Bielefeld (-sg-). Die große Aufholjagd für Arminia Bielefeld in der 2. Fußball-Bundesliga begann für den Tabellenletzten vor 13.000 Zuschauern mit einem 1:1 (0:0) gegen den FSV Frankfurt. Positiv sicherlich, dass die Arminen nach einem Rückstand wieder in die Partie kamen, den Ausgleich durch Baldo Di Gregorio erzielten und die bessere Mannschaft stellten. "Das macht uns Mut, auch wenn es nur ein Unentschieden war", erklärte Arminias Trainer Ewald Lienen.
Arminia setzte mit Romano Joel Denneboom, Sandro Kaiser, Eke Uzoma, Josip Tadic und Dario Vidosic fünf der bisher sechs Einkäufe der Winterpause ein. Der am Freitag präsentierte Galin Ivanov gehörte noch nicht zum Kader. Überraschend saß Routinier Markus Bollmann auf der Bank. Die Innenverteidigung bildeten Marcel Appiah und Markus Schuler.
Der FSV Franfurt hatte den ersten Anstoß im Fußballjahr 2011 in der Schüco-Arena. Die Gäste präsentierten zunächst das aktivere und gefährlichere Team und kamen in der ersten Viertelstunde zu Möglichkeiten durch Sven Müller und Sascha Mölders. Zudem stellten sie in der Defensive die Räume geschickt zu und kontrollierten so die Arminia.
Zwei gelbe Karten gegen Diego Demme (29.) und Romano Joel Denneboom (31.) zeugten davon, dass Arminia etwa 15 Minuten vor der Pause aggressiver zur Sache ging. Die Bielefelder Bemühungen wurden in der 37. Minute fast von Erfolg gekrönt. Josip Tadic kam aus sieben Metern zum Kopfball, Frankfurts Keeper Patric Klandt war schon geschlagen, aber Christian Müller klärte auf der Linie. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff hatte Wunderlich die große Möglichkeit zur Führung für den FSV, doch es ging torlos in die Kabinen.
Gjasula ganz cool zum 0:1
Arminia ging unverändert in die zweite Halbzeit, die mit einem Paukenschlag in Form einer Großchance für Tadic begann. Die Bielefelder machten Druck. Doch dann der Rückschlag. Arne Feick brachte Mike Wunderlich unnötig im Strafraum zu Fall, den Elfmeter verwandelte Jürgen Gjasula ganz cool (53.) - 0:1.
DSC-Trainer Ewald Lienen reagierte und brachte für den glücklosen Romano Joel Denneboom nach einer Stunde Spielzeit den jungen Onel Hernandez. In der 62. hatte Tadic den Ausgleich auf dem Kopf, doch der Ball prallte an den Pfosten. Arminia investierte viel und drängte auf das Remis.
Erdbeben auf der Alm
79. Minute, Erdbeben auf der Alm: Eine Hereingabe von der rechten Seite brachte Tadic per Seitfallzieher Richtung Tor. Das Leder klatschte an die Latte. Baldo Di Gregorio reagierte am schnellsten und staubte per Kopf zum 1:1 ab.
Arminia spielte auf Sieg und und dies in den letzten sieben Minuten in Überzahl. Der eingewechselte Andreas Dahlen hatte Arminias Neuzugang Sandro Kaiser hart zu Fall gebracht und sah dafür die rote Karte.
Doch es blieb bei der Punkteteilung. Arminia Bielefeld hat den erhofften Sieg zum Rückrundenauftakt verpasst, aber Moral gezeigt und neuen Mut im Abstiegskampf gefasst. Dazu passt die Aussage von Arminias Torschützen Baldo Di Gregorio: "Wir haben gut gefightet und super das 1:1 geholt. Darum haben wir heute einen Punkt gewonnen. Jetzt fahren wir mit breiter Brust nach Cottbus und wollen einen Dreier holen."
Noch zehn Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz!
Arminia Bielefeld - FSV Frankfurt 1:1 (0:0)
Bielefeld: Eilhoff - Kaiser, Appiah, Schuler, Feick - Uzoma, Di Gregorio (88. Müller) - Demme (75. Quaner) - Denneboom (60.
Hernandez), Tadic, Vidosic.
Frankfurt: Klandt - Christian Müller, Schlicke, Gledson, Manuel Konrad - Cinaz - Sven Müller (76. Gallego), Wunderlich, Gjasula (87. Heitmeier), Fillinger (69. Dahlen) - Mölders.
Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)
Tore: 0:1 Gjasula (53., Foulelfmeter), 1:1 Di Gregorio (79.)
Zuschauer: 13.006
Rote Karte: Dahlen wegen groben Foulspiels (83.)
Gelbe Karten: Demme (3), Denneboom, Schuler (5) - Mölders (2), Gjasula (3), Klandt
Torschüsse: 13:7
Ecken: 8:2
Fouls: 18:21
Hätte Arminius sich wie ihr vor den Römern in die Hose gemacht hatte er sie nie vertrieben aus dem Teutoburger Wald. Das hier ist Hermannsland und unser Verein heißt ARMINIA beruft euch auf unsere Stärken dann wird es geschehen was wir uns alle so sehr wünschen.