Bielefeld. Arminia Bielefeld sucht einen neuen Präsidenten - und die Mitglieder dürfen ihn nicht direkt wählen. Der Klub will einen Neuanfang und dazu gehört auch eine Umstrukturierung der Gremien. Eine neue Satzung soll her, damit neue Leute neuen Schwung bringen.
Die Mitglieder dürfen demnach den Verwaltungsrat weiter wählen, der wiederum das neue Präsidium bestimmt. Zudem wird der Aufsichtsrat (neun Mitglieder) mit sechs Mitgliedern, die Verwaltungsrat und Präsidium entsenden, bestückt, dazu kommen drei Sitze für die Wirtschaft und die Sponsoren. Aber was halten die Mitglieder und Fans von dem Plan? Und was wird aus den weiteren Mitgliedern des aktuellen Präsidiums?
Arminia Bielefeld sucht einen neuen Präsidenten - und die Mitglieder sollen ihn nicht mehr direkt wählen dürfen. Dies sieht eine Satzungsänderung vor, die jetzt vorgestellt wurde. Was meinen Sie?
Die Meinung der Fans ist gespalten. Beispiele: "Die vorgestellte neue Struktur macht absolut Sinn, es gilt, diese zu unterstützen. Es ist eine sinnvolle Einbettung der Wirtschaft und entspricht keinesfalls irgendeinem Szenario à la feindliche Übernahme", schreibt Mike auf nw-news.de. Dagegen meint "tommy62" im Internet: "Zu diesem sogenannten Konzept gehört noch viel Erklärungsbedarf, so einfach gibt es meine Stimme nicht, denn ich will klar wissen, welche Personen welches Amt in welchen Gremien bekleiden."
Noch-Präsident Hans-Hermann Schwick hat seinen Abschied angekündigt, er stellt seinen Posten in der Mitgliederversammlung am 6. Juni zur Verfügung. Seine Präsidiums-Kollegen Andreas Mamerow (Schatzmeister) und Albrecht Lämmchen (Abteilungen) sind 2009 für drei Jahre in ihre Ämter gewählt worden. Daran würde auch eine neue Satzung nichts ändern. "Ich mache weiter", sagt Mamerow. "Es wird nur einen anderen Wahlmodus geben, das Amt, in das ich gewählt wurde, bleibt davon unberührt." Er wollte Verantwortung übernehmen und möchte dies auch tun. Er klebe aber nicht an seinem Posten. "Ich mache die Aufgabe aber gerne und es macht mir Spaß", sagt Mamerow. Hans-Hermann Schwick hat schon vor längerer Zeit beschlossen, sein Amt abzugeben und unterstützt somit den Neuanfang.
Arminias Pressesprecher Marcus Uhlig sieht die Veränderungen auch als vertrauensbildende Maßnahme gegenüber der Deutschen Fußball-Liga: "Die Neustrukturierung der Gremien ist im Einklang mit einer Empfehlung der DFL für die professionelle Organisation eines Bundesligaclubs notwendig und insofern auch ein Schritt, die Lizenz für die Saison 2010/11 abzusichern."