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08.12.2012
Arminia dreht 0:2-Rückstand
Arminia Bielefeld - Dortmund II 4:2 (1:2)

Zweifacher Torschütze | FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Bielefeld (-sg-). Zwei unterschiedliche Halbzeiten sahen die 7.598 Zuschauer am Samstagnachmittag in der Bielefelder Schüco-Arena. Arminia wachte erst nach einem 0:2-Rückstand auf und drehte die Partie in der zweiten Hälfte zum 4:2 (1:2)-Endstand. Trotz des Sieges muss sich Arminia vorerst mit der Rolle als Verfolger des Spitzen-Trios abfinden, da Karlsruhe mit 2:1 beim Halleschen FC gewann.

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Die Tabelle

Gleich drei Akteure aus der Viererkette fehlten Arminias Coach Krämer. Burmeister ist gelb-gesperrt, Hornig rot-gesperrt und Riemer fällt mit seinem Kreuzbandriss aus. So gab es viele Zuordnungsprobleme in der ersten Halbzeit bei Arminia Bielefeld in der Defensive - bei der nötigen Umstellung vielleicht nicht verwunderlich - und keine Sicherheit im Aufbauspiel.


So wurde der DSC gleich in der 12. Minute kalt erwischt, als Jonas Hofmann die Führung für die Gäste erzielte. Vorausgegangen war ein guter Angriff der Borussia über Hornschuh, der den Ball flach auf den linken Pfosten brachte. Hübener spritzte dazwischen und wollte klären, doch legte er für Hofmann auf, der von rechts herangerauscht kam und nur noch einnetzen musste.

Damit nicht genug. In der 29. Minute ein weiteres Tor für Borussia Dortmund II, 0:2 durch Bálint Bajner. Ein Freistoß von der rechten Außenbahn kam mustergültig auf den Kopf von Bajner, der den Ball gegen die Laufrichtung von Platins in den Maschen unterbrachte.

Dortmunds Keeper übermütig

Über weite Strecken war es im ersten Durchgang eine sehr einseitige Partie, in der am Spiel der Dortmunder lediglich die Chancenverwertung und der Übermut von Zlatan Alomerović zu bemängeln bleibt. Der Keeper der Schwarz-Gelben wagte sich in einigen Szenen sehr weit vor das Tor, was im Endeffekt für den Anschlusstreffer der Arminia in der 35. durch Johannes Rahn sorgte.

Die Situation war völlig ungefährlich vor dem Sechzehner, als Meißner unglücklich abwehrte und feststellen musste, dass sein Keeper neben ihm an der Sechzehnergrenze stand. Rahn erwischte das Leder und lief damit auf das leere Tor zu.

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Arminias Trainer Stefan Krämer musste in der Halbzeitpause die richtige Ansprache gefunden haben, denn seine Mannschaft kam wie verwandelt aus der Kabine. Die entscheidende Szene für die Wende in der Partie spielte sich in der 51. ab: Rote Karte für Leonardo Bittencourt. Schütz war hart in den Dortmunder Ideengeber reingegrätscht. Bittencourt verlor die Fassung und ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen. Die rote Karte war absolut vertretbar, für das Foul hätte der Bielefelder aber auch mindestens gelb sehen müssen.

Gegen zehn Dortmunder drehten die Bielefelder die Partie. In der 69. der Ausgleich: Der ballführende Klos ging auf den gegenerischen Sechzehner zu, Hornschuh konnte nicht entscheidend klären und Alomerović war wieder so weit vor dem Kasten, dass Klos an ihm vorbei an den linken Innenpfosten spielte, von wo aus der Ball ins Tor kullerte.

Und wieder war es Fabian Klos, der in der 74. die Führung erzielte. Ein langer Ball landete bei Salger an der Torauslinie, der schön zurücklegte auf Klos und der netzte per Kopf ein. Mit 13 Saisontreffern ist Klos nun Spitzenreiter in der Torschützenliste.

Doch auch damit nicht genug. Das 4:2 und damit die Entscheidung erzielte in der 81. der eingewechselte  Christian Müller, der gegen den herauslaufenden Alomerović einschob. Kurios der Torjubel von Müller. Er rannte auf die Bank, setzte sich hin, zog das rote Leibchen der Auswechselspieler über, stand auf und schmiss das Leibchen weg. Da hatte sich wohl einiger Frust angesammelt.

