Bielefeld/Cottbus. Der Fußball-Zweitligist DSC Arminia Bielefeld unterlag am Samstagnachmittag beim FC Energie Cottbus 1:2 in einer vor allem in der zweiten Hälfte furiosen Partie.
Insgesamt drei Elfmeter wurden den Cottbussern zugesprochen. Zu Beginn gab es einen frühen Treffer für die Brandenburger: DSC-Torwart Eilhoff stoppte Top-Stürmer Nils Petersen kurz vor dem Tor. Der Armine sah dafür Gelb und griff bei dem anschließenden Strafstoß von Marc André-Kruska in der zwölften Minute hinter sich.
In der ersten Halbzeit dominierten dann die Cottbusser. Die Arminen kamen nicht ins Spiel, die wenigen Überraschungschancen konnte der Verein nicht nutzen. Doch nach der Pause drehten die Bielefelder auf.
Bollmann ist der tragische Mann des Spiels
Kapitän Markus Bollmann glich in der 62. Minute zum 1:1 aus. Wenig später beeindruckte Eilhoff mit einer Glanzparade: Nach einem Handspiel im Strafraum von Dario Vidosic hielt der Torhüter den Elfmeter von Marc-André Kruska. Der Bielefelder Keeper hatte sich für die richtige Ecke entschieden.
Doch der Anschlusstreffer half nicht. In der 78. Minute legte Bollmann den Cottbusser Emil Jula im Strafraum - der dritte Elfmeter für den FC. Bollmann beschwerte sich daraufhin lautstark beim Schiedsrichter, doch der Spielführer war schon vorbelastet. Der Unparteiische verwies ihn mit Gelb-Rot des Feldes. Die Entscheidung für Cottbus erzwang Nils Petersen wieder vom Punkt.
Zwar gaben die Arminen nicht auf, doch mit zehn Mann blieben sie den zweikampfstarken Brandenburgern unterlegen. Neben dem emsigen Torwart Dennis Eilhoff gefiel in der ersten Halbzeit der junge Diego Demme. Schwach spielte Arne Feick, der in seiner Karriere auch schon in Cottbus gespielt hat. Ihm gelang kaum eine Flanke. Auch Geburtstagskind Di Gregorio konnte nicht glänzen. Arminia hängt damit weiterhin im Tabellenkeller fest. Kein Punkt für die Bielefelder am 19. Spieltag.
Eilhoff zumindest mit der Moral zufrieden
Torhüter Dennis Eilhoff war zumindest mit der Moral seines Teams zufrieden: "Drei Elfmeter ist schon eine harte Nuss. Aber sie waren wohl alle berechtigt, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Wir haben aber gut gefightet und dagegen gehalten."
Arne Feick war enttäuscht: "Das ist bitter. Wir haben uns in der Zweiten Halbzeit zurück ins Spiel kämpfen können. Aber nach dem Ausgleich war es wirklich scheiße, dass wir durch strittige Aktionen und die Elfmeter dann wieder in Rückstand geraten sind."
DSC-Trainer Ewald Lienen gibt im Kampf um den Klassenerhalt nicht auf: "Wir haben die ersten 25 Minuten verschlafen. In der zweiten Halbzeit hatten wir Energie aber ganz gut im Griff und unser Tor zum 1:1 war verdient. Diesen Punkt hätten wir auch gerne mit nach Hause genommen, aber es sollte mal wieder nicht sein. Wir haben aber noch Glück im Unglück gehabt, weil die Konkurrenten auch nicht gewonnen haben. Wir treten in der Tabelle auf der Stelle, aber nicht spielerisch." Die Rolle Bollmanns in diesem Spiel bedauerte der Coach: "Das ist tragisch, aber wir müssen damit leben."
Neuer Armine angekündigt
Zum Thema "Verstärkung" sagte Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier, der ebenfalls mit nach Cottbus gekommen war, noch einen Satz in die Mikrofone: "Vor dem Spiel gegen Hertha kommt ein neuer Innenverteidiger nach Bielefeld."
Energie Cottbus - Arminia Bielefeld 2:1 (1:0)
Cottbus: Kirschbaum - Bittroff, Hünemeier, Roger, Ziebig - Kruska - Shao (81. Sörensen), Adlung (63. Kurth), Reimerink (90.+2 Velimir Jovanovic) - Petersen, Jula. - Trainer: Wollitz
Bielefeld: Eilhoff - Kaiser, Appiah, Bollmann, Feick - Uzoma, Di Gregorio - Müller, Demme (46. Ivanov), Vidosic (90. Denneboom) - Tadic (70. Quaner). - Trainer: Lienen
Schiedsrichter: Christian Schößling (Leipzig)
Tore: 1:0 Kruska (13., Foulelfmeter), 1:1 Bollmann (62.), 2:1 Petersen (79., Foulelfmeter)
Zuschauer: 8.100
Gelb-Rote Karte: Bollmann wegen wiederholten Foulspiels (78.)
Gelbe Karten: Kurth (5) - Müller, Eilhoff (3), Ivanov, Quaner (2)
Torschüsse: 26:16
Ecken: 6:5
Fouls: 23:22