Bielefeld. Sie waren gekommen, um die Mitglieder und Fans von der neuen Satzung des DSC Arminia Bielefeld zu überzeugen. Fünf Männer aus dem Präsidium und dem Verwaltungsrat des Vereins sowie ein Rechtsanwalt und ein Sponsorenvertreter stellten sich gestern beim Info-Abend des Arminia-Supporters-Clubs den Fragen der Arminen-Anhänger.
Hauptthema: Änderungen in der Vereinsstruktur des DSC und – natürlich – die angespannte Finanzlage des Fußball-Zweitligisten. Die Mitglieder haben große Sorgen, dass der Klub keine Lizenz bekommt und dass sie bei der Wahl der Verantwortlichen im Verein zu kurz kommen. "Wer eine vollständige Runderneuerung haben will, muss für die Satzungsänderung stimmen. Der Weg ist dann frei, um durchzustarten und um ein Zeichen an die Wirtschaft und die Banken zu senden", sagte Präsident Hans-Hermann Schwick. Die weiteren Vorstandsmitglieder Andreas Mamerow und Albrecht Lämmchen sowie die Verwaltungsratsmitglieder Rolf Henrichsmeyer und Wolfgang Lohmeier unterstützten ihn bei dieser Aussage.
Der Dortmunder Vereinsrechts-Experte Markus Buchberger, der die neue Satzung entworfen hat, erklärte den knapp 200 anwesenden Fans und Mitgliedern im Business-Club der Schüco-Arena die Strukturänderungen. Demnach werde der Präsident nicht mehr von den Mitgliedern gewählt, sondern vom Verwaltungsrat. Der wiederum werde weiterhin von den DSC-Mitgliedern bestimmt. "Das ist keine revolutionäre Neuerung", sagte Buchberger. Die Änderungen seien übrigens keine Forderung seitens der Deutschen Fußball-Liga (DFL): "Es handelt sich bei der neuen Satzung um eine Soll-Struktur und nicht um eine Lizenz-Bedingung", sagte er.
Zudem erklärte er, wie sich demnächst der Aufsichtsrat zusammensetzt. Der soll auch mit Mitgliedern aus Sponsoren-Kreisen besetzt werden. Buchberger: "Der Aufsichtsrat ist kein Machtinstrument, sondern ein Kontrollorgan".
Auch der neue Hauptsponsor Schüco kam zu Wort. Pressesprecher Thomas Lauritzen erklärte die Ziele des neuen DSC: "Wir wollen uns langsam wieder nach oben arbeiten." Im nächsten Jahr sei ein Aufstieg kein Thema. Das Engagement von Schüco hänge auch nicht von der Lizenzzugehörigkeit des Vereins ab. "Man muss jetzt erst einmal dafür arbeiten, dass der Verein in der kommenden Saison in der Zweiten Bundesliga mitspielt", so Lauritzen.
Aus seiner Sicht müsse die Satzungsänderung kommen. Sie vereinfache Strukturen und schaffe mehr Transparenz. Zudem werde die Arbeit dann auf weniger Schultern verteilt: 13 statt 19 Köpfe.