Arminia Bielefeld - Borussia Dortmund II 4:2 (1:2)

Arminia Bielefeld: Platins - Hille, Appiah, Hübener, Salger - J.
Rahn (80. Lorenz), Schütz, Jerat, Schönfeld (75. C. Müller) - Testroet (86. Agyemang), Klos
Borussia Dortmund II: Alomerovic - Hornschuh, Günter, F. Hübner (13. Meißner), Halstenberg - Fring, Demirbay - J. Hofmann, Benatelli (55. Durm), Bittencourt - Bajner (89. Treude)
Schiedsrichter: Marcel Göpferich (Bad Schönborn)
Zuschauer: 7.598
Tore: 0:1 J. Hofmann (12.), 0:2 Bajner (29.), 1:2 J. Rahn (34.), 2:2 Klos (70.), 3:2 Klos (74.), 4:2 C. Müller (82.)
Gelbe Karten: Hornschuh, Fring
Rote Karte: Bittencourt (52./Tätlichkeit) 

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Kommentare
@Horst52: Von Bewunderung kann keine Rede sein. Ich sehe nur den Großteil der Spiele und sehe, dass Klos klasse Fähigkeiten darin hat, den Ball zu behaupten, dabei Zug zum Tor zu entwickeln und einen guten Abschluß hat. Dass er Luft nach oben hat, sieht man allerdings auch in manchem Spiel, in dem er sein Phlegma gepaart mit seinen Motzattacken an den Tag legt. Aber, beim Gedanken, dass er weg wäre, sehe ich derzeit ein großes Loch entstehen.

@bleifrei Stell dir mal vor wir hätten einen Denker und Lenker, der die Bälle durchsteckt. Du merkst aber trotz aller Bewunderung für Klos hoffentlich noch, das er nicht gerade der schnellste ist. Bei seinem 2 : 2 hat er der Ball gerade noch so reingespitzelt, einen Schritt weiter und der wesentlich schnellere Abwehrspieler hätte ihm den Ball abgelaufen. Sicherlich ist Klos ein wichtiger Spieler für uns, aber zum guten 2. Liga Stürmer reicht es noch nicht. Was einen nachdenklich machen muss, das unser MF von den jungen
Bittencourt, Bajner und den verletzten Hübner zeitweise vorgeführt wurde. Wer hier immer noch behauptet, der Kader wäre gut zusammen gestellt,
der schaut leider durch die Vereinsbrille. Sicher hat unser Trainer recht wenn er sagt ein Spiel hat
2 Halbzeiten, trotzdem muss man doch zugeben, dass ohne diesen schwachen Dortmunder Torwart
und ohne den Platzverweis von Bittencourt, Arminia
diese Spiel nie und nimmer gewonnen hätte.

@bleifrei, das mit Albert Streit, kann nicht Dein Ernst sein.
Wir brauchen Leute die zum Verein stehen(siehe Kommentar von "STOLPERHARRY" gestern 09:52 Uhr), und nicht Selbstdarsteller wie Streit, denen es egal ist wo sie spielen.
Das bei einen möglichen Aufstieg bei Arminia die Kassen klingeln, ist auch nicht richtig.
Die Einahmen sind zwar erheblich höher, aber die Ausgaben eben auch, gerade wenn man die Mannschaft verstärken würde , was dann dringend notwendig wäre.
Da braucht man keinen Topverdiener wie Streit, da dann wieder wie überall für zusätzliche Unruhe sorgen würde.
@leo-armine, und Realist, die Möglichkeit die Du/Sie hier aufzeigen, um im Winter vielleicht an neue Leute heran zu kommen, ist realistisch gesehen wohl die einzige Lösung die in Frage kommt.
Nur da befürchte ich, das Krämer an Agyemang festhalten will, und Arabi wohl nicht viel erreicht, wenn er bestimmte Spieler los werden möchte.

Albert Streit einen erfolgsbezogenen Vertrag für ein halbes Jahr mit Option für länger anbieten. Bei Aufstieg klingelt es bei Arminia und bei Streit. Sollte die Motivation des Schalke II-Tribünenguckers doch anregen, oder?
Vielleicht brauchen wir auch noch einen IV. Was Hübener sich so manchmal zurecht "wandert" ist bald nicht mehr feierlich.

Um Missverständnissen vorzubeugen: wie fast alle user bin auch ich der Meinung, dass eine Verstärkung dringend notwendig wäre. Nur, und da hat mich @seit 1974 richtig verstanden, wer solll das bezahlen? Des Rätsels Lösung - die ich vollkommen teile - nennt leo-armine: die Lohnkostensunsumme muss gleich blleiben, dh. für einen der geht, kann einer kommen, bei gleichem Gehalt. Bis dahin ist die Rechnung ja noch einfach. Jetzt wirds schwierig, denn: keiner von uns weiß auch nur annähernd, wie der Markt konkret aussieht und welche Spieler - Hand aufs Herz - denn auch wirklich eine Verstärkung bedeuten würden. Das ist die vornehmste Aufgabe des Trainers und des GF Sport, hieran werden sie letztendlich gemessen. Und noch einmal: die Zurückhaltung der Offiziellen in Frage Aufstieg ist nicht nur der verbalen Bescheidenheit geschuldet, dahinter stecken "nüchterne" Zahlenüberlegungen, nicht nur die von @rasengrün...



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