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26.03.2012
Arminia Bielefeld kassiert unnötige 1:2-Niederlage in Heidenheim nach Schütz-Fehler
Druck im Kessel
VON JÖRG FRITZ

Die Schrecksekunde | FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Heidenheim. Arminia Bielefeld steckt wieder mitten drin im Abstiegskampf. "Wir stehen bis zum Saisonende vor sieben Endspielen", beschreibt Trainer Stefan Krämer die aktuelle Situation nach der 1:2 (0:1)-Niederlage vor 7.100 Zuschauern in Heidenheim. Der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz hat sich auf nur noch drei Punkte reduziert.

Dass die Arminen in diese Bredouille geraten sind, ist höchst fahrlässig auf eigene Unzulänglichkeiten zurückzuführen. Wie schon vor einer Woche beim Derby gegen Preußen Münster sorgte ein fataler Fehler in der Nachspielzeit für blankes Entsetzen. In beiden Szenen spielte der sonst so zuverlässige Tom Schütz die Hauptrolle. Ein vertendelter Ball von ihm führte schließlich zum 2:2-Ausgleich für die Preußen.

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Am Samstag in Heidenheim war die Situation in der 90. Minute ähnlich. Schütz spielt den Ball nicht schnell genug ab, von Florian Krebs prallt der Ball zu Marc Schnatterer, dessen Zuspiel der eingewechselte Bastian Heidenfelder zum 2:1-Siegtreffer verwertet. Die Führung für die Gastgeber hatte Alper Bagceci (22.) erzielt, Fabian Klos (50.) mit seinem zehnten Saisontor den Ausgleich besorgt.


Die Mienen der Arminen nach diesem neuerlichen Malheur sprachen Bände. Die Enttäuschung, aber auch sicherlich die Angst vor noch schlimmeren sportlichen Ereignissen spiegelte sich in ihren Gesichtern wider. "Das war der zweite Nackenschlag innerhalb von acht Tagen. Wir haben drei Punkte verschenkt", fasste Krämer die 90 Minuten zusammen. Das Gute sei aber, so der 45 Jahre alte Fußballlehrer, dass sie alles in ihrer Hand hätten. "Wir sind nicht auf Schützenhilfe anderer Klubs angewiesen. Deshalb schaffen wir den Klassenerhalt auch aus eigener Kraft."

Am Sonntagmorgen war der Schock bei den Spielern immer noch sehr groß. Vor allem Tom Schütz hatte schwer mit seinen zwei unglücklichen Aktionen zu kämpfen. Krämer: "Ich habe mit ihm 45 Minuten zusammen gesessen und ihm gelungene Video-Szenen aus der Vergangenheit vorgeführt. Daran muss er sich wieder erinnern."

Bei der heimstärksten Mannschaft der 3. Liga zeigten die Ostwestfalen, bei denen Patrick Platins für Stefan Ortega im Tor stand und Stefan Langemann sein Debüt in der Start-Elf feierte, zwei Gesichter. In der ersten Halbzeit war Arminia spieltechnisch eine große Enttäuschung. Das Fehlen von Mark Rzatkowski (5. Gelbe Karte) und Johannes Rahn (Wadenverletzung) machte sich stark bemerkbar. "In der zweiten Halbzeit waren wir dominant", meinte der Trainer. "Nach dem Ausgleich waren wir dem Sieg sogar ein wenig näher als die Gastgeber."

Die Punktausbeute aus den vergangenen Wochen ist für den DSC-Trainer jedoch unbefriedigend. 2012 hat seine Mannschaft noch nicht wieder zu der Form des vergangenen Herbstes gefunden. Nur elf Zähler holte Arminia aus den zehn Begegnungen seit dem Ende der Winterpause im Januar. "Jetzt ist vor dem Offenbach-Spiel am Samstag in der Schüco-Arena Druck im Kessel", umreißt Krämer den Stand der Dinge. "Wir müssen gewinnen. Nur drei Punkte können unsere Zielsetzung sein." Revidiert hat Krämer auch die mögliche Punktzahl für den Klassenerhalt. "45 müssen es wohl sein." Dies bedeutet, dass Arminia aus den verbleibenden sieben Spielen noch acht Zähler für den Klassenerhalt benötigt.

