Bielefeld. Leistungssteigerung ja, aber zu drei Punkten hat es wieder nicht gereicht: Fußball-Drittligist Arminia Bielefeld hat am Samstag gegen Wacker Burghausen ein verdientes 2:2-Remis geholt. Die Schützlinge von Trainer Stefan Krämer gingen in einer unterhaltsamen ersten Hälfte durch Marcel Appiah (8.) und Fabian Klos (11.) früh in Führung, ehe die Gäste dank eines Doppelschlags von Sebastian Glasner (19., 22. Foulelfmeter) wieder in die Partie fanden.
Nach der Pause hatten beide Mannschaften ihr Pulver verschossen und neutralisierten sich weitgehend. "Läuferisch und kämpferisch haben meine Jungs alles aus sich rausgeholt, und das nach fünf Spielen in 16 Tagen - ich bin stolz auf die Truppe", resümierte Coach Krämer die Partie.
Arminia begann vor 6.700 Zuschauern in der heimischen Schüco-Arena furios: Vom Anstoß weg setzten die Ostwestfalen die Gäste unter Druck. Zweikampfstark, spielfreudig und mit enormem Zug zum Tor präsentierte sich die Krämer-Elf. Die offensive Gangart machte sich sofort bezahlt: Marcel Appiah (8.) per Flachschuss und Fabian Klos (11.) per Kopf brachten den DSC nach einem Blitzstart 2:0 in Führung.
Krämer: "Müssen stabiler werden"
Die Reaktion von Wacker ließ nicht lange auf sich warten: Ein Stellungsfehler von Markus Schuler begünstigte eine butterweiche Flanke von der linken Seite, die Burghausens Sebastian Glasner (19.) zum Anschlusstreffer in die Maschen bugsierte. "Wir waren extrem gut im Spiel, und dann bringt ein misslungener Abschlag von Stefan Ortega die Mannschaft sofort ins Wackeln - da müssen wir einfach stabiler werden", ärgerte sich Krämer.
Nur drei Minuten später war es erneut Glasner, der den Ausgleich per Elfmeter markierte. Vorausgegangen war eine Attacke von Patrick Schönfeld an einem Gäste-Akteur, die Schiedsrichter Malte Dittrich als Foul auslegte. Die Fans waren empört, Krämer sah es ähnlich: "Zumindest eine sehr fragwürdige Entscheidung."
Burghausen blieb auch nach dem 2:2 am Drücker. Ständiger Unruheherd in der Bielefelder Defensive war Wackers Offensivmotor Youssef Mokhtari, der bis zum Seitenwechsel zwei Mal aus aussichtsreicher Position knapp verzog. Auch der bullige Matthias Heidrich machte Arminias Innenverteidigung zu schaffen, der Pausenpfiff kam für die Ostwestfalen gerade recht.
In der zweiten Halbzeit nur wenig Spielfluss
In den zweiten 45 Minuten schalteten beide Teams einen Gang herunter. Kaum noch schöne Kombinationen über mehrere Stationen, wenig Spielfluss, viel Stückwerk. Die beste Möglichkeit vergab Fabian Klos (58.), als er freistehend einen flachen Querpass am zweiten Pfosten knapp neben das Tor schob. Zwar arbeitete Arminias Sturmduo viel, aber Klos und besonders Eric Agyemang blieben bis zum Schlusspfiff glücklos. Auch die Gäste zeigten nur noch selten zwingende Aktionen, DSC-Keeper Stefan Ortega war über weite Strecken auch in der Schlussphase beschäftigungslos.
Mit 33 Punkten auf dem Konto schiebt sich der DSC nach dem Remis in der Tabelle auf Rang zwölf vor. Die Gäste aus Bayern bleiben weiterhin Fünfter. Als nächstes steht für Arminia eine Auswärtsfahrt nach Saarbrücken an, ehe in zwei Wochen Preußen Münster zum Schlagerspiel nach Bielefeld anreist.
Arminia Bielefeld - Wacker Burghausen 2:2 (2:2)
Bielefeld: Ortega Moreno - Appiah, Hübener, Hornig, Schuler -
Schütz - Schönfeld (64. Johannes Rahn), Rzatkowski (78. Hille),
Heithölter - Klos, Agyemang (84. Kullmann). - Trainer: Stefan Krämer
Burghausen: Vollath - Burkhard, Aupperle, Cinar, Chaftar -
Eberlein (64. Maximilian Thiel), Heidrich - Holz, Mokhtari (70.
Senesie), Maurice Müller (53. Adler) - Glasner. - Trainer: Reinhard
Stumpf
Schiedsrichter: Malte Dittrich (Bremen)
Tore: 1:0 Appiah (8.), 2:0 Klos (12.), 2:1 Glasner (19.), 2:2
Glasner (23., Foulelfmeter)
Zuschauer: 6.740
Gelbe Karten: Rzatkowski, Schuler, Hornig - Aupperle, Senesie,
Adler