Bielefeld. Die Suche nach einem neuen Präsidium beim Fußball-Drittligisten Arminia Bielefeld sorgte für einen unerwarteten Richtungsstreit beim Verwaltungsrat, der laut Satzung des Vereins für die Berufung des Präsidiums zuständig ist.
Am Samstag vor dem Meisterschaftsauftaktspiel der Arminen gegen den VfB Stuttgart II tagte dieses Gremium, in dem die vier Mitglieder Jörn Euscher-Klingenhagen, Michael Lewang, Friedrich Straetmanns und Olaf Köster ihren Vorsitzenden Alexander Geilhaupt vor vollendete Tatsachen stellten.
Dieses Quartett unterstützt die Forderung des ehemaligen National-Torhüters Uli Stein, der eine Veränderung auf der Position des Geschäftsführers als Bedingung für seine Kandidatur stellt. Im Klartext: Nur wenn Ralf Schnitzmeier geht, kommt Uli Stein.
Unruhe durch "personelles Gerede"
Alexander Geilhaupt: "Ich war tief getroffen, da ich von diesen Gesprächen meiner Kollegen nichts wusste und folglich auch nicht eingebunden war." Der in Berlin lebende Unternehmer zeigte sich von diesem Vorgehen enttäuscht. "Unterschiedliche Ansichten gehören zum Geschäft dazu. Ich war bisher der Überzeugung, dass wir auch in kritischen Situationen zusammenarbeiten sollten. Dies muss auch für die Zukunft wieder gelten." In einem Interview mit Radio Bielefeld gab Geilhaupt am Mittwochmorgen bekannt, dass er seinen Vorsitz vorerst ruhen lasse, nicht aber sein Amt im Verwaltungsrat.
Uli Stein war am Dienstag zu einer Stellungnahme nicht erreichbar. Geschäftsführer Schnitzmeier zu diesem Geheimplan: "Es gibt keinen Entlassungsgrund für mich. Ich habe dem Verein schließlich die Lizenz geholt." Gleichwohl bedauerte der 46-Jährige, dass durch "personelles Gerede" erneut Unruhe im Verein aufkommt.
Am Dienstagabend traf sich der Geschäftsführer mit den Vertretern der Abteilungen, um über die künftigen Zuschüsse zu reden. Schnitzmeier: "Bei Arminia herrscht Sanierungszeit. Jeder muss den Gürtel enger schnallen."
Verwaltungsratsmitglied Michael Lewang hielt sich beim Thema "Alleingang im Falle Stein" merklich zurück. "Zu laufenden Gesprächen geben wir keine Wasserstandsmeldungen ab. Es dauert wohl noch zwei Wochen, wenn alles gut läuft."
Alexander Geilhaupt ("Ich bin auch für Uli Stein, allerdings missfällt mir sein Ultimatum") schlägt einen Nominierungsausschuss vor, um die derzeit schwierige Situation zu meistern. "Jeweils drei Mitglieder aus dem Ehrenrat, dem Verwaltungsrat, aus der Wirtschaft und Vertretern der Abteilungen sollten einen Wahlvorschlag machen, um eine breite Zustimmung zu bekommen."
ULI STEIN nimmt das Amt des Präsi. nicht an.....
Das ist hier noch schlimmer, als T-Bones Statements!