Zur aktuellen Situation erreichte uns eine Stellungnahme von DSC-Geschäftfsführer Ralf Schnitzmeier, die wir im Folgenden im Wortlaut veröffentlichen:"Wir stellen hiermit klar, dass unsere Konten keinesfalls – wie heute medial berichtet wurde - gesperrt sind. Richtig ist, dass die Kontokorrent-Finanzierung von unserer Hausbank vorübergehend ausgesetzt wurde. Diese wurde aber auch noch nicht in Anspruch genommen. Da dieses Finanzierungsinstrument Lizenzierungsbestandteil ist, haben wir die DFL selbstverständlich umgehend informiert.
Bisher konnten wir deshalb die März-Gehälter unserer Spieler und aller sonstigen Mitarbeiter noch nicht ausbezahlen. Auch das wurde intern kommuniziert. Bisher habe ich als Reaktion ausnahmslos Verständnis und Vertrauen dahingehend wahrgenommen, dass wir eine kurzfristige, einvernehmliche Lösung des Problems hinbekommen, an der wir selbstverständlich mit Hochdruck arbeiten.
Wir haben absolutes Verständnis für die Reaktion unserer Hausbank. Aufgrund der Tatsache, dass in der vergangenen Woche eine interne Email eines Gremienvertreters öffentlich wurde, in der u.a. die finanziell schwierige Gesamtsituation beim DSC thematisiert wurde, blieb der Bank letztendlich keine andere Wahl.
Wir sind weiter mit Hochdruck dabei, sämtliche Maßnahmen unseres Sanierungskonzeptes abzuarbeiten. Dazu verweise ich inhaltlich auf die gemeinsame Stellungnahme von Wolfgang Brinkmann, Alexander Geilhaupt und mir, die wir gestern abgegeben haben.
In diesem Zusammenhang kann ich nur noch einmal alle Arminia-Mitglieder darum bitten, am morgigen Dienstag für die geplante Stadionausgliederung abzustimmen. Diese ist ein elementarer und äußerst wichtiger Bestandteil unseres Sanierungskonzeptes.
Das Stadion, das sich derzeit in Vereinsbesitz befindet, soll im Rahmen dieses Sanierungskonzeptes in eine externe Gesellschaft ausgegliedert werden. In dieser Gesellschaft soll der Großteil der Verbindlichkeiten, die auf der gesamten Arminia-Gruppe lasten, gesammelt und - bis auf die Bankdarlehen - in Eigenkapital gewandelt werden. Die Schuldenlast der Arminia-Gruppe, die aktuell ca. 27 Mio. € beträgt, würde so von einem auf den anderen Tag um über 20% reduziert werden können, da ca. 5 Mio. € Darlehen in Eigenkapital umgewandelt werden. Das ist ein sehr bedeutender Schritt zum Gelingen des Projektes. Damit sinkt der Schuldenstand wieder unter das Vermögen."