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13.03.2010
Arminias Fünkchen Hoffnung erlischt
1:2-Niederlage gegen Aachen offenbart alte Mängel – es fehlt der Mut
VON PETER BURKAMP

Restlos bedient | FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Aachen. Der Weg zu den Fans war selten so schwer. Schon lange bevor die niederschmetternde 1:2-Niederlage in Aachen besiegelt war, war aus dem Bielefelder Block zu hören, dass die Fans "die Schnauze voll" hatten und nach dem Rauswurf von Thomas Gerstner nun auch den von Detlev Dammeier forderten.

Trotzdem führte Kapitän Rüdiger Kauf die Mannschaft zum Block der aufgebrachten Anhänger. Und es gelang den Profis, ihre Fans zu beruhigen. "Natürlich wollen wir auch aufsteigen und natürlich wollten wir auch in Aachen gewinnen. Aber es hat halt nicht geklappt", berichtete Kauf von seinem Gespräch am Zaun, um wenig später klar zu stellen: "Wir sollten jetzt überhaupt nicht an den Aufstieg denken, solange wir keine Spiele gewinnen." Beinahe gebetsmühlenartig versuchten zwar noch einige DSC-Profis, das Fünkchen Hoffnung zu bemühen, das die Tabelle selbst nach der neuerlichen Niederlage zumindest bis zu den Spielen der Konkurrenz noch hergibt.

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Doch die spielerische Vorstellung der Arminen vermochte das absolut nicht. Das schnelle Tor, das verunsicherten Mannschaften, die zuletzt beste Möglichkeiten ausgelassen hatten, um in der Tabelle zu klettern und Selbstvertrauen zu sammeln, gelang wieder einmal Arminias Gegner.

Katongo für Janjic

Das passt perfekt in das Bild, welches die Bielefelder dieser Tage abgeben. Kaum waren zehn Minuten gespielt, düpierte Sturm-Routinier Benjamin Auer die Bielefelder Hintermannschaft und final Innenverteidiger Nils Fischer, als er den Ball auf Höhe der Fünfmeterlinie erst annahm, sich dann drehte und zur Führung einschoss. Fischer war trotz einer schwachen Vorstellung gegen Karlsruhe in der Mannschaft geblieben und für Markus Bollmann in der Innenverteidigung aufgelaufen. Auf dieser Position schien er besser aufgehoben als rechts außen, wo Michael Lamey sein Comeback feierte. Sein zaghaftes Eingreifen gegen Auer sorgte nicht gerade für Sicherheit in der Abwehr, zumal auch Andre Mijatovic beim Zuspiel von Nemeth auf Auer schlecht aussah.

Interimstrainer Detlev Dammeier hatte nicht viel gegenüber dem Spiel vom Montag geändert. Für den zuletzt enttäuschenden Zlatko Janjic auf der rechten Offensivposition lief Chris Katongo auf. Dessen Platz in der Zentrale nahm Daniel Halfar ein. Bemüht zeigte sich die leicht geänderte Elf. Leider viel zu selten sah man die "echten Kerle", die Detlev Dammeier gefordert hatte. Es fehlte der Mut und die Genauigkeit, um den in seinen Möglichkeiten begrenzten Gastgeber in Bedrängnis zu bringen. Hoffnung keimte auf, nachdem Pavel Fort in der 39. Spielminute der Ausgleich gelungen war.

Doch die Abwehr schlief ein weiteres Mal vor der Pause und verhalf Auer zu seinem zweiten Tor und der Alemannia zur erneuten Führung. Der Wille war auch nach der Pause zu erkennen, allein es mangelte an Kreativität und gefährlichen Chancen, um das Ergebnis noch einmal wenden zu können. Die größte vergaben Pavel Fort und Giovanni Federico in der 76. Spielminute.

"Wir haben ein engagiertes Spiel gezeigt, aber zu viele leichte Fehler in der Defensive gemacht", sagte der enttäuschte Dammeier nach der Partie. Letztlich habe das nötige Glück gefehlt. Ob er auch beim Derby in Paderborn auf der Trainerbank sitzen werden, sei offen, so Dammeier. "Es ging erst einmal um das Spiel in Aachen. Wir müssen uns jetzt zusammensetzen und neu entscheiden." Entscheidend sei ohnehin, dass die Mannschaft wieder punkte. "Darauf müssen wir uns konzentrieren." Den Arminen steht eine schwere Woche bevor.

