Bielefeld. 1:0 beim FC St. Pauli gewonnen, damit weiter in Kontakt zu den Aufstiegsplätzen - und nur 2.000 Fans haben sich zusätzlich zu den 7.000 Dauerkartenbesitzern im Vorverkauf mit Tickets für das Heimspiel gegen den Karlsruher SC (Montag, 20.15 Uhr/DSF) eingedeckt. Damit "der zwölfte Mann noch größer wird", hat Geschäftsführer Heinz Anders eine Sonderaktion entworfen: Jeder Dauerkarteninhaber bekommt ein zusätzliches Gratis-Ticket für eine Begleitperson. Anders: "Wir brauchen Rückhalt der Fans, damit die Mannschaft noch überzeugender auftreten kann."
Noch überzeugender? Das impliziert, dass es überzeugende Auftritte gegeben hat. "Ja", sagt Anders: "zuletzt in Hamburg. Oder in Paderborn und in Duisburg." Nur: Wo in dieser Auflistung ist das überzeugende Heimspiel? Die Antwort bleibt aus. Aber das Vertrauen ist da, dass Versäumtes nachgeholt werden kann. "Wir haben noch sechs Heimspiele", rechnet Anders auf: "Das sind sechs Chancen, zu zeigen, was wir können." Für den Geschäftsführer definiert sich "der Heimvorteil durch die Kulisse". Dass die zu oft zu klein ist, werde er "hinnehmen, aber nicht akzeptieren".
Hört sich gut an, doch warum ist es bei den bisherigen elf Heimspielen nicht so recht gelungen, zusätzliche Begeisterung zu wecken? "Das ist in Ostwestfalen nun mal so", meint Trainer Thomas Gerstner, da "könnten wir den schönsten Fußball spielen und es kämen nur ein paar mehr. Darum heißen wir ja DSC Arminia Bielefeld und nicht 1. FC Fortuna Pauli, also Kaiserslautern, Düsseldorf, St. Pauli".
Trotzdem, so wendet Anders ein, "liegt die Anforderung erst mal bei uns. Wir müssen uns überlegen, was wir besser machen müssen, um mehr Zuschauer zu haben." Und der kaufmännische Geschäftsführer konkretisiert seine Meinung: "Das Produkt Fußball muss stimmen. Jeder einzelne Spieler muss sich zu 110 Prozent reinhängen und zeigen, dass er das Trikot der Ostwestfalen trägt. Alle wollen sehen, dass da elf Arminen auf dem Platz stehen. Das wird der Gradmesser sein."
Nun kommt ein Stopp von Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier: "Also - ich wehre mich dagegen, dass der Eindruck entstehen könnte, auch nur einer unserer Spieler würde das nicht tun." Aufgrund der Ergebnisse seien die Heimspiele ja auch "nicht das ganz große Problem", aber vielleicht müsse man schon eingestehen, dass "unsere Heimleistungen nicht immer so waren, wie wir uns das alle gewünscht hätten". Gerstner nimmt die "Verantwortung für die Zuschauerzahlen auf sich - und gibt zu bedenken: "Es sind noch zehn Spiele, und wir sind immer noch in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen."
Drei Mann, viele Meinungen, ein Ziel, formuliert von Coach Gerstner: "Wir sind weit davon entfernt, von einem Heimkomplex zu sprechen. Aber eines ist doch klar: Mit mehr Zuschauern im Stadion ist die Chance größer, unser gemeinsames Ziel Aufstieg zu erreichen. "
Dammeier hat Spieler gekauft, obwohl kein Geld da war. Er hatte in der Zeit die doppelte Funktion als SG und FG. Er hatte die Zahlen und kauft trotzdem weiter ein. Im Dezember sich mit Simak und Boakye vor Ort zu verhandeln, obwohl der Verein Rechnungen nicht bezahlen kann, ist wirklich ein Witz. Dann wird ein Torwart Rotter und Toure geholt, obwohl man das hätte Intern lösen können.
Dammi hat keinen Plan vom Manager Geschäft.
Und Gerstner? Der stellt sich doch selber ins Abseits. Gebe dem Spieler Recht!