Lemgo. Vor einer Woche unterlag Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld beim Regionalligisten Lotte mit 0:1. Eine Woche später sprang gegen einen weiteren Regionalligisten erneut kein Sieg heraus. In Lemgo-Brake erkämpfte Arminia Bielefeld lediglich ein 1:1 (0:0) gegen den 1. FC Magdeburg.
Trainer Christian Ziege zog dennoch ein äußerst zufriedenstellendes Fazit der 90 Minuten. "Wir haben in beiden Halbzeiten ordentlichen Fußball geboten und den Ball sehr gut laufen lassen." Erfreute zeigte sich Ziege auf Arminias Antwort nach der Magdeburger Führung durch Denis Wolf (75.), der einen Konter nutzte. "Dieser Rückschlag hat sich nicht negativ ausgewirkt. Statt dessen schafften wir den hochverdienten Ausgleich." Sieben Minuten vor dem Abpfiff sorgte Orhan Mustafi für den 1:1-Endstand. Es war das erste Tor des Schweizers für Arminia.
Die bis auf den verletzten Angreifer Pavel Fort (Kreuzbandriss) und Sebastian Heidinger (Sperre) in stärkster Formation angetretenen Bielefelder hatten mit Morike Sako den auffälligsten Spieler in ihren Reihen. Der 2,02-Meter große Stürmer, der bis zum 30. Juni 2010 noch beim FC St. Pauli unter Vertrag stand und seit drei Tagen Trainingsgast der Arminia ist, erhielt gegen Magdeburg eine Bewährungschance. Der Franzose mit malischen Vorfahren nutzte diese Prüfung recht eindrucksvoll. Sako ist nicht nur ein exzellenter Kopfballspieler, vielmehr besitzt er auch eine überdurchschnittliche Technik mit den Füßen. "Seine Ruhe am Ball ist bemerkenswert", sagte Ziege und outete sich als Fan Sakos. Er werde alle Hebel in Bewegung setzen, "um Sako zu verpflichten", so Ziege.
Ex-Nationalspieler Oliver Neuville findet sich immer besser zurecht. Der ehemalige Gladbacher hatte jedoch mit zwei guten Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit ebenso Pech wie Franck Manga Guela im ersten Abschnitt. Die Chancenverwertung, so der Eindruck in Lemgo-Brake, ist noch der große Schwachpunkt bei der neuen Arminia.
Die Abwehr um Geburtstagskind Markus Schuler, der 33 wurde, steht sicher. Im Mittelfeld wurde Alon Abelski erstmals defensiver eingesetzt und bildete mit Rüdiger Kauf die Doppel-Sechs. Auf der linken Außenbahn überzeugte Guela durch ein enormes Laufpensum. Fakt ist, dass Arminia vorne noch einen Knipser braucht. Er könnte Sako heißen.
Arminia Bielefeld: Eilhoff - Touré, Lense (46. Bollmann), Fischer, Schuler - Studtrucker (46. Bölstler), Kauf (81. Mustafi), Abelski (76. Kerr), Guela - Neuville (67. Delura), Sako (67. Berisha)
Tore: 1:0 Wolf (75.), 1:1 Mustafi (83.)
Liebe NW, wäre es möglich den Witzbold, der mein Synonym benutzt, zu sperren ?