Bielefeld. Achtungserfolg gegen den Aufstiegsfavoriten: Fußball-Drittligist Arminia Bielefeld hat Jahn Regensburg am Samstag ein verdientes 1:1-Remis abgetrotzt. Die Hausherren gingen vor rund 6.300 Zuschauern in der heimischen Schüco-Arena durch einen Sonntagsschuss von Patrick Schönfeld (50.) in Führung, wenig später gelang Thomas Kurz (61.) per Kopfball der Ausgleich. Hauptdarsteller in vielen Szenen war Schiedsrichter Sascha Stegemann, der mit Fehlentscheidungen maßgeblich zum über weite Strecken hektischen und zerfahrenen Spiel beitrug.
Dabei begann der DSC die Partie forsch: Über Fabian Klos und Marc Rzatkowski machten die Bielefelder von Beginn an Druck in der Offensive. Die Regensburger Abwehr präsentierte sich jedoch sattelfest und ließ kaum Chancen zu. Lediglich Rzatkowski (20.) kam mit einem schönen Schlenzer gefährlich vor das Gehäuse der Bayern. Aber Keeper Michael Hofmann lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über das Tor. Kurz vor der Halbzeitpause hatte dann auch der bis dahin enttäuschende Tabellendritte eine dicke Möglichkeit zur Führung, als Mahmut Temür nach schönem Pass von der rechten Seite aus kurzer Distanz scheiterte. "Wir haben brutal viel investiert, so gut wie nichts zugelassen gegen eine Spitzenmannschaft und richtig gut Fußball gespielt", resümierte Arminias Trainer Stefan Krämer die erste Halbzeit.
Auch in die zweiten 45 Minuten startete seine Mannschaft ordentlich und setzte sich sofort in der gegnerischen Hälfte fest. Zwingende Tormöglichkeiten blieben aber Mangelware - bis Patrick Schönfeld sich 25 Meter vor dem Tor ein Herz fasste und den Ball aus halblinker Position an den Innenpfosten hämmerte. Von dort prallte das Leder zur verdienten Führung in die Maschen - die Schüco-Arena tobte.
Der Treffer für den DSC weckte die lethargischen Gäste auf. Stück für Stück verlagerte die Elf von Coach Markus Weinzierl die Partie Richtung Bielefelder Strafraum. Zehn Minuten nach dem Führungstreffer netzte Thomas Kurz nach einem Eckball schließlich per Kopf zum 1:1 ein. Wieder ein Gegentreffer nach einer Standardsituation, haderte Coach Krämer: "Dabei haben wir Standards so viel trainiert, dass die Spieler eigentlich Kopfweh haben müssten."
Jahn zeigte nach schwachen ersten 60 Minuten jetzt die reife Spielanlage, die ihnen Platz drei in der Tabelle gesichert hat. Selcuk Alibaz (70.) und Jim-Patrick Müller (82.) hatten während der Drangphase weitere Chancen. "Zugegeben, am Ende ging uns ein wenig der Saft aus", so Krämer. Aber auch sein DSC blieb mit Einzelaktionen gefährlich: Johannes Rahn traf per Drop-Kick nach Kopfballablage von Rzatkowski noch den Außenpfosten.
Buhmann der Partie war besonders bei den Bielefeldern Schiedsrichter Stegemann, der alle kniffligen Situationen zu Ungunsten der Gastgeber auslegte. Durch die kleinliche Regelauslegung kam besonders in der zweiten Hälfte kaum Spielfluss auf. Das Schiedsrichtergepann wurde schließlich mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabinen verabschiedet. "Zum Unparteiischen werde ich mich nicht äußern", meinte Krämer vielsagend.
Nach dem 26. Spieltag liegt der DSC mit 30 Punkten auf Tabellenplatz 13. Regensburg bleibt Dritter. Nächster Gegner für den DSC ist am Dienstagabend um 19 Uhr im Nachholspiel der SV Wehen.
Arminia Bielefeld - Jahn Regensburg 1:1 (0:0)
Bielefeld: Ortega Moreno - Dennis Riemer, Hübener, Burmeister, Schuler (69. Appiah) - Schütz - Johannes Rahn, Heithölter (46.
Jerat), Rzatkowski, Schönfeld (89. Hernandes) - Klos
Regensburg: Michael Hofmann - Philp, Laurito, Neunaber, Nachreiner - Hein, Schlauderer - Jim-Patrick Müller (83. Binder), Temür (46. Kurz), Klauß (62. Alibaz) - Kialka
Tore: 1:0 Schönfeld (51.), 1:1 Kurz (62.)
Zuschauer: 6.327
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)
Gelbe Karten: Heithölter, Schuler - Hein, Klauß
aufsteigen. 3. Liga ist auf Dauer unser sicherer Untergang.