Bielefeld (rk). Ab sofort bezieht Ernst Middendorp nicht mehr sein monatliches Gehalt vom DSC Arminia. Am Freitagabend einigte sich der Verein "nach langen und zähen Verhandlungen" (Wortlaut der Pressemitteilung) mit dem Ende 2007 entlassenen Jahrhundert-Trainer auf die Aufhebung des bis zum 30. Juni 2009 laufenden Vertrages. Ein halbes Dutzend Gesprächsrunden zwischen dem Bielefelder Finanzchef Roland Kentsch, Middendorp und dessen Berater Rainer Kempa waren der abschließenden Sitzung vorangegangen.
"Hochprofessionell", so lobte Kentsch, habe das Middendorp-Team gehandelt, stets "lösungsorientiert" gearbeitet – Worte, die belegen, dass beim Kampf um die Euro die atmosphärischen Störungen der Trennungsphase keine Rolle mehr spielten.
"Beide Seiten haben am Ende auch mit Rücksicht auf die langjährige Verbindung zwischen den beiden Vertragspartnern zu dieser Lösung gefunden, wobei der Verein auf die Feststellung Wert legt, dass letztendlich auch das Verständnis von Ernst Middendorp für die besondere Situation von Arminia Bielefeld und seine Zuneigung zu diesem Verein mit ausschlaggebend für die gemeinsam getroffene Regelung waren." Ein Mammutsatz aus der Pressemitteilung, der sich auch in Kurzform wiedergeben lässt. "Ernst Middendorp hat sein Arminen-Herz gezeigt", meinte Kentsch.
Im Falle des Klassenerhalts, "was wir uns alle wünschen" (Kempa), hätten Middendorp rund drei Millionen Euro zugestanden. Es darf davon ausgegangen werden, dass sich die Parteien auf halbem Wege getroffen haben. "Wir hätten den Vertrag auch einfach weiterlaufen lassen können", erklärte Kempa: "Aber Ernst ist nicht der Typ, der des Geldes wegen aufhört zu arbeiten." Middendorp sollen bereits einige Anfragen für einen neuen Job vorliegen.







