Bielefeld (dogi). Das zunächst als unbefriedigend empfundene 1:1 von Arminias Amateuren gegen das Kellerkind VfB Speldorf erwies sich im Nachhinein doch noch als zufrieden stellendes Resultat. Das lag vor allem daran, dass sich Germania Windeck, erster Verfolger des Tabellenführers aus Bielefeld, zur gleichen Zeit beim 1:1 gegen die Spvg. Velbert auch nicht gerade mit Ruhm bekleckerte und so den Rückstand von vier Punkten nicht verkürzen konnte.
Trotzdem hat das Team des Ex-Arminen Jared Jörgens bei zwei weniger ausgetragenen Partien weiterhin die bessere Ausgangsposition. Noch günstiger steht der Tabellendritte SC Wiedenbrück da, der bei ebenfalls vier Zählern Rückstand auf die Arminen sogar vier Spiele mehr in der Hinterhand hat. Die müssen aber auch erst mal gewonnen werden . . .
Armin Perrey stellte nach dem zweiten Heim-Remis in Folge - gegen Siegen hatte es zuletzt ein 0:0 gegeben - nüchtern fest, "dass wir uns das sicher ein bisschen anders vorgestellt hatten". Es habe sich aber wieder einmal erwiesen, dass Vorbereitung und Punkterunde zwei Paar Schuhe seien: "Die Leistungen lassen sich halt nicht 1:1 übertragen; wir haben es in den beiden letzten Spielen nicht verstanden, den Hebel so schön umzulegen wie beim Rückrundenauftakt in Hüls." Gegen Speldorf schien der in der Pause vollzogene Trikotwechsel von weißen auf weinrote Leibchen zwar zunächst eine Wende zu bringen, doch der "Sturm und Drang" der ersten Minuten nach dem Wechsel erwies sich schnell als Strohfeuer. Nach dem Ausgleich von Thilo Versick (58.) hatten die Gastgeber nichts mehr zuzusetzen, so dass ein Sieg letztlich auch unverdient gewesen wäre.
Statt einem bei zwei Heimsiegen rechnerisch möglichen Vorsprung von acht Punkten müssen sich die Arminen also mit dem halb so großen Abstand zu den Verfolgern zufrieden geben, haben aber immerhin das Plus für sich, schon einigermaßen in der Saison angekommen zu sein. Ganz im Gegensatz zum SC Wiedenbrück, der im Jahr 2010 erst ein Meisterschaftsspiel austragen konnte. Ob das Team von Armin Perrey weiter im Rhythmus bleiben und am Sonntag gegen Alemannia Aachen II spielen kann, hängt - wie so vieles in diesen Tagen - vom Wetter, außerdem aber vom Verband ab. Da die Rußheide weiterhin unbespielbar sein dürfte, müsste man erneut um eine Ausnahmegenehmigung bitten und auf den Kunstrasen an der Freidrich-Hagemann-Straße ausweichen. Ob das klappt und überhaupt gewollt ist, stand gestern noch nicht fest.





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