Betrachtungsweise kommt, bleiben natürlich aus. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem man sich über diese Ungereimheiten im Fussball nicht mehr ärgert, weil man akzeptiert hat, dass es nicht um den Sport sondern um den Profit geht und eben Herren wie Herr Hopp den Ton angeben. An dem Tag ist der Fussball gestorben und ich bin mir sicher, dass es vielmehr die vielen Funktionäre in DFB/ DFL/ UEFA/ FIFA sein werden, die sich als Totengräber betätigt haben, als Wettbetrüger, die sich auch ein Stück des fetten Kuchens abschneiden wollen.

Viel wird gerätselt, warum läuft soviel schief, warum ist alles so schwierig?
Sind die Leute zu dumm, zu intelligent, oder sind sie vielleicht zu gierig?
Doch mir fiel eines Abends ein Es könnte auch was anderes sein
Wir saßen zusammen, ich glaube zu dritt Und wir alle hatten ein Lobdefizit



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