Arminia Bielefeld - 1. FC Heidenheim 0:1 (0:1)
Bielefeld (rk). Auch Interimscoach Stefan Krämer konnte die Talfahrt von Fußball-Drittligist Arminia Bielefeld nicht stoppen. Gegen den 1. FC Heidenheim setzte es für den Tabellenletzten mit einem 0:1 (0:1) die fünfte Heimniederlage dieser Saison. Die lauthals angekündigte Offensive der Blauen dauerte vor 5.839 Zuschauern ungefähr eine Viertelstunde an.
In Aufstellung und Spielsystem hatte Krämer ein paar Neuerungen eingeführt. Einige Personalien allerdings waren notgedrungen. Thomas Hübener und Manuel Hornig waren bekanntlich gesperrt. Tim Jerat fehlte wegen Rückenproblemen. Und Stammtorwart Patrick Platins fiel ebenfalls aus, da seine Schulterverletzung einen Einsatz nicht zuließ. Also gab Stefan Ortega im Tor sein Debüt in der Drittligamannschaft.
Interessant war der Blick auf die Tribüne. Dort gaben sich allerlei Ex-Arminen ein Stelldichein. Christian Alder beobachtete im Auftrag von Darmstadt 98 den Bielefelder Gast 1. FC Heidenheim. Auch Ronald Maul und Christian Wück waren da, beide vor nicht allzu langer Zeit als Sportlicher Leiter und Trainer beim damaligen Zweitligisten RW Ahlen erfolgreich tätig. Wück, zuletzt Leiter des Trainingscamps für vertragslose Fußballer, wohnt in Bielefeld und gehört zu den Kandidaten, die als neuer DSC-Trainer gehandelt werden.
In der Anfangsphase machte Arminia die Ankündigung von Krämer wahr. Der Gast wurde früh attackiert: Zwei Balleroberungen, ein Freistoß und eine Ecke waren so in den ersten drei Minuten herausgesprungen.
Der erste Heidenheimer Konter in der 12. Spielminute und beinahe wäre es passiert. Aber Stefan Ortega bestand seine erste Bewährungsprobe gegen den allein auf ihn zustürmenden Routinier Nico Frommer mit Bravour.
Was für eine Chance: Marc Rzatkowski bekam in der 22. freistehend den Ball auf den "richtigen", seinen linken Fuß, zielte aber weit über das Tor. Das hätte das 1:0 sein müssen.
Riesentat von Stefan Ortega
Wer solche Chancen nicht nutzt, wird bestraft: Hatte Marcel Appiah zu Beginn stark verteidigt, da leistete er sich in der 29. einen bösen Querschläger. Seine Kopfballverlängerung in die falsche Richtung eröffnete Nico Frommer eine unverhoffte Chance, die sich der Heidenheimer Neuzugang nicht entgehen ließ - 0:1. "Wenn man sieht, wie wir unser Gegentor kriegen, dann sucht man ein Loch, wo man reinkrabbeln kann", klagte Trainer Krämer.
Und ein weiterer Schock für die Arminia-Fans in der 32. Spielminute: Elfmeter für Heidenheim. Felix Burmeister soll Nico Frommer gefoult haben. Doch eine Riesentat von Stefan Ortega. Der Arminia-Torwartdebütant hielt den Strafstoß von Richard Weil. Der Funke sprang sofort auf die Tribüne über, die Fans feuerten die Arminia begeistert an.
Schrecksekunde für Arminia kurz nach Beginn der 2. Halbzeit: Frommer lupfte den Ball über Ortega, Burmeister klärte auf der Linie per Kopf zur nächsten Heidenheimer Ecke.
Auch nach einer Viertelstunde im zweiten Durchgang brachte der DSC nach vorn nichts mehr zustande. Den Rückstand noch zu egalisieren oder gar in einen Sieg umzuwandeln rückte in weite Ferne. Im Gegenteil: Torwart Ortega musste die Arminen mit seinen Paraden im Spiel halten.
Ein Solo von Fabian Klos in der 77. Minute am Strafraum, abgeschlossen mit einem Drehschuss, flog knapp am Ziel vorbei. Marc Rzatkowski gab kurz darauf freistehend überflüssigerweise noch einmal ab, Przybylko traf anschließend nach Hernandez-Hereingabe den Ball nicht voll.
Die größte Chance auf den Ausgleich gab es in der 86. Minute: Przybylko, Klos, Rzatkowski - eine ansehnliche Kombination brachte den fünften Eckball. Den köpfte Klos aufs Tor, und Bektasi rettete auf der Linie.
Diese Partie war sicherlich keine Empfehlung für Stefan Krämer vom Co- zum Chef-Trainer bei Arminia aufzusteigen. "Ich hab den Fokus nur auf die Jungs gerichtet. Wie es mit mir weitergeht, das ist mir vollkommen egal. Hauptsache die Jungs kommen da unten raus", erklärte der Interimscoach im Interview bei Radio Bielefeld. Arminias Mittelfeldspieler Tom Schütz sprach sich derweil für Krämer aus: "Ich hoffe, dass es mit ihm weitergeht. Im Training und heute auf dem Platz hat man gesehen, dass die Mannschaft lebt."
Arminia Bielefeld - 1. FC Heidenheim 0:1 (0:1)
Bielefeld: Ortega - Hille, Appiah, Burmeister, Schuler (61.
Rahn) - Schütz - Hernandez, Schönfeld (61. Przybylko), Rzatkowski - Krük, Agyemang (56. Klos).
Heidenheim: Lehmann - Schilk, Göhlert, Tausendpfund, Feistle - Wittek (16. Krebs), Weil - Ludwig, Bagceci (72. Bektasi) - Heidenfelder, Frommer (81. Schittenhelm).
Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)
Tor: 0:1 Frommer (29.)
Zuschauer: 5.839
Gelbe Karten: Schönfeld, Hille - Bagceci, Krebs, Frommer, Heidenfelder
Auf den Punkt, genauso sieht es aus.
Moderner und erfolgversprechender Fußball klappt nur mit der nötigen Fitness.
Beispiele hierfür gibt es Genug, z. B. das gestrige Spiel zwischen Hannover und Bremen. Die kommen Freitagnachmittag vom EL-Spiel zurück und gehen gestern volle Pulle das ganze Spiel über. Oder der BVB, jedes Spiel hohes Tempo.
Das A und O ist die Fitness, da klappt dann auch die Laufbereitschaft und somit ein erfolgreiches Spiel.
Daran muß bei Arminia im sportlichen Bereich gearbeitet werden. Mein Vorschlag 14 Tage "Schmerzlake" Kondition Bolzen und erst in den letzten 3 Tagen den Spielern wieder den Ball gönnen.
Kostenfrage: Ganz einfach, da die Spieler bisher nichts geleistet haben für ihr Geld, zahlen sie diese Maßnahme zur Verbesserung ihrer Arbeitskraft, die sie lt. ihrem Arbeitsvertrag ihrem Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen haben, selbst. Normale Arbeitnehmer müssen Weiterbildungsmaßnahmen auch aus eigener Tasche bezahlen, um sich beruflich weiter zu verbessern und immer auf aktuellem Stand zu sein.