Felix Magath, zweifelsfrei erfolgreicher Trainer-Manager beim FC Schalke 04, macht sein Ding im großen Stile. 30 Millionen Euro bräuchte er für die kommende Saison, um wettbewerbsfähig zu blieben, ließ er seit Wochen verlauten.Christian Ziege hingegen, nur beim Zweitligisten Arminia Bielefeld unter Vertrag, wählt einen völlig anderen Weg.
Irre.
Irre.
Ein Trainer zahlt Geld aus der eigenen Schatulle, um mit der eigenen Mannschaft ein Trainingslager in Bayern zu beziehen. Christian Ziege hat einen Plan. Mit jungen Leuten will und muss er sein Geschäft in der Zweiten Bundesliga verrichten. Es spricht für den Vize-Weltmeister von 2002, dass er seine spezielle Arminen-Sanierung nicht unbedingt an die große Glocke hängen möchte. Ziege arbeitet lieber im Stillen, ganz anders als sein Kollege aus Schalke.
Dass jetzt schon 4.000 Dauerkarten in diesen schwierigen Arminia-Zeiten verkauft worden sind, ist ein weiterer Beweis für das Vertrauen der Fans in die neue Arminia. Präsident Wolfgang Brinkmann spricht denn auch von einem deutlichen Signal, das von Christian Ziege ausgeht.
Magath übrigens bekam 25 Millionen Euro genehmigt. Zieges Wertschätzung ist in Zahlen nicht messbar. Dafür aber bei den Fans.
Mail an den Autor: joerg.fritz@ihr-kommentar.de









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Realitätssinn verloren? Das eine Insolvenz Arminias für die Stadt deutlich gravierender gewesen wäre, als das zu tragende Risiko durch die erbetene Bürgschaft ist Fakt und hat nichts mit Realitätssinn verloren zu tun.
Und wenn sie 4.000 verkaufte Dauerkarten 1 Monat vor Saisonstart heran ziehen um daran deutlich machen zu wollen, dass Arminia, den meisten Bielefeldern nichts bedeutet, scheint mir Ihr Realitätssinn etwas schwach ausgeprägt zu sein.
Das man sich hier nicht mit Schalke vergleichen sollte (will) ist eh klar, soviel Schulden könnten wir niemals aufbauen.