Bielefeld. Was bringt die Zukunft und wie sieht die künftige Profimannschaft des DSC Arminia aus? Diese Frage beschäftigt derzeit nicht nur die Fans, sondern auch die Profis und ihre Trainer. "Im Moment weiß keiner so richtig, wie es bei uns weitergeht", sagt Dennis Eilhoff. Arminias Keeper ahnt, dass er auf der Verkaufsliste steht: "Aber da bin ich sicher nicht der Einzige."
Zum Tafelsilber des Klubs zählen neben Arminias Urgestein (Vertrag bis 2011) erwartungsgemäß Giovanni Federico (2011) und Andre Mijatovic (2012 plus Option). Sportliche Qualität, Alter und Perspektive bescheren diesem Trio einen Marktwert, von dem Arminia profitieren könnte. Zudem gehören die drei zu den Besserverdienern in Bielefeld. Ebenso wie Chris Katongo (2011) und Pavel Fort (2011). Auch die beiden Angreifer würde Arminia gern abgeben, um den Profi-Etat zu entlasten und um die Lizenzbedingungen zu erfüllen. "Ich glaube, dass es jeden treffen kann, der noch einen Vertrag über die Saison hinaus besitzt", sagt Eilhoff.
Er selbst sitze nicht auf gepackten Koffern. "Ich fühle mich wohl hier und würde gern in Bielefeld bleiben", sagt der 27-Jährige. Überhaupt beobachtet Eilhoff den Torhüter-Markt kritisch: "Mit Timo Hildebrand, Tom Starke, Gerhard Tremmel, Michael Rensing und Sascha Kirschstein sind nach der Saison einige Torwarte ablösefrei zu haben. Da muss man erst mal abwarten, ob sich ein Transfer realisieren lässt." Von konkreten Angeboten wisse er jedenfalls noch nichts. Arminias neuer Verkaufsbeauftragter Roland Kopp habe aber schon mit seinem Berater Kontakt aufgenommen.
Feick und Kucera sollen bleiben
Zu den potenziellen Verkaufskandidaten zählen viele Spieler, doch bei den wenigsten ist ein finanziell versüßter Abschied realistisch. Rüdiger Kauf und Markus Schuler (beide Vertrag bis 2011) sollen nach Informationen der Neuen Westfälischen mit ihrer Routine die neue und verjüngte Arminia um Kevin Kerr führen. Der derzeit verletzte Linksfuß Arne Feick soll ebenso gehalten werden wie Radim Kucera.
Dagegen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Kontrakte mit Daniel Halfar, Jonas Kamper und Michael Lamey nicht verlängert werden. So lange die DFL bezüglich der Lizenz noch kein Grünes Licht gegeben hat, werden keine neuen Verträge geschlossen. Bis Anfang Juni dürften sich einige aktuelle Profis deshalb schon anderweitig orientiert haben.