Bielefeld. Ein Ende der Vorstandskrise beim Fußballdrittligisten Arminia Bielefeld liegt in der Luft. Verwaltungsratschef Alexander Geilhaupt, der mit seinem Gremium ein neues Präsidium bestellen muss, bestätigte im Gespräch mit dieser Zeitung, "dass möglicherweise schon zum Saisonauftakt am 23. Juli gegen den VfB Stuttgart II diese Probleme gelöst sein könnten."
Erster und einziger Anwärter auf die Nachfolge von Wolfgang Brinkmann ist Uli Stein. Der ehemalige National-Torhüter, der von 1976 bis 1980 und von 1995 bis 1997 das Trikot der Arminen trug, verriet in deutlichen Worten erstmals seine Vorstellungen, Präsident des DSC Arminia Bielefeld zu werden.
"Noch ist nichts entschieden", sagte der 56 Jahre alte Bielefelder. Gleichwohl bekräftigte er sein Engagement für diese Tätigkeit. "Der Verwaltungsrat hat unsere Bedingungen zu erfüllen" Stein steht somit nicht allein zur Verfügung. Fest zu seinem Team gehören zwei weitere Personen. Namen werde er natürlich noch nicht nennen. "Ich möchte, dass hier unter meiner Regie alles seriös abläuft. Das tut der Sache nur gut." Der ausgeguckte Schatzmeister als Nummer vier im Team habe sich noch eine kurze Bedenkzeit erbeten, sagt Stein. "Er wird sie bekommen." Offen ist dann nur noch die Position des Vize-Präsidenten. "Ihn finden wir auch noch", formuliert der in die Offensive gegangene Chef in spe.
Zum Inhalt der Gespräche mit dem Verwaltungsrat beziehungsweise der künftigen Ausrichtung seiner Politik gab Stein, der unter der Regie von Berti Vogts als Torwarttrainer die Nationalmannschaft Aserbaidschans trainiert, keine Antworten. Stein: "Fakt ist nur, dass unsere Vorstellungen erfüllt werden müssen." Per Anwalt habe das Stein-Team am Montag seine Regierungserklärung protokollieren lassen. Man wisse ja nie, was künftig bei Arminia in den Gremien noch passieren werde, sagt Stein. "In diesem Fall muss alles rechtlich abgesichert sein."
Jetzt ist also Alexander Geilhaupt mit seinem Verwaltungsrat am Zuge, diese zukunftsträchtige Entscheidung zu treffen. Steins Schlusswort: "Je früher die Entscheidung für meine Mannschaft fällt, um so besser ist es. Dann stünde endlich wieder der Fußball im Vordergrund."
Entwarnung gab es gestern für drei angeschlagene Spieler: Die Verletzungen, die sich Gianluca Marzullo, Marc Rzatkowski und Patrick Schönfeld während des Testspiels beim Bielefelder Bezirksligisten VfR Wellensiek (6:0) zugezogen hatten, stellten sich als weniger schwerwiegend heraus als zunächst befürchtet. Das Trio ist wieder fit für das abschließende Vorbereitungsspiel am Sonntag, Anstoß 15 Uhr, geegen den AFC Sunderland in der Schüco-Arena.