Bielefeld. Seit vor 15 Jahren die Streckenrekordlerin Doris Koslowski eine gute Viertelstunde Vorsprung ins Ziel brachte, ist keine Siegerin so überlegen gewesen wie Silvia Krull (LG Lage-Detmold) gestern bei ihrem zweiten Triumph. 10:01 Minuten betrug die Nettozeit-Differenz zu Kirsten Heckmann (SV Brackwede), die 2006 gewonnen hatte und wegen ihrer Knieprobleme auch mit dem 2. Rang überaus zufrieden war.
Von Beginn an lief Titelverteidigerin Krull einsam in der Siegerspur, an der männlichen Konkurrenz orientierte sie sich nicht. "Ich bin mein eigenes Rennen gelaufen und gut durchgekommen, obwohl es auch mir ein paar Grad zu warm war", strahlte die 29-jährige. Der zweite Sieg habe sie nicht weniger gefreut als der erste vor zwölf Monaten; es sei ein eben gutes Gefühl, einen Erfolg zu bestätigen zu können.

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Kirsten Heckmann ("Ich hätte mir 15 Grad Celsius weniger gewünscht"), bis etwa zu Hälfte vom Ex-Sieger Martin Sprenger begleitet, teilte ihre Kräfte besser als in manch anderem Rennen ein und vermied ein überzogenes Anfangstempo. "Die ersten 15 Kilometer habe ich genossen, erst dann mehr Druck gemacht und letztlich das gegenwärtige Optimum erreicht", so die promovierte Mathematikerin. Es sei ja kein echter Wettkampf gewesen, "weil der Sieg an diesem Tag nicht möglich und der 2. Platz ungefährdet war". Auch das lädierte Knie habe einigermaßen gehalten, sie wolle es jetzt aber gründlich auskurieren.

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