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04.09.2010
"Mitglieder haben eine große Verantwortung"
Jahreshauptversammlung des Vereins am Sonntag in der Stadthalle / Über Wahlmodus wird noch entschieden
VON CARSTEN BLUMENSTEIN

Selbstbewusst in die Versammlung | FOTO: FRÜCHT

Bielefeld. "Die Mitglieder haben eine große Verantwortung für die Zukunft von Arminia Bielefeld." DSC-Präsident Wolfgang Brinkmann sensibilisiert die Mitglieder vor der Jahreshauptversammlung noch einmal. Versammlungsleiter ist - wie vor gut 15 Monaten - DOSB-Generaldirektor und Arminia-Angehöriger Michael Vesper. Im Mittelpunkt des Nachmittags in der Stadthalle steht die Wahl des neuen Verwaltungsrates. "Nach der Satzungsänderung besitzt dieses Gremium mehr Macht und es ist das einzige, das noch gewählt werden kann", erklärt Brinkmann.

Wenn am Sonntag ab 14 Uhr der neue Verwaltungsrat des DSC Arminia gewählt wird, ist ein Name nicht mehr auf der Kandidatenliste: Andreas Stühmeier hat kurzfristig zurückgezogen, so dass jetzt die Formel 5 aus 19 heißt. Der Verwaltungsrat, der für vier Jahre gewählt wird, bestimmt das Präsidium. Präsident Brinkmann ist aber nicht bange davor, dass der derzeit amtierende Vorstand bei den neuen Verwaltungsräten in Ungnade fallen könnte.

"Wir haben in schwierigen Zeiten jede Menge geschafft. Ich bin überzeugt, dass der Verwaltungsrat uns das Vertrauen gibt", sagt Brinkmann. Sollte es jedoch nicht so sein, gibt es das fünfköpfige Gremium nur als Mannschaft. Entweder alle oder keiner. "Wenn wir nicht überzeugen konnten, muss jemand anderes kommen", so der DSC-Chef. "Ich glaube aber, wir haben die Mitgliedschaft überzeugt."
Angetan war Brinkmann von der Vorstellung der 19 Kandidaten im Rahmen des Mitglieder-Infoabends. "Das war qualifiziert, der Verein kann stolz darauf sein, dass es so ein großes Interesse an einem Ehrenamt gibt", sagt der 65-Jährige. "19 Kandidaten für fünf Posten, wo gibt es das sonst?"

Der Wahlmodus für die fünf zu wählenden Verwaltungsräte steht noch nicht ganz fest. Der Verein bevorzugt eine Liste mit den 19 Kandidatennamen. Jedes Mitglied kann dann bis zu fünf Namen auf dem Zettel ankreuzen. DSC-Vize Wilfried Lütkemeier erklärt: "Die Kandidaten mit mehr als 50 Prozent der Stimmen kommen in den Verwaltungsrat. Sind es mehr als fünf Personen, werden es die fünf mit den meisten Stimmen. Sind es weniger als fünf Kandidaten mit 50 Prozent Zustimmung kommen alle Bewerber, die zwischen 20 und 50 Prozent lagen, in den zweiten Wahlgang. Dann zählen die meisten Stimmen." "Das ist ein demokratisches Verfahren", meint Brinkmann.
Es gibt aber auch einen weiteren Antrag, nach dem die Zusammenstellung des Verwaltungsrates per Einzelabstimmung erfolgen soll.

"Der Sonntag ist ein ganz wichtiger Tag für Arminia Bielefeld", sagt Christoph Schickhardt, Anwalt für Sportrecht, der den DSC im schwierigen Lizenzierungsverfahren begleitet hat. "Die Mitglieder müssen den Verwaltungsrat mit viel Verantwortung wählen." Er gebe den Rat, solche Verwaltungsräte zu wählen, die über wirtschaftlichen und finanziellen Sachverstand sowie reichhaltige Erfahrungen im Wirtschaftsleben verfügen. "Fußballkompetenz ist nicht gefragt, sondern Wirtschaftskompetenz", erklärt Schickhardt.

Arminia Bielefeld gibt noch einen organisatorischen Hinweis: Zutritt erhalten nur Mitglieder des DSC Arminia, die sich durch ihren gültigen Mitgliedsausweis (der Ausweis 2009 ist gültig) und Personalausweis vorlegen können. Wahlberechtigt sind diejenigen nach Vollendung des 18. Lebensjahres, die mindestens drei Monate dem Verein angehören.


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Kommentare
Wer sich wirklich für die Zukunft des DSC interessiert, hat die Vorstellung der Kandidaten zur Wahl des VR beim letzten Mitgliederabend live, oder über die ASC-Website verfolgt. Dabei ist meiner Ansicht nach recht deutlich geworden welcher Kandidat den alten Vorstand unterstützt und wer eben nicht. Also warum hier meckern und lamentieren? Einfach hingehen und entsprechend wählen. Sollten die eigenen "Favoriten" bei der Wahl unterliegen, wäre es schön, wenn sich die Verlierer als gute Demokraten erweisen und zur Kenntniss nehmen, dass die Mehrheit anders denkt.

