Bielefeld. (mak). Der Heeper Dominic Klemme trifft derzeit bei Tirreno Adriatico, dem ersten großen Aufeinandertreffen der Radprofis in Italien, auf starke internationale Konkurrenz.
Auf der 1. Etappe der rund 1.000 Kilometer langen Rundfahrt, die von Livorno nach Rosignano Solvay führte, präsentierten sich die nach Italien beorderten Milram-Teamkollegen des Bielefelders Paul Voß in bestechender Form. Bei widrigen Witterungsbedingungen mit fünf Grad Celsius und Dauerregen war die Mannschaft um Linus Gerdemann stets aufmerksam. "Linus ist gut durch den Winter gekommen und schon jetzt in sehr guter Form", bestätigt Klemme. So war es auch nicht überraschend, dass der Münsteraner am besten mit der schweren Zielankunft des ersten Teilstücks zurecht kam.
Auch Klemmes Saxobank-Mannschaft war mit dem dänischen Meister Breschel immer an der Spitze vertreten. "Wir haben den ganzen Tag hart gearbeitet und sind am Ende mit Platz drei belohnt worden", so Klemme weiter. "Ich habe im Schlussanstieg noch einmal alles gegeben, um die Spitzenfahrer gut für den letzten Berg zu positionieren." So fuhr Klemme absolut am Limit und konnte den Grundstein für den Podiumsplatz des Dänen legen. "Im Schlussanstieg stand mir plötzlich Tom Boonen mit einem Defekt im Weg", beschreibt Klemme eine kritische Situation im Finale. Mit guter Reaktion konnte er dem ehemaligen Weltmeister noch ausweichen und einen Sturz verhindern. Im Ziel hatte Klemme knapp 1:10 Minuten Rückstand auf den Sieger.
Tags darauf kamen nach 165 Kilometern rund um Montecatini Terme noch einmal 4:25 Minuten Rückstand hinzu, die Klemme als 149. der Etappenwertung auf den Sieger verlor. Der hieß übrigens Tom Boonen - wozu ein Defekt manchmal gut sein kann!





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