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26.02.2010
Ex-Bielefelder Hain hat Arminia nicht abgeschrieben
St. Paulis Keeper erwartet Gänsehautstimmung
VON PETER BURKAMP

Heimstark | FOTO: DPA

Bielefeld. Im Freudenhaus der Liga ist die Stimmung prächtig. Der FC St. Pauli steuert auf Erstligakurs, das Stadion wird erneuert und das alles im Jahr des 100. Vereinsgeburtstags. Nicht einmal die Niederlage im Zweitligaspitzenspiel beim FC Kaiserslautern hat daran etwas geändert. "Jeder weiß, dass wir einfach einen schlechten Tag hatten", sagt Mathias Hain.

Der Pauli-Keeper gewinnt dem 0:3 auf dem Betzenberg sogar noch etwas Gutes ab: "Vielleicht haben wir das nach unserer guten Serie mal gebraucht – als Warnschuss zur rechten Zeit." Ein Warnschuss, der am Sonntag, 13.30 Uhr, die Arminen treffen könnte. Mathias Hain erwartet gegen seinen Ex-Klub ein sehr interessantes Spiel. "Wenn man die einzelnen Namen mal durchgeht, hat der DSC eigentlich die beste Mannschaft der Liga", sagt der Ex-Armine und fragt sich gleichzeitig, "warum sie im Moment unter ihren Möglichkeiten bleibt".

Seit eineinhalb Jahren spielt er nun beim FC St. Pauli. Zuvor waren es acht in Bielefeld. Kein Wunder, dass er diese wichtige Station in seiner Karriere nie ganz ausblenden wird. "Ich habe noch viele Freunde dort. Da nehme ich natürlich Anteil an den Geschehnissen rund um den Klub." Dabei ist der Begriff Anteil sogar wörtlich zu nehmen. "Ich habe mich damals auch an der Anleihe beteiligt und eine Schmuckurkunde gekauft. Die werde ich aber nicht einlösen, sondern lasse sie zur Erinnerung an der Wand hängen."

Arminias Finanzkrise hat bei Hain Besorgnis und Verwunderung gleichzeitig ausgelöst: "Wir standen zwei Mal im Pokal-Halbfinale und waren fünf Jahre in der ersten Liga. Da darf man doch jetzt nicht so schlecht dastehen", meint Arminias früherer Kapitän und bezweifelt, dass die Aufsichtsgremien immer genau hingeschaut hätten. Besonders beim Stadion.

"Am Millerntor herrscht Gänsehautstimmung"

Das der Paulianer wird am Sonntag mit knapp 20.000 Zuschauern ausverkauft sein. "Matze" musste viele Bielefelder Bekannte enttäuschen, die über ihn an Karten kommen wollten. "Am Millerntor herrscht Gänsehautstimmung", schwärmt er: "Selbst wenn man es wollte, kann man da nicht anders, als Vollgas zu geben." Seit acht Partien sind die Hamburger daheim ungeschlagen und gehen als Favorit in die Partie. Kaiserslautern habe sich jetzt zwar abgesetzt.

"Wir wollen aber dranbleiben", meint der Schlussmann der Hamburger. Seinen Ex-Klub und sonntäglichen Gegner mag Hain trotz der aktuellen Schwächephase noch nicht abschreiben. "Grundsätzlich glaube ich, dass bei elf ausstehenden Spielen für die Plätze eins bis fünf noch alles möglich ist."

Kommentare
@Nixalsverdruss was soll denn bitte dieser Kommentar. Du kannst einfach nicht zwischen den Zeilen lesen. Hier geht es überhaupt nicht um die Torwartleistung von Mathias Hain sondern um ganz andere Punkte. Vielleicht liest du dir den NW Bericht noch einmal in Ruhe durch. Vergiss dabei
nicht, dass Matze noch zu einigen Spielern guten Kontakt hat. Klingelt es jetzt bei dir?

Matze mal wieder als Mr.Wichtig!
Durchschnittstorhüter mit riesen Problemen beim Rauslaufen, aber natürlich auch mit Bielefelder-Provinz-"Kult-Status"... sehr nervig!
Ist da mal wieder das Buhlen um irgendein Pöstchen in unserem semi-professionellen KLUP herauszuhören?

"...bezweifelt, dass die Aufsichtsratsgremien immer genau hingeschaut hätten. Besonders beim Stadion" . Warum auch? Bauunternehmer und Aufsichtsratsmitglied Klaus Langenscheidt war doch derjenige, der am Tribünenskandal sogar noch Geld verdient hat. Herr Langenscheidt war laut eigener Aussage (nachzulesen im Protokoll der 2008er JHV) von Anfang an in die Planungen des Tribünenbaus involviert. Als das von den Herren Kentsch, Schwick, Langenscheidt und ihren Freunden aus Vorstand, Aufsichts- und Verwaltungsrat zu verantwortende Finanzchaos vor wenigen Wochen bekannt wurde, spielte Herr Langenscheidt den Ahnungslosen. Der NW gegenüber sagte er, dass die Tribüne überdimensioniert sei. Weiterhin schob er die Schuld am riesigen Schuldenberg uns Fans zu, weil die Hauptversammlung ja 3,5 Millionen Euro gekostet habe...Es ist wirklich an der Zeit, dass die Staatsanwaltschaft jetzt endlich die ominösen Vorgänge untersucht. Die Herren Schwick, Langenscheidt und Co. werden von sich aus sicherlich nicht mit der Wahrheit rausrücken. Eigentlich unfassbar, dass Herr Langenscheidt immer noch Mitglied des Aufsichtsrat ist. Und dann fordern solche Leute auch noch zu Spendenaktionen auf...Das ist zumindest moralisch äußerst verwerflich! By the way: Matze Hain wäre meiner Meinung nach ein prima Kandidat als Schwick-Nachfolger-Nachfolger.

Die Akte Tribüne Ost sollte wirklich dringend von einem unabhängigen Treuhänder genauestens geprüft werden. Sollte da rauskommen, dass sich wer auch immer da was in die Taschen gesteckt hat, dann sollte Arminia Regressforderungen und Strafanträge stellen. Ist alles im Rahmen gelaufen (außer der größenwahnsinnigen Ausbauplanung), dann bilden sich auch keine Legenden, wie sie derzeit mehr und mehr kursieren.

Matze war nie ein Schwätzer oder Dampfplauderer. Wenn er so etwas sagt, dann ist er sich ganz bestimmt auch der Wirkung dieser Worte gewiss und die Wahrscheinlichkeit, dass da etwas dran sein könnte, nicht gering. Der Verein tut gut daran aufzuklären, gründlich und umfassend, ansonsten wird man sich sehr zeitnah verteidigen müssen. Eine ungleich schlechtere Position.



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