Bielefeld (rk). In der 57. Minute verbuchte Giovanni Federico mal wieder einen Scorerpunkt. Mit einer Eckball-Hereingabe, die Radim Kucera zur 19 Minuten haltenden Führung einköpfte. In die Torjägerliste, die er vor ein paar Wochen noch anführte, hat sich Federico seit dem 31. Oktober und dem 2:0 über Energie Cottbus nicht mehr eingetragen. Ein Teil der Arminia-Krise ist auch eine Federico-Krise.
"Wir haben ja auch andere Spieler,die Tore schießen können", sagt der Mittelfeldspieler im Bemühen, die Negativentwicklung nur nicht zu nahe an sich herankommen zu lassen. Kucera habe dies gegen Union Berlin bewiesen, Kasper Risgaard und Pavel Fort eine Woche zuvor beim 2:3 in Düsseldorf. Aber "insgesamt kreieren wir derzeit zu wenig Chancen", hat Arminias bester Torschütze selbstkritisch längst erkannt. Für ihn "einer von mehreren Faktoren", die den Abwärtstrend ausgelöst haben.
Da sind die Schiedsrichter, die neuerdings "ein paar Entscheidungen gegen uns treffen, die vorher für uns getroffen worden sind". Da sind die "Fehler, die uns hinten passieren und bestraft werden". Da sind "zu viele Fehlpässe", die im zaghaften Spiel nach vorn produziert werden. Der 29-Jährige resümiert: "Es klappt nicht mehr so wie am Anfang."
Weil immerhin ein Standard, oft geübt, aber selten erfolgreich, den besagten Führungstreffer einbrachte, wähnte sich der Ex-Karlsruher mit seinem Team bis zur Gelb-Roten Karte gegen Chris Katongo dennoch auf dem Weg zu einem "Arbeitssieg". Wie es sie zuvor ja auch schon in den ebenfalls wenig unterhaltsamen Heimspielen gegen Ahlen (2:0), Aachen (1:0) und Cottbus (2:0) sowie beim Schlager gegen St. Pauli (1:0) gegeben hatte. Doch die Null, sie steht neuerdings hinten nicht mehr. Und weil der Ausgleich fiel, als die Bielefelder bereits in Unterzahl agierten, rang sich Giovanni Federico zu der Meinung durch, mit dem Unentschieden letztlich "zufrieden sein zu müssen".
Mit der eigenen Form und der Gesamtleistung der Mannschaft ist er es nicht. "Wir müssen es einfach besser machen", fordert Federico für den Hinrundenabschluss am Sonntag (13.30 Uhr) bei Rot-Weiß Oberhausen und für die gesamte Rückrunde.