Lübbecke (nw). Der TuS Lübbecke musste im Titelrennen der Basketball-Bezirksliga einen herben Rückschlag hinnehmen. Beim Tabellendritten TSVE Bielefeld III kassierte der Rangzweite eine 48:62-Niederlage. Besser lief es dagegen für TuRa Espelkamp mit dem 72:51-Sieg beim Rangletzten Verl.
Es gibt so Tage, da wäre man lieber im Bett liegengeblieben. Einen solchen erlebten die Basketballer des TuS Lübbecke in Bielefeld. Der Tabellenführer Bünde gewann zeitgleich das eigene Heimspiel souverän und stellt sich am kommenden Sonntag, 5. Februar, um 13Uhr beim TuS Lübbecke vor. Spätestens dann fällt eine Vorentscheidung um den Landesligaaufstieg, und es gilt für das Lübbecker Team bis dahin die Köpfe wieder frei zu bekommen.
TSVE Bielefeld III - TuS Lübbecke 62:48. BeideTeams waren im Vergleich zur Vorwoche nicht wieder zu erkennen: während die Bielefelder erfolgreich von den Flügelpositionen punkteten und sowohl physisch als auch psychisch schneller waren als die Lübbecker, verkrampften diese im Spielverlauf zusehends und weisen nun zwei Punkte weniger als der Spitzenreiter auf.
Lübbecker Nachwuchs stark
Zufrieden war das Trainergespann Westerhold/van Züthpen mit dem Kantersieg der U-14 Jungen des TuS Lübbecke gegen den TV Verl. Zum Rückrundenstart gab sich Lübbecke als Tabellenführer keine Blöße und siegte mit 107:36. Westerhold sah ein sehr diszipliniertes Spiel mit vielen einfachen Fast-Breaks und einem soliden "Pick and Roll"-Spiel . Lübbecke geriet schnell auf die Siegerstraße und alle Spieler bekamen ihre Anteile. Es spielten und trafen T. Westerhold (10), Walter (6), F. Westerhold (19), Rahe (13), Eichhorn (28), Grote (6), Eiffert, van Züthphen (11), Jost (12) und Kather (2).
Nur im ersten Viertel (17:16 ) gelang es Lübbecke mitzuhalten, doch schon hier zeigte der TuS enorme Schwächen im Abschluss. "Wir waren komplett schlecht, auf den Flügelpositionen zu langsam und agierten im weiteren Spielverlauf immer kopfloser. Außerdem hatten wir von außen eine schlechte Wurfauswahl und -quote", meinten die beiden Center Westerhold und Petrovic unisono nach dem Spiel.
Bielefeld agierte in der Defensive schlau und wechselte ständig zwischen Press- und Zonenverteidigung, womit die Lübbecker Offensive überhaupt nicht zurecht kam. "Die Bielefelder haben taktisch ihre Hausaufgaben gemacht, haben in der Defensive insbesondere gegen unsere Flügelspieler immer härter agiert und waren im Kopf schneller als wir", ergänzte Spielmacher Kenschner, der wie alle das gesamte Team für die deutliche Niederlage verantwortlich machte.
Bis zum 37:31 im dritten Viertel hielt der TuS Lübbecke noch mit, danach ging die Partie aus ihrer Sicht den Bach runter. Aber bis zum kommenden Wochenende haben die Lübbecker Zeit, sich ganz anders zu präsentieren. Allerdings dürfte ihnen klar sein, dass nur ein Sieg gegen Bünde die Titelchancen aufrecht erhält. Für den TuS Lübbecke spielten und punkteten in Bielefeld Petrovic (25), Westerhold (8), von Garrel (1), Junge (2), Coors, Haake, Nolte (4) und Kenschner (8).
TV Verl - TuRa Espelkamp 51:72 (14:19, 8:21, 16:16, 13:16). TuRa Espelkamp startete mit einem Sieg in die Rückserie und stoppte den Negativtrend der vergangenen Wochen. Es war kein glanzvoller, aber dafür ein sehr wichtiger Sieg, da man sich nun in der Tabelle ein wenig nach vorne orientieren kann. Die Begegnung begann mit vielen erfolgreich abgeschlossenen Fast-Breaks der Espelkamper. Der Gegner konnte kaum Akzente setzten und hatte dem Spiel der TuRaner nichts entgegen zu setzen. Doch im Verlauf des Spiels schlichen sich in der Offensive viele Fehler ein und so konnte Verl das erste Viertel ausgeglichen gestalten. Durch eine bärenstarke Verteidigung kam der Gegner im zweiten Viertel lediglich zu acht Punkten und TuRa Espelkamp baute den Vorsprung auf 18 Punkte aus. Damit war der Grundstein für den Sieg gelegt.
Nach dem Seitenwechsel schwächelten die Gäste im Angriff und konnte nicht mehr viele Punkte erzielen. Ganz anders als zu Beginn des Spiels musste TuRa Espelkamp sich die Punkte erkämpfen und konnte nicht spielerisch glänzen wie zu Beginn. Doch konnte man sich auf die Defensive verlassen, die das ganze Spiel über überragend war. Wobei vor allem Peter Löwen zu nennen ist, da er das gesamte Spiel über die gegnerischen Aufbauspieler enorm unter Druck setzte.
Dieser Sieg war nicht ganz so überragend und einfach wie noch zu Beginn der Saison, als man den Gegner mit 68 Punkten geradezu aus der Halle fegte, dennoch war dieser Erfolg extrem wichtig, da man sich bei einer Niederlage mitten im Abstiegskampf wiedergefunden hätte. In der nächsten Begegnung muss TuRa Espelkamp gegen den Tabellendritten TSVE Bielefeld III antreten und hofft auf eine Fortsetzung des gegen Verl angedeuteten Trends.
Für TuRa Espelkamp spielten und punkteten in Verl Christoph Axnick (25), Niko Derksen (18), Alexander Friesen (9), Alexander Rempel (7), Henry Köhn (6), Eduard Keller (6), Peter Löwen (1) und Andreas Paul .