St. Paulis Keeper erwartet Gänsehautstimmung
Bielefeld. Im Freudenhaus der Liga ist die Stimmung prächtig. Der FC St. Pauli steuert auf Erstligakurs, das Stadion wird erneuert und das alles im Jahr des 100. Vereinsgeburtstags. Nicht einmal die Niederlage im Zweitligaspitzenspiel beim FC Kaiserslautern hat daran etwas geändert. "Jeder weiß, dass wir einfach einen schlechten Tag hatten", sagt Mathias Hain.
Der Pauli-Keeper gewinnt dem 0:3 auf dem Betzenberg sogar noch etwas Gutes ab: "Vielleicht haben wir das nach unserer guten Serie mal gebraucht – als Warnschuss zur rechten Zeit." Ein Warnschuss, der am Sonntag, 13.30 Uhr, die Arminen treffen könnte. Mathias Hain erwartet gegen seinen Ex-Klub ein sehr interessantes Spiel. "Wenn man die einzelnen Namen mal durchgeht, hat der DSC eigentlich die beste Mannschaft der Liga", sagt der Ex-Armine und fragt sich gleichzeitig, "warum sie im Moment unter ihren Möglichkeiten bleibt".
Seit eineinhalb Jahren spielt er nun beim FC St. Pauli. Zuvor waren es acht in Bielefeld. Kein Wunder, dass er diese wichtige Station in seiner Karriere nie ganz ausblenden wird. "Ich habe noch viele Freunde dort. Da nehme ich natürlich Anteil an den Geschehnissen rund um den Klub." Dabei ist der Begriff Anteil sogar wörtlich zu nehmen. "Ich habe mich damals auch an der Anleihe beteiligt und eine Schmuckurkunde gekauft. Die werde ich aber nicht einlösen, sondern lasse sie zur Erinnerung an der Wand hängen."
Arminias Finanzkrise hat bei Hain Besorgnis und Verwunderung gleichzeitig ausgelöst: "Wir standen zwei Mal im Pokal-Halbfinale und waren fünf Jahre in der ersten Liga. Da darf man doch jetzt nicht so schlecht dastehen", meint Arminias früherer Kapitän und bezweifelt, dass die Aufsichtsgremien immer genau hingeschaut hätten. Besonders beim Stadion.
"Am Millerntor herrscht Gänsehautstimmung"
Das der Paulianer wird am Sonntag mit knapp 20.000 Zuschauern ausverkauft sein. "Matze" musste viele Bielefelder Bekannte enttäuschen, die über ihn an Karten kommen wollten. "Am Millerntor herrscht Gänsehautstimmung", schwärmt er: "Selbst wenn man es wollte, kann man da nicht anders, als Vollgas zu geben." Seit acht Partien sind die Hamburger daheim ungeschlagen und gehen als Favorit in die Partie. Kaiserslautern habe sich jetzt zwar abgesetzt.
"Wir wollen aber dranbleiben", meint der Schlussmann der Hamburger. Seinen Ex-Klub und sonntäglichen Gegner mag Hain trotz der aktuellen Schwächephase noch nicht abschreiben. "Grundsätzlich glaube ich, dass bei elf ausstehenden Spielen für die Plätze eins bis fünf noch alles möglich ist."
nicht, dass Matze noch zu einigen Spielern guten Kontakt hat. Klingelt es jetzt bei dir?