Bielefeld. Punkt 16 Uhr betreten sie den Raum, in dem die Pressekonferenz stattfindet. Arminias Präsident Hans-Hermann Schwick, Verwaltungsratsvorsitzender Wolfgang Lohmeier, Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Leopoldseder, Dirk U. Hindrichs, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG, sowie Rechtsanwalt Prof. Dr. Markus Buchberger haben Wichtiges zu verkünden.
Die Klubstrukturen sollen geändert werden. Nicht mehr mit dabei sein wird der amtierende Präsident: Schwick wird sein Amt bei der kommenden Jahreshauptversammlung am 6. Juni zur Verfügung stellen. "Ich habe eine Lebensentscheidung gefällt", so Schwick. Im 20. Jahr beim DSC habe er bereits eine Abschiedsrede gehalten. "Jetzt muss es genügend sein." Mit der sportlichen und finanziellen Situation habe das nichts zu tun, der Entschluss sei schon im Februar gefallen. Schwick war im vergangenen Jahr auf einer turbulenten Versammlung bis 2011 wiedergewählt worden.
Verwaltungsrat, Aufsichtsrat und Präsidium von Arminia haben in zahlreichen Diskussionen mit der Wirtschaft und einem Expertenteam einen Vorschlag zur Neuausrichtung der bestehenden Strukturen entwickelt. Ziel soll sein, durch "eindeutige Festlegung der Zuständigkeiten die Qualität der Entscheidungen zu verbessern." Die Neustrukturierung der Gremien sei im Einklang mit einer Empfehlung der DFL für die professionelle Organisation eines Bundesligaklubs notwendig und zudem ein wichtiger Schritt, um auch die Lizenz für die Saison 2010/11 zubekommen.
"Dieses Konzept kann ein Anfang sein", sagte Wolfgang Lohmeier dazu. Norbert Leopoldseder betonte, wie wichtig geordnete Strukturen seien. Es gehe nunmehr um die Sicherung der Arminia-Unternehmensgruppe. Ziele und Möglichkeiten seien ausgiebig diskutiert worden. Klar sei gewesen: "Die Strukturen mussten auf den Prüfstand", so Leopoldseder.
Arminia vor finanziellem Aus gerettet
Der Kreis der Unternehmen, der sich ursprünglich engagiert habe, habe sich verschoben, so Hindrichs. Die Hauptlast habe Schüco übernommen. Einem wesentlichen Teil der Wirtschaft sei es anzurechnen, dass sie weiterhin dabei geblieben sind. Es müsse darum gehen, den Verein gut nach vorne auszurichten. Dazu brauche es eine "gesicherte Plattform". Das sei ein guter Schritt nach vorne.
Bekannt wurde auch, dass Arminias Premium-Sponsoren den Zweitligisten in dieser Saison vor dem finanziellen Aus gerettet hätten, so Schüco-Chef Hindrichs. Er sagte aber auch, dass aufgrund der veränderten Bedingungen das große Engagement der OWL-Wirtschaft zunächst einmal nicht geplant sei. Aufgeschoben sei aber nicht aufgehoben. Vorher müsste sich aber die Struktur bei Arminia ändern.
Künftig sollen die Vertreter von drei Sponsoren / Wirtschaft / Banken im Aufsichtsrat sitzen. Wer dies sein wird, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall sollen Verein und GmbH weiter entflochten werden.
Eine wichtige Veränderung wurde zudem bekannt gebeben: Das Präsidium soll nicht mehr direkt von der Mitgliederversammlung, sondern vom Verwaltungsrat gewählt werden. Die Mitgliederversammlung soll einen Ehrenrat wählen, der wiederrum soll den Mitgliedern einen Vorschlag für den Verwaltungsrat machen.
Unternehmer Dirk U. Hindrichs will kein Amt übernehmen. "Die finanziellen Probleme sind noch nicht gelöst. Der Verein muss noch eine ganze Menge machen," erklärte er zur aktuellen Situation. Bei "gewisser Vorleistung" will Hindrichs sich einsetzen, damit weitere Unternehmen sich engagieren. Zudem hätte er nichts dagegen, wenn die gesamte Mannschaft neu aufgestellt würde.
wo habe ich Leopoldseder mein "blindes" Vertrauen ausgesproche, den passus must Du mir zeigen, das entstammt definitiv Deiner Fantasie. Von mir aus kann Leopoldseder auch ausgetauscht werden, ich habe ihn nur genannt da er als "Vereinsinterner" einer solchen Lösung positiv gegenüber steht , hier aber und in anderen Foren durch User ohen tiefere Kenntniss diese Lösung 5 Minuten nach bekannt werden zerissen wird.
Nochmal, Heute und in den nächsten Wochen geht es nicht darum irgendwelche Visionen oder Konzepte umzusetzen, sondern schlicht und einfach den Verein vor dem AUS zu retten. Wenn dies Heute nur unter den genannten Bedingungen möglich ist, ja mein Gott, dann ist es ebend so.
Was ist denn in Vergangenheit durch das Wahlrecht der Mitglieder besser gelaufen ?! Die letzte JHV ????? Ich sags mal so, wenn die neue Ausrichtung die "Katze im Sack" ist und das alte " das Überraschungspaekt", dann sage ich JA zur Katze im Sack, weil das "Überraschungspaket" uns dahin hingebracht hat wo wir jetzt sind, DIREKT gewählt. Wer von uns kann mit Sicherhiet sagen das es nicht besser wird unter diesen Bedingungen ?! Jedenfalls schlechter gehts nimmer !!