Bielefeld (pep). Ob Heim- oder Auswärtsspiel: Für Stefan Krämer gilt stets die gleiche Devise. "Wir wollen mutig, offensiv und aggressiv auftreten", sagt der Arminen-Trainer vor der heutigen Nachholbegegnung seiner Mannschaft bei Wehen-Wiesbaden, Anstoß 19 Uhr (Live-Ticker in nw-news.de).
Ob das Spiel allerdings tatsächlich angepfiffen wird, ist derzeit noch unklar. Auf der Internetseite des SV Wehen-Wiesbaden heißt es, dass ein Kurzschluss die Flutlichtanlage des Stadions außer Kraft gesetzt hat. Dies sei Montagvormittag bei einer Routineprüfung aufgefallen - Techniker seien damit beschäftigt, das Problem zu lösen. Der DFB sei bereits informiert worden. Ob das Spiel um 19 Uhr angepfiffen wird oder nicht, wird möglicherweise erst am Nachmittag entschieden.
Die Gastgeber profitieren davon, dass die zuletzt gesperrten Stammkräfte Nico Herzig und Benjamin Hübener wieder zur Verfügung stehen. "Von den Namen her ist Wehen die am besten besetzte Mannschaft der Liga und die mit dem größten Etat. Das spiegelt sich allerdings nicht in den Punkten wider", sagt Stefan Krämer.
Nach der 0:4-Schlappe gegen Sandhausen erwartet der DSC-Coach vom Gegner eine Trotzreaktion: "Darauf müssen wir vorbereitet sein und dagegen werden wir uns mit aller Macht stemmen."
Große Änderungen gegenüber dem 1:1 vom Samstag gegen Regensburg sind nicht zu erwarten – weder bei der taktischen Ausrichtung, noch personell. Sehr wahrscheinlich wird Manuel Hornig wieder in die Vierer-Abwehrkette rücken. Alexander Krük steht nach überstandenem Infekt wieder im Kader, während Tim Jerat wegen eines Faserrisses in der Wade erneut längere Zeit ausfällt. Auch wenn die Distanz zum ersten Abstiegsplatz acht Punkte beträgt, sieht Krämer "hinter uns nicht so viel Luft, dass wir das Thema abhaken könnten".
Ein Erfolg in Wiesbaden wäre hilfreich, auch was die Planungen angeht.
Arminias sportlicher Leiter Samir Arabi, Stefan Krämer und Marco Kostmann beschäftigen sich schon intensiv mit dem Kader für die nächste Saison. "Die Trainerkonstellation bleibt so. Möglicherweise kommt noch jemand dazu", sagt der aktuelle und künftige Chefcoach der Arminia. Ein Anforderungsprofil für potenzielle Neuzugänge haben die Verantwortlichen aufgestellt. Es gebe auch schon Kontakte zu einigen Wunschkandidaten, bestätigt Krämer.
Da der Etat für den Profibereich erneut gekürzt werden soll, "werden wir nicht auf große Einkaufstour durch das Land ziehen", meint Krämer. Ob der Trainer seine Wunschspieler bekommen wird, bleibt demnach abzuwarten, "denn die Konkurrenz schläft nicht", so Krämer.