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08.02.2010
Konkurrenzfähig durch den Verkauf der Schüco-Arena
Elf Millionen in Beine statt Steine
VON PETER BURKAMP

Sucht einen Käufer

Bielefeld. Die exorbitant über den ersten Planungen gelegenen Kosten für die Osttribüne haben erheblichen Anteil an Arminias Krise. Jetzt könnte das Stadion selbst die Lösung der finanziellen Probleme liefern. Es ist mehr als ein Denkmodell: Arminia arbeitet am Verkauf der Arena.

Rund elf Millionen Euro könnten in die Kassen der Profiabteilung fließen, sollte die Abwicklung des Geschäfts gelingen. "Die Kosten für das Stadion belasten uns enorm. Wenn wir es verkaufen, würden wir Chancengleichheit mit unserer Konkurrenz herstellen", erklärt DSC-Schatzmeister Andreas Mamerow. Denn Arminia finanziert das Stadion ausschließlich mit eigenen Mitteln. So sind bis jetzt rund 20 Millionen Euro an Zinsen und Tilgung geflossen – Geld, was Profi- und Nachwuchsabteilung gut hätten gebrauchen können.

Aktuell leidet der DSC als Eigentümer des Stadions an der kurzfristigen Finanzierung der Osttribüne. In acht Jahren müssen 14 Millionen Euro zurückgezahlt werden. Nebenbei bedient der Klub einen 1,7-Millionen-Kredit für das Grundstück. Das kostet Liquidität. "Wir streben eine Finanzierungsdauer nicht unter 15 Jahren an", sagt Mamerow mit Blick auf das Projekt. Der Diplom-Volkswirt arbeitet mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden Wolfgang Lohmeier, der sich beruflich mit Immobilien und Projektentwicklung befasst, seit längerem an der Idee des Stadionverkaufs.

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Geplant ist, eine Betreibergesellschaft als Käufer für das Stadion zu gründen. Dieser Gesellschaft könnten die Gläubigerbanken, Arminia selbst und Dritte angehören. "Zum Beispiel könnte es für Unternehmen interessant sein, die Arminia unterstützen möchten. Diese Art der Beteiligung bietet mit der Immobilie einen greifbaren Gegenwert", sagt Mamerow.

Die grundsätzliche Idee des Verkaufs beinhaltet verschiedene Ausführungsvarianten, die noch diskutiert werden. Zum Beispiel, ob der eingetragene Verein oder der neue Besitzer den Schuldendienst übernimmt. Am Ende soll auf jeden Fall stehen, dass der Verein das Stadion verkauft und langfristig zurückpachtet. Der Verkehrswert der Schüco-Arena liegt zwischen 25 und 30 Millionen Euro.

Einen Teil des Erlöses gibt der Verein an die KGaA weiter – geplant sind rund elf Millionen Euro. Die jährliche Pacht soll niedriger als die aktuelle Belastung von knapp drei Millionen Euro sein. Am Ende der Vereinbarung geht das Stadion wieder an den Klub zurück, eventuell durch Zahlung eines Restwerts. "Dieses Projekt wird sicher nicht übermorgen perfekt sein, aber wir arbeiten derzeit sehr intensiv daran", gibt sich Mamerow vorsichtig optimistisch.


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Kommentare
operative Hektik ersetzt geistige Windstille..........

Hallo erstmal,
das mit der neuen Tribüne ist schon bitter.
Ich kann auch nicht verstehen, daß die Kosten so explodiert sind. Normalerweise macht man einen Generalunternehmervertrag mit fest vereinbarter Leistungsbeschreibung und fixem Preis.
Dann kann es solche Erhöhungen / Nachträge nur geben, wenn man als Aufftraggeber Änderungen beauftragt. Gerüchteweise habe ich gehört, das Langenscheidt die ersten Stadionausbauten zu billig angeboten hat und sich die Verluste von damals jetzt zurückgeholt hat. Egal, bei professionellem Management hätte das nie passieren dürfen.
Ich frage mich ernsthaft, mit wievielen Zuschauern der Verein in der 2. Liga kalkuliert hat. Aktuell ist der Schnitt bei 16.000 und das ist gar nicht so schlecht!
Zusammenfassend: Der Verein braucht die finanzielle und personelle Hilfe der Wirtschaft.
Herr Hindrichs soll nun endlich handeln und sagen, was er möchte und was er bereit ist zu bezahlen.
Sollte es sich dabei jedoch nur um Peanuts handeln, führt leider kein weg am Stadionverkauf vorbei.

Ich weiss gar nicht was das ganze Gejammer um das

Stadion soll. Der Verein wird seit Jahren schlichtweg

schlecht vermarktet. Wären die Logen alle ausverkauft würden sich die Probleme gar nicht stellen.

@ BadBank: warum sind Sie kritisch eingestellt? Die bei Arminia verantwortlichen Personen handeln doch nur aus reiner Nächstenliebe zum DSC...Aufsichtsratsmitglied und Bauunternehmer Herr Langenscheidt hat die Osttribüne sicherlich nicht gebaut, um daran Millionen zu verdienen, unser Präsident Herr Schwick kassiert bestimmt keine Aufwandsentschädigung von angeblich jährlich 100.000 bis 200.000 Euro, Verwaltungsratsvorsitzender und Immobilienmakler Herr Lohmeier streicht bestimmt keine Provison in Höhe von mehreren 100.000 Euro für den anvisierten Stadionverkauf ein und Aufsichtsratsvorsitzender und Steuerberater Herr Leopoldseder ist/würde für die von ihm so innig geliebte Arminia bestimmt auch kostenlos tätig sein...(-: Was an der Melanchtonstraße abläuft, nennt man wohl moderne Arbeits- bzw. Kapitalbeschaffungsmaßnahme. Ein Bekannter hat kürzlich vom "Stühlerücken unter Freunden" gesprochen. Es komme der Zeitpunkt, an dem jeder aus Vorstand, Aufsichts- oder Verwaltungsrat an den Geldtopf ran darf...

Wichtig ist jetzt das alle zeigen das sie wirklich Arminen sind. Der Vorstand und der Aufsichtsrat sollten auf der JHV zurücktreten damit man einen echten Neuanfang machen kann. Die Wirtschaft sollte Arminia nicht nur finanziell unterstützen, sonder auch Leute stellen die einen Proficlub auch führen können. Wir Fans sollten alle ins Stadion gehen und die Mannschaft anfeuern damit der Aufstieg noch klappt, weil in Liga1 sich unsere finanzielle Situation erheblich verbessern würde. Ich wünsche mir auch einen anderen Trainer, aber im Moment sind andere Dinge wichtiger>ARMINIA



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