Alemannia Aachen - Arminia Bielefeld 2:1 (2:1)

Alemannia Aachen: Stuckmann - Demai, Herzig, Olajengbesi, Jepsen - Höger, Fiel - Adlung (87. Burkhardt), Nemeth (79. Özgen), Uludag (74. Achenbach) - Auer
Arminia Bielefeld: Eilhoff - Lamey, Mijatovic, Fischer, Feick - Kauf - Katongo (84. Berisha), Federico, Halfar, Guela (63. Janjic) - Fort
Schiedsrichter:
Willenborg (Osnabrück) -
Zuschauer: 19.123
Tore: 1:0  Auer (10.), 1:1 Fort (39.), 2:1 Auer (44.)
Gelbe Karten: - / Fischer (2)

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Kommentare
Hallo Aeminenfans, jetzt habe ich mir zu später Stunde mal die Mühe gemacht, und alle Eure Kommentare hier gelesen. Was da ein Hans und ein Frank schreiben, oh man, die haben es wohl nicht kapiert. Zu DD: Ich frage mich allen ernstes, wie man als erfahrener ehemaliger Spieler und als Möchtegerntrainer die Mannschaft fast genauso aufstellen kann, wie in Aachen. Ein Schuler und ein Kucera bleiben draussen, Versager des Karlsruhespiels spielen wieder, ein 4 1 4 1 System wird weiter gehalten, hat der Typ DD überhaupt Ahnung von etwas? Es ist einfach nicht mehr zu begreifen, was DD für Gedankengänge hat und weiterhin mit einem drittklassigen Spielern aufläuft. Halfar, Janic, Fischer. Ein Halfar der einfach nichts bringt ausser fehlpässe. usw. usw. Warum ist man nicht mutig genug und läßßt talentierte Spieler auflaufen wie ein Dogan, jung und unverbraucht, ein Rodenberg, der sicher besser spielt als ein Halfar. Es gibt genügend talentierte Spieler in der Jugend und der zweiten Mannschaft. Der Zug ist in dieser Saison doch eh abgefahren, also warum nicht jungen Spielern die Chance geben. Was hat sich ein DD am Samstag nur gedacht, die Versager vom Spiel gegen den KSC wieder einzusetzen.
Irgendwie habe ich das gefühl, dass die garnicht aufsteigen wollen.
Gegen Paderborn muss mit mindestens zwei Spitzen gespielt werden, ein Pavel Fort vorne allein zu lassen ist fahrlässig. Unter einem U.Rappolder wäre das ausgeschlossen.
Und noch was zu der Aufstellung gegen Aachen, ich bin fest davon überzeugt, dass Arminias Urgestein ( Hannes Scholz ) die Mannschaft besser eingestellt hätte als DD. Der weiß nämlich, dass Erfolg nur mit einer gewissen Power sicher ist.
In diesem Sinne,

MMK, in ganz Deiner Meinung, am meisten hat mich das System ohne Pressing mehr als aufgeregt. Und dann diese Aufstellung, Halfar, NEIN, Janjic geht doch garnicht, fühle mich (viele Jahre Dauerkarte und Mitglied) vera....t. In so einem wichigen Spiel, Fischer leider total überfordert, hier hätten die alten Hasen spielen müssen: kucera bd Schuler. Habe immer noch Hoffnung, bin PRO: RAPOLDER oder sogar ERNST M.? Was meint Ihr?

@YOOOOP , super, weiter so !

@ Hans, blei locker, meine Kollegen + ich verzichten i.d.Tat auf einen Teil unseres Einkommen. Ähnlich wie in 09 die Opelaner, blos bei uns interessiert es die Öffentlichkeit nicht. Also, nocheinmal: Beim DSC müssen die GF raus -genauso wie bei uns und anderswo, neue Leute rein und die Bezahlung wird über Erfolgsprämien geregelt. Das ist real und auch - von meiner Seite auch ok ! Wie seht Ihr das @all ?

@YOOOOP: Traumtänzer, verzichtest Du auch auf Deinen Lohn/Gehalt, wenn es Deinem Chef schlechtgeht? Wenn nein, warum sollen dann die GF ehrenamtlich arbeiten? Übrigens, wundere ich mich auch darüber das Sponsoren es finanziell richten sollen? Was haben die denn eigentlich davon? Mehr Umsatz oder gar mehr Gewinn? Wohlkaum. Schüco verstehe ich nicht, Grund kann wohl nur eine Profilisierungssucht des Inhabers sein. Besser wäre es, er würde sein Geld lieber zu einer Lohnerhöhung der Schüco-Mitarbeiter verwenden (Zwecks Vermeidung eines falschen Eindruckes: Ich bin weder bei Schüco, noch Oetker oder Weber beschäftigt, vielmehr neutral.



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