Bielefeld. Der Himmel hängt voller Wolken. Es ist nasskalt. Stefan Krämer lächelt trotzdem. Arminias Trainer versprüht Optimismus und scheint selbst nach 90 Minuten intensiven Trainings noch voller Tatendrang zu stecken. "Ich habe ein gutes Gefühl", sagt er vor dem Heimspiel gegen Jahn Regensburg am Samstag, Anstoß 14 Uhr, in der Schüco-Arena.
Lizenzierung
- Bis zum 1. März legen die Arminen beim DFB im Zuge des Lizenzverfahrens 2012/13 eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben vor.
- "Die richtige Arbeit", so Geschäftsführer Marcus Uhlig, finde anschließend statt. Dann müsse der Klub bis Juni auf mögliche Nachbesserungswünsche des DFB reagieren und die Etataufstellung mit konkreten Verträgen belegen.
Mit einer "extrem offensiv ausgerichteten Mannschaft" will Krämer die Partie angehen. Auch wenn der Gegner zu den Spitzenteams der Liga zählt, soll es keine zurückhaltende Arminia geben. "Wir wollen die Zuschauer mit einem Heimsieg belohnen", betont Marc Rzatkowski. Wenn der Mittelfeldantreiber das sagt, klingt es ein wenig wie der Wunsch nach Wiedergutmachung. Die Spieler wissen, dass sie in den beiden ersten Heimspielen des Jahres nicht überzeugen konnten. Immerhin gab es gegen Darmstadt einen glücklichen 3:2-Erfolg. Gegen Regensburg soll es nun auch spielerisch passen. "Unser Gegner ist gut, aber wir haben die bessere Mannschaft", gibt sich Rzatkowski selbstbewusst.
Krämer hat die freie Wahl
Offenbar hat die Bochumer Leihgabe – in Vertragssachen gibt es "nichts Neues" (Rzatkowski) – den selben Eindruck von der Trainingswoche wie ihr Chef. "Wir haben gut gearbeitet. Und meistens haben wir so gespielt, wie wir trainiert haben", sagt Stefan Krämer. Die personelle Situation dürfte den Arminen in die Karten spielen. Krämer hat die freie Wahl – mit einer Ausnahme. Innenverteidiger Manuel Hornig muss wegen der fünften Gelben Karte pausieren. "Es läuft wohl auf Felix Burmeister hinaus", sagt Krämer. Weitere Details verrät er nicht. Die letzten Plätze werde er gedanklich am Freitagabend vergeben.
Ein Telefonat, das er regelmäßig rund um die Spieltage führt, fällt dieses Mal aus – das mit seinem Freund, dem Regensburger Trainer Markus Weinzierl. "Wir haben beim Fußball-Lehrerlehrgang nebeneinander gesessen und quasi voneinander abgeschrieben", sagt Krämer. Bleibt abzuwarten, ob Weinzierl seinen Kumpel Krämer auch ohne Telefonat durchschaut.