Bielefeld. Im letzten Sommer haben sie noch bei Getränken und Gegrilltem gemeinsam in Graz auf der Terrasse gesessen. Thomas Gerstner war Co-Trainer bei Sturm Graz, Markus Schupp in gleicher Funktion bei Red Bull Salzburg. Nachbarn sind sie auch heute beim Zweitligaspiel Arminia Bielefeld gegen Karlsruher SC (Anstoß: 20.15 Uhr/live im DSF) wieder, doch es dürfte zumindest für einen der zum Cheftrainer aufgestiegenen Ex-Profis kein allzu gemütliches Wiedersehen sein.
Schupp sah sich in der vergangenen Woche mit der ultimativen Forderung konfrontiert, in Bielefeld punkten zu müssen. Anderenfalls drohe die Entlassung als Coach des Karlsruher SC, eine Arbeitsstelle, die er erst Anfang September 2009 angetreten ist. Als Nachfolger von Edmund Becker kann der frühere Spieler des FC Bayern München kaum für sich reklamieren, erfolgreicher als sein Vorgänger gewesen zu sein: So gab es in den sieben Rückrunden-Begegnungen sechs Niederlagen, die den KSC an den Rand der Abstiegszone gedrängt haben.
Kollege Gerstner kann keine Rücksicht auf den früheren Nachbarn nehmen. "Das spielt für die 90 Minuten keine Rolle", sagt der Bielefelder Trainer, der selbst unter Zugzwang steht. Ein Heimsieg muss her, um im Aufstiegskampf die eigene Position weiter zu verbessern. Immerhin hat ja die Konkurrenz übers Wochenende ein paar Steilvorlagen geliefert: Kaiserslautern nur 1:1 gegen FSV Frankfurt, Düsseldorf torlos gegen Fürth, St. Pauli 1:2-Verlierer gegen nur zehn Löwen - gewinnt Arminia, rückt sie auf Rang vier vor, wäre zudem wieder gleichauf mit den vor einer Woche noch sechs Punkte enteilten Paulianern.
Tabellarischen Entwicklungen eines Splitterspieltages misst Gerstner prinzipiell keine allzu große Bedeutung bei, er setzt lieber auf die Kraft des eigenen Erfolges: "Wir haben noch zehn Spiele, und da zählen nur Siege." Will heißen: Lasst doch die anderen spielen, wie sie wollen, wenn wir unsere Hausaufgaben machen, sind wir so oder so in der Aufstiegsverlosung dabei.
Für den DSC-Coach ist aber genauso klar, dass es schwer werden wird, das erste Zehntel des Saisonendspurts siegreich zu absolvieren, denn. "Die Karlsruher sind spielerisch lange nicht so schlecht wie ihr Tabellenstand", weiß der Bielefelder Trainer, der zum Beleg seiner These nur auf die Hinrundenpartie zu verweisen braucht. "Die war exemplarisch für den KSC", meint Gerstner: "Die haben eigentlich ganz gut gespielt, aber wie so oft ihre Chancen nicht genutzt." Die Effektivität ist also ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Bundesliga-Absteigern: Pavel Fort nutzte in Karlsruhe einen bösen Abwehrschnitzer zum siegbringenden 1:0.
Mit dem gleichen Resultat behauptete sich Arminia kämpferisch überzeugend am Vorsonntag am Hamburger Millerntor - "Ich sehe keine Veranlassung, bei der Mannschaftsbesetzung außer Kauf weitere Baustellen aufzumachen", sagt Gerstner. Für den gesperrten Kapitän Rüdiger Kauf dürfte Kasper Risgaard die Sechser-Position einnehmen, der Rest des Teams bleibt unverändert, also: Eilhoff - Fischer, Mijatovic, Bollmann, Feick - Risgaard - Kirch, Federico, Katongo, Guela - Fort.
mal richtig lesen! es hat niemand behauptet das alles gut läuft und rosig ist! es ging um die einstellung die schon vor dem spiel verbreitet wird! und die basiert auf der grundlage nach einem sieg gegen einen direkten konkurrenten und austiegskandifaten nach einem relativ ordentlichen spiel!!! da kann sich jetzt jeder wieder freuen und sagen: "ich wusste es ja, die ham einen mist gespielt" herzlichen glückwunsch für diese gabe, alles vorher schon zu sehen!!! und zum rest des kommentares enthalte ich mich lieber! zum spiel: schlechteste leitung und unterirdisch schlecht. aber das weiss hier ja sowiso schon jeder! i