Berlin. Über dem 0:3 (0:1) von Arminia Bielefeld im Zweitligaspiel bei Union Berlin schwebte das mittlerweile beinahe sichtbare Damoklesschwert der Insolvenz. Der offenbar alternativlose Rettungsplan des designierten Präsidenten Wolfgang Brinkmann entfachte die Diskussion, ob die Stadt Bielefeld sechs Millionen Euro zur Rettung des leckgeschlagenen Dampfers Arminia aufbringen soll.
Den Kritischen Arminen, durch Richter Friedrich Straetmanns als kooptiertem Mitglied im Aufsichtsrat vertretene Fan-Gemeinschaft, ist die Brisanz der Situation bewusst. "Der Zeitdruck lastet auf allem, auf der finanziellen Situation und der Mitgliederversammlung am Mittwoch. Eine vernünftige Szenerie ist nicht mehr gegeben", sagte Lutz von Rosenberg-Lipinsky, Sprecher der Kritischen Arminen.
Soll die Stadt Bielefeld den Fußballverein Arminia Bielefeld mit Steuergeldern unterstützen?
Die von Brinkmann als Voraussetzung zur Rettung genannte Satzungsänderung sehen die Kritischen Arminen durchaus nicht als zwingend an: "Das Finanz-Problem, das wir jetzt haben, ist keines der Satzung, sondern der handelnden Personen. Die notwendigen Satzungsänderungen wie zur Entflechtung der Strukturen waren ja schon auf den Weg gebracht worden", so Rosenberg-Lipinsky. Bei der chaotischen Jahreshauptversammlung vor einem Jahr waren mit Jochen Willmann und Vizepräsident Frank Kottmann zwei Kandidaten der Kritischen Arminen ins Präsidium gewählt worden. Beide sind mittlerweile – aus persönlichen Gründen – von ihren Ämtern zurückgetreten.
Von Rosenberg-Lipinsky: "Wir wollen die Satzungsänderung nicht boykottieren und damit der Wirtschaft ein Alibi zu geben, ihre Unterstützung zurückzuziehen. Wir halten nur die personelle Kontinuität mit Brinkmann oder auch Andreas Mamerow für unglücklich. Aufgrund ihrer Involvierung über Jahre können sie schlecht sagen, sie hätten von nichts gewusst."
Für die Satzungsänderung, nach der der neue Präsident nicht mehr direkt von den Mitgliedern gewählt würde, braucht der aktuelle Vorstand am Mittwoch in der Stadthalle Bielefeld 75 Prozent der Stimmen der anwesenden Mitglieder. Bei der Jahreshauptversammlung am 6. Juni wird der neue Vorstand gewählt.
Es sieht so aus, dass Hindrichs nicht von allen unterstützt wird, weil seine Leute, seine Rechte, sein Ego immer in den Vordergrund stellt. Schüco, Hindrichs auf der Bühne, die anderen sollen zahlen. Und wenn die nicht, dann der Steuerzahler!