Bielefeld. Hans-Hermann Schwick hat schon andere, viel schwierigere Zeiten in Bielefeld erlebt. Ende der 80er Jahre stand der DSC Arminia finanziell vor dem Aus, nur ein Vergleich rettet damals den Klub. "Davon sind wir aktuell ganz weit entfernt, glauben Sie mir", sagte Schwick Donnerstagabend und fügte überzeugt an: "Insolvenz? Um Gottes Willen - wir haben Liquiditätsprobleme und da reden wir auch überhaupt nicht drumherum. Aber wir werden unsere Probleme lösen. Der Spielbetrieb ist nicht gefährdet."
Die Arminen sind bemüht. Auf allen Ebenen wird gespart und nachgedacht. Das ist überall herauszuhören. "Es gibt viele Ideen und einige Dinge, die wir in Kürze angehen werden, um unsere Situation zu verbessern", sagt Schwick. Auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist: Es gibt eine gute Nachricht bezüglich der Sky Offices in der neuen Haupttribüne, deren schlechte Vermarktung auch ein Grund für die finanziellen Probleme war. 400 Quadratmeter sind auf zehn Jahre fest vermietet an die Mayflower Capitol AG. Ein erster Schritt vielleicht.
Es gilt die Einnahmeseite zu verbessern und Kosten zu reduzieren, sagt Geschäftsführer Heinz Anders: "Wir fahren strengen Konsolidierungskurs und wollen uns das Vertrauen und die Unterstützung unserer Partner und Sponsoren verdienen."
Sein Kollege, der Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier, konzentrierte sich beim Besuch des gestrigen 18-Uhr-Flutlichttrainings nach außen hin entspannt auf seinen Bereich - den sportlichen. Auf die Frage nach möglicherweise verspäteten oder nicht vollständigen Gehaltszahlungen bot er sofort an, "alle Spieler zusammenzutrommeln, um sie zu befragen", versicherte dann aber, dass die Lizenzspieler ihre Januar-Gehälter "pünktlich bekommen" haben - spätestens zum 3. Februar: "Ob erster, zweiter oder dritter, das weiß ich im Einzelfall natürlich nicht."
Jedenfalls könnten sich alle Aktiven auf ihren Bereich konzentrieren, um gegen Greuther Fürth die für den Aufstieg möglicherweise sehr wichtigen Punkte zu holen. Zu den Gründen und Hintergründen der aktuellen Finanznot verwies er auf "die zuständigen Gremien", etwa Finanz-Geschäftsführer Heinz Anders. Allerdings erklärte Dammeier auch: "Hier ist sehr viel in Steine investiert worden. Dafür müssen wir jetzt zahlen. So ist das festgelegt worden." Einen Gedanken "zu unserer Ehrenrettung" gab er preis: "Heinz Anders und ich haben hier Strukturen übernommen, die wir so nicht in die Wege geleitet haben. Wir müssen jetzt damit umgehen."
Für die Lizenzierung der nächsten Saison sehe er nicht schwarz. "Das ist eine ganz andere Sache. Wir werden im März unsere Anträge für die Erste und Zweite Liga mit den entsprechenden Etats vorlegen und werden das dann auch bewerkstelligen."
da ist er plötzlich wieder da mit den gleichen phrasen wie in den letzten jahren. hat nicht herr kentsch (vizepräsident unter hans-hermann) erklärt das die vermarktung der sky-office so gut läuft das man sich entschieden hat, die räume zu vermieten statt zu verkaufen???
morgen abend auf dem konzert in der schüco-arena hat hans-hermann seinen hoffentlich letzten auftritt. er präsentiert einen strauss bunter melodien unterstützt mit den geräuschen aus seinem faxgerät!
gute nacht arminia