Braunschweig (pep). Für Frank Eulberg hatte Arminias Zweitligaspiel bei Fortuna Düsseldorf vom 4. Dezember 2009 gestern ein spätes Nachspiel. Die vierte Zivilkammer des Landgerichts Braunschweig verhandelte eine Schadenersatzklage von Georg Schalk gegen den derzeit freigestellten Co-Trainer des DSC. Schalk, Schiedsrichter der Partie, klagt auf 7.500 Euro Schmerzensgeld und Unterlassung. Er wirft Eulberg vor, dass dessen Äußerungen nach dem Spiel – neben anderen sind die Worte "schwule Sau" gefallen – ihm gegolten haben.
Das bestreitet Eulberg. Arminias früherer Co-Trainer war nach dem Spiel von diversen Zeitungen falsch zitiert worden und hatte daraufhin Gegendarstellungen und Richtigstellungen durchsetzen können. Der DFB, der DSC-Cheftrainer Thomas Gerstner für dessen kritische Äußerungen nach dem Spiel mit einer Geldstrafe belegt hatte, verzichtete auf eine Anklage gegen Eulberg. Arminia hatte die Partie nach zahlreichen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen mit 2:3 verloren.
In Saal 110 trafen Eulberg und Schalk gestern aufeinander. Als Zeugen waren einige Journalisten sowie Arminias Kapitän Rüdiger Kauf und Pressesprecher Marcus Uhlig geladen. Nach der Beweisaufnahme schloss das Gericht die Verhandlung und kündigte ein Urteil für einen späteren Termin an.