1. FC Heidenheim - Arminia Bielefeld 2:1 (1:0)

Heidenheim: Lehmann - Malura, Göhlert, Krebs, Feistle - Wittek, Christian Sauter (46. Tausendpfund) - Bagceci, Schnatterer - Sailer (71. Frommer), Thurk (71. Heidenfelder)
Bielefeld: Platins - Appiah, Hübener, Hornig, Krük - Schütz - Hille, Schönfeld (78. Kullmann), Heithölter, Langemann (63.
Burmeister) - Klos (73. Agyemang)
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen)
Tore: 1:0 Bagceci (22.), 1:1 Klos (51.), 2:1 Heidenfelder (89.)
Zuschauer: 7100
Gelbe Karten: - Heithölter, Hornig, Agyemang, Krük

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Kommentare
@Sparbier um 23.48h: Beiträge wie der Ihrige werden nicht nur von Mitarbeitern des Herrn Weber gelesen, auch andere potentielle Sponsoren machen sich so ihre Gedanken über das von Ihnen (und anderen) Geschriebene: da Sie - und andere - es offensichtlich immer noch nicht realisiert haben: ohne Hern Weber wäre Arminia längstens in der Versenkung verschwunden. Und deshalb beantworten Sie mir die einfache Frage: würden Sie Arminia mit Ihrem eigenen versteuerten Kapital sponsern, wenn Sie damit rechnen müßten, zum Dank dafür auch noch öffentlich kritisiert bzw. an den Pranger gestellt zu werden? Nichts anderes aber machen Sie, wenn Sie die, die Arminia (immer noch) mit Kohle unterstützen, sogar unter Nennung der Person "anbaggern". Sie sägen am Ast, auf dem Arminia sitzt. Wahrlich, eine klasse Taktik, oder um es fußballerisch auszudrücken: ein (saudummes) Eigentor!

Danke, Herr Weber! Seit Sie den Laden führen, geht es wirklich bergauf! Gut, dass wir die Profis rangelassen haben! Wer die Kapelle bezahlt, soll auch bestimmen, welche Musik gespielt wird! Halleluja!

P.S.: Der Sicherheitscode, den ich hier eingeben soll, lautet SWBAD - kein Witz.

Das ist schon sehr nervig, zweimal hintereinander in der letzten Minute einen Gegentreffer sich einzufangen. Einmal kann es schon mal passieren aber direkt ein zweites Mal... das ist schon mehr wie Unvermögen !! Warum drescht man den Ball nicht aus dem Strafraum gg Mxxxer, genauso dieser dämlich geschossener Freistoß jetzt, und ALLE stehen auch noch vorne...Also bitte, Danke für Nichts !!

Mensch, liebe Leute , seid doch einfach nur froh !
Letzte Saison sollten z.T. armselige, komplett überforderte Billigspieler aus Liga 4 und 5 den Klassenerhalt in Liga 2 schaffen.... ein Ding der absoluten Unmöglichkeit !
Die wenigen Personen , die diese Situation schon frühzeitig erkannt haben - die dies, in diesem Forum auch häufig, nicht zuletzt auch sehr adäquat, kritisch und distanziert, geäußert haben, wurden doch gnadenlos niedergemacht ! ("Schwarzmaler"..etc.etc.)
Mit diesem ähnlichen , unglaublich schlechten , billigen Spielermaterial versucht man bei (unserer) Arminia nun den Klassenerhalt in Liga 3 zu schaffen !
Einige in good old Bielefeld, besonders bei Arminia , nennen soetwas tatsächlich Konsolidierungskurs .....!
Der Handballfan Dr. Zillies , sowie seine handlangernden Ultra-Fussballexperten ...( wie heißen die noch gleich ?) scheinen überhaupt keine Ahnung vom professionellen Fussball zu haben...
Ich glaube allerdings nur eins :
Einen besseren, billigeren , netteren Positiv-Trainer, wie Stefan Krämer, wird ARM Bielefeld nie mehr bekommen !

Diesen zu kritisieren ist lächerlich !
Da lege ich mich fest !
Würdigt wenigstens diesen netten Menschen, ihr (...) !

Dies mußte mal, nach 20 Jahren, .......
.... RAUS!

Das Gegentor in der letzten Minute geht mindestens zu gleichen Teilen auf Heithölters Konto. Erst dieser schwache Freistoss, aus dem die Situaton überhaupt erst entsteht. Und dann sein Hintertraben über 30m. ohne in irgendeiner Weise einzugreifen, aus Angst vor den Konsequenzen.
Schütz und Heithölter haben in dieser Situation technische Mängel dargelegt. Heithölter zusätzlich Egoismus und null Teamgeist.
Schütz mit dieser Überschrift als Verantwortlichen für die Niederlage darzustellen ist absolut unsachlich liebe NW.



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