Bielefeld (rk). Die derzeit das Vereinsumfeld mal wieder heftig bewegende Frage, ob und wie das Trainerteam verstärkt werden soll, ist beim DSC Arminia nach wie vor unbeantwortet. Zu "kompliziert", sagt Interims-Geschäftsführer Marcus Uhlig, sei die Gesamtsituation beim Drittliga-Tabellenletzten, als dass sich die verbliebenen
Verantwortlichen nun einen weiteren Fehler leisten könnten. Am heutigen Mittwoch werden "definitiv" (Uhlig) Stefan Krämer und Marco Kostmann die Übungseinheit der 1. Mannschaft leiten. Ob das Duo weiter hauptverantwortlich agiert, ob ein neuer Chef (Christian Wück?) hinzu kommt – eine Lösung des zentralen Problems hängt von vielen Faktoren ab, zu denen natürlich auch die prekäre finanzielle Lage des Vereins zählt.
Wie der Sportliche Leiter, Samir Arabi, hält auch Uhlig zwei andere Themenkomplexe derzeit für "fast noch akuter" als die Trainerfrage: Den Fitnesszustand der Mannschaft sowie die Nachverpflichtung von Spielern. "Es kann ja nicht sein, dass unsere Mannschaft regelmäßig nicht zulegen kann, wie jetzt am Samstag gegen Heidenheim, oder gar in der zweiten Halbzeit einbricht, wie bei vielen Spielen zuvor", sagt Uhlig.
"Heithölters Verpflichtung wäre eine gute Sache"
Durch eine "andere Form der Trainingssteuerung" sollen in den knapp zwei Wochen bis zum nächsten Punktspiel (Samstag, 15. Oktober, 14 Uhr bei Kickers Offenbach) die gravierendsten Konditionsmängel behoben werden. Schon früh in der Saison hatte Arabi den damaligen Chefcoach Markus von Ahlen auf dieses Defizit hingewiesen, von Ahlen aber hatte weiter auf die Arbeit von Athletiktrainer Andreas Bäumler vertraut, von dem sich der Verein mittlerweile getrennt hat.
An der Verbesserung des Fitnesszustandes soll "schleunigst gearbeitet" werden , bei der angestrebten personellen Verstärkung des Teams sind die eigenen Möglichkeiten begrenzt. "Die Verpflichtung von Philipp Heithölter wäre eine gute Sache", sind Uhlig und Arabi überzeugt. Aber, siehe oben, wegen der angespannten Finanzlage muss erst noch "eine Lösung gefunden werden, die allen Problemfeldern gerecht wird".
Die Hoffnung der Arminen: Käme Heithölter zurück zum DSC, würde Tim Jerat wieder fit, dann sähe es bis zum Offenbach-Spiel personell besser aus – egal, wie dann der Trainer heißen mag.