Ich kann auch die Aufregung über die Vermeindliche Blockwahl nicht verstehen. Wenn der aktuelle Vorstand nur gemeinsam agieren will, durch die heutige Wahl aber nicht mehr kann, dann ist für die meisten Schreiber hier doch alles in Butter. Ihr wollt sie eh alle weg haben, also was soll das Geschrei? Bequemer geht's doch gar nicht.

Interessant wird es, wenn es darum geht personelle Alternativen aufzuzeigen. Durch die desatröse wirtschaftliche Lage des DSC und die zum Teil tief unterhalb der Gürtellinie verlaufende, unsachliche Stimmungsmache im Umfeld (auch hier!), dürfte es sehr schwer werden geeignetes Personal aufzutreiben. Da werden vor allem Selbstdarsteller, Exkicker und Co aus ihren Löchern kommen. Uli Stein for President?

Pragmatisch und vernünftig handelnde Leute wie z.B. Hr Timmermann tuen sich soetwas nicht an.

Aber da wir hier durch die Bank weg alle vernunftbegabte Demokraten sind, die gemeinsam Arminias Zukunft gestalten wollen, sehen wir uns ja gleich in der Stadthalle. Maulhelden ohne Mitgliedsausweis gibt es hier ja nicht, oder?

Frage an die NW, wieso ist das andere Bielefelder bezüglich des Wahlmodus für den VR besser informiert? Kann es sein dass nach dem Motto, wer gut schmiert der gut fährt,gehandelt wird?
Was die JHV nacher betrifft, ich gehe davon aus, die bekannten Demagogen sowie der Versammlungsleiter werden es schaffen, den Versagern der ehemaligen Kontrollgremien, u.a Brinkmann, Lütkemeier, Lomeier und Co., einen Heiligenschein zu verpassen und der größte Teil der Mitglieder wird in Hosiannarufen ausbrechen. Es wird im Endeffekt in einer im Voraus bereits manipulierten
Wahl des VR enden. Der als Strippenzieher bekannte, selbsternannte Prüsident Brinkmann hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon alles in die Wege geleitet. Die Verabschiedung des Wahlmodus, hinter verschlossenen Türen, spricht doch für sich. Die Demokratie lässt grüßen. Und dann sollen auch evtl. die 3 Konzepte fürs Stadion vorgestellt werden. Merkwürdig, Anfang der Woche wusste man es noch nicht so genau, und die Gespräche mit der Stadt müssten ja auch noch geführt werden. Alles in den paar Tagen schon passiert oder wird wieder getrickst, gekungelt oder gelogen. Wahrscheinlich das Letztere.

wir sollten uns auf jeden Fall den Gefallen tun und niemanden wiederwählen, der bereits im Gremium war (also: Sabine Strathmann, Wolfgang Lohmeier, Peter Garstecki und Rolf Henrichsmeyer). Ebenso sollte niemand gewählt werden, bei dem nicht feststeht, dass irgendeine freundschaftliche oder wirtschaftliche Verflechtung vorliegt. So soll angeblich Arndt Heidrich gut mit dem Präsidiumsmitglied Andreas Mamerow befreundet sein (wie soll da eine verbünftige unvoreingenommene Kontrolle möglich sein?). Gleiches gilt natürlich und erst recht für Thomas Lauritzen, dessen Kandidatur sowieso fragwürdig ist - sah er sich doch bereits bei der letzten JHV genötigt, seine Kandidatur zurückzuziehen. Dass dürfte jetzt nicht anders sein, denn was darf man von einem VerwR erwarten, der Repressalien seines Chefs fürchten muß, wenn ausgerechnet das Präsidium, das er mitgewählt hat dann dafür Sorge trägt, dass sein Chef als Aufsichtsrat abgesetzt wird??? Inwieweit soll so jemand neutral und unvoreingenommen eine Kontrollfunktion gewissenhaft erfüllen können - auch wenn er es noch so beteuert. Denkt daran!!!

@Toronto: noch einmal zur Erinnerung: das jetzige Präsidium hat seine "Lizenz" erhalten, nachdem den Mitgliedern auf der letzten JHV die Satzungsänderung abgepreßt worden war, mit dem Köder, es werde dafür ja der VerwR demokratisch von der Mitgliederversammlung gewählt, der wiederum - sozusagen als verlängerter Arm der Mitglieder - das Präsidium wählt! Wie ist es tatsächlich gelauen? Nach durchgedrückter Satzungsänderung tritt das bisherige Präsidium in windeseile zurück und bevor noch ein Verwaltungsrat gewählt werden kann wird ohne die versprochene Mitgliederbeteiligung eines Präsidium inthronisiert. Fadenscheinige Begründung für die Verschiebung der JHV: angeblich läge noch kein Modell für die Zukunft des Stadions vor, über das eigentlich hätte agestimmt werden sollen! Und heute? Soviel zum Demokratie- und Mitgliederverständnis dieser HERRschaften.

Heute um 14.00 Uhr heisst es durch die Wahl des Verwaltungsrates die Interessen der Mitglieder und Fans unseres Vereins zu stützen.
Schluss, aus und vorbei mit den alten Seilschaften. Neue Köpfe - unbelastet und unabhängig - mit wachem Auge und neuen Ideen müssen her.....



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