Bielefeld. Das Zehn-Millionen-Euro-Paket hat den DSC Arminia zwar gerettet. Doch damit ist der Fußball-Zweitligist seine Finanzsorgen längst nicht los. Weil die Millionen-Altlasten des Tribünenbaus drücken, sucht der Verein einen Weg, das Stadion in eine Betreibergesellschaft auszugliedern. Die Lösung zu finden ist nicht einfach. Präsident Wolfgang Brinkmann rechnet erst 2011 mit einer Entscheidung, wie er gestern sagte.
Zwei Mal steht die Stadiongesellschaft diese Woche auf der Tagesordnung: Im Stadtrat am Donnerstag stellt die BfB die Anfrage, ob die Stadt oder der Oberbürgermeister über eine Betreibergesellschaft oder eine Beteiligung der Stadt informiert worden seien. "Es muss Gespräche geben", so Fraktionschef Ralf Schulze: "Die Politik ist bisher aber nicht beteiligt." Schulze möchte auch wissen, ob eine Beteiligung der Stadt Auswirkungen auf die Bürgschaft des Landes für den Tribünenbau hat.
Oberbürgermeister Pit Clausen ließ gestern mitteilen, dass er im Rat keine Antwort geben werde. Die Anfrage sei nicht fristgemäß eingegangen, eine Dringlichkeit sei nicht zu erkennen.
DSC-Mitglied Schulze sieht sie aber durchaus, weil das Konzept für eine Stadiongesellschaft als Thema auf der Tagesordnung der Arminia-Jahreshauptversammlung am Sonntag steht.
Brinkmann erklärte, dass der Verein dort über die Konzeptsuche informieren werde, derzeit aber noch drei Modell prüfe, ohne dass es eine Präferenz gebe: Der Verein könnte das Stadion selbst behalten, in seine Aktien-Kommanditgesellschaft packen oder als separate Gesellschaft ausgliedern. In letzterem Fall könnte die Stadt als ein Gesellschafter ins Spiel kommen. "Eine Antwort darauf ist aber zu früh", so Brinkmann. In diesem Jahr werde es keine Entscheidung mehr geben: "Die Zeit drängt auch nicht so."
grunsteuer usw rauf für die dicken gehälter.