Bielefeld. Die wichtigste Nachricht zuerst: "Der Pleitegeier kreist nicht mehr über Arminia Bielefeld", formulierte Schatzmeister Hermann Richter vor 162 Mitgliedern im Rahmen der Jahreshauptversammlung, die im Business Club in der Haupttribüne der Schüco-Arena stattfand.
Diese frohe Botschaft wurde mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen. Eine völlige Entwarnung der aktuellen finanziellen Schieflage kann aber dennoch nicht gegeben werden. "Künftig muss noch mehr gespart werden", verkündete Präsident Jörg Zillies. "Wir müssen mit dem auskommen, was wir haben. Hauruck-Aktionen wie in der Zweitliga-Abstiegssaison, als gleich dreimal sehr viel Geld für neue Spieler ausgegeben wurde, wird es nicht mehr geben. Sie haben nichts gebracht."
Vor zwei Jahren betrug der Umsatz des DSC Arminia noch 25 Millionen Euro. "In diesem Geschäftsjahr werden es nur sieben Millionen Euro sein", verriet Zillies. Die Sicherung des Spielbetriebes nimmt für den DSC-Chef daher die Prioritätsstufe eins ein. "Wir brauchen noch eine bestimmte Summe, um die Saison durchspielen zu können", sagte der Präsident. Die Kosten sind wieder einmal höher als die Einnahmen.
Kompromiss angenommen
Dieses Loch soll aber nicht wie früher immer üblich durch zusätzliche Darlehensaufnahmen gestopft werden. "Das Mittel kann nur eine Kapitalerhöhung sein", argumentierte Zillies. 2,490 Millionen Euro sollen durch Investoren aufgebracht werden. Einige Kritiker unter den DSC-Mitgliedern befürchten einen zu großen Einfluss eines einzigen Investors. Ein Kompromissvorschlag, die maximale Summe durch einen Investor auf 1,5 Millionen Euro zu beschränken, fand schließlich die Mehrheit des Plenums.
Eine langfristige Perspektive bei der Konsolidierung der Finanzen soll die Stadiongesellschaft bringen, in die die Immobilien (Schüco-Arena) und die Verpflichtungen aus Darlehen des e. V. übertragen werden, um die Voraussetzung für die Beteiligung Dritter und die Umwandlung von Verbindlichkeiten in Eigenkapital zu ermöglichen und frisches Geld in die Kasse zu bringen. "Ohne die Belastung des Stadions ist der e. V. in der Zukunft lebensfähig", sagte Torben Oestreich, Steuerberater des DSC Arminia Bielefeld.
Der e.V. (eingetragene Verein) verzeichnete zum Stichtag 30. Juni 2011 Verbindlichkeiten in Höhe von 30,4 Millionen Euro. Die Miesen bei der KGaA ergaben 17 Millionen Euro. Der aktuelle Schuldenstand der Gesamtgruppe Arminia belief sich nach innerbetrieblichen Verrechnungen auf 27 Millionen Euro – Tendenz fallend. Hierbei handelt es sich unter anderem um Darlehensschulden bei Banken in Höhe von rund 13 Millionen Euro.
Richter: "Da die Schüco-Arena über einen Buchwert von 25 Millionen Euro verfügt, kommen wir zu einem ausgeglichenen Verhältnis, wenn etliche Darlehen in Eigenkapital umgewandelt werden. Dann sieht es gut aus."
Die letzten Jahre waren schon heftig, die Abstiege im sportlichen Bereich, und im besonderen das versagen der Personen,die eigentlich positiv für Arminia im Vorstand tätig sein sollen, hatten nur ihre Eitelkeit im Sinn.
Jetzt aber kann man als Armine, wirklich einmal mit Zuversicht ins neue Jahr zu gehen, weil es einen noch kleinen, aber stetigen sportlichen Erfolg gibt,
bei dem es wieder Spaß macht auf die Alm zu gehen, danke dafür an die Mannschaft, und vorallem den Trainer !
Was aber genauso wichtig ist, das Arminia wieder einen Vorstand hat, der Probleme erkennt, und versucht sie mit Weitsicht, Herz und Verstand zu lösen, ohne die Fehler der Vergangenheit neu zu begehen.
Mit Zuversicht ins neue Jahr, hat es für uns Arminen schon lange nicht mehr gegeben, genießen wir die Zeit. Frohe Weihnachten.