FUSSBALL-NRW-LIGA: Arminias Amateure verlieren das sehenswerte Topspiel in Windeck mit 0:1
Bielefeld. Es war alles angerichtet für einen großen Fußball-Nachmittag im Siegerland. Spitzenreiter Germania Windeck (43 Punkte) empfing Verfolger Arminia Bielefeld (3./41). Extra zum Gipfeltreffen der NRW-Liga wollten die Gastgeber ihre neue Tribüne eröffnen. Zur Feier des Tages sollten die Zuschauer ohne Aufpreis die für 450.000 Euro errichteten Sitzplätze der Weco-Arena einnehmen dürfen.
Doch daraus wurde nichts. Das Wetter spielte nicht mit. Der permanente Nieselregen hatte den Platz im Stadion unbespielbar gemacht. So mussten die Protagonisten auf dem benachbarten Kunstrasenplatz um die Tabellenspitze wetteifern - und die etwa 400 Zuschauer im Stehen an der Balustrade das Gipfeltreffen beobachten. Sie sollten für den fehlenden Komfort entschädigt werden. "Wir haben ein sehr flottes und völlig unverkrampftes NRW-Liga-Spiel gesehen", bilanzierte Arminias Teammanager Hannes Scholz bereits zur Halbzeit.
Die Gäste aus Bielefeld, die unter der Woche, als sie spielfrei waren, den ersten Platz an die Hausherren abgegeben hatten, erspielten sich in der ersten halben Stunde einige gute Möglichkeiten. Doch die Führung wollte nicht gelingen. In der fünften Minute verpassten gleich drei Akteure die Hereingabe von Janos Bluhm. Sechs Minuten später zielte Ishak Dogan aus elf Metern nicht genau genug. Den Schuss von Kevin Kerr, der am Samstag für 24 Minuten sein Profi-Debüt gegeben hatte, musste ein Windecker von der Linie kratzen (16.). Der Kopfball von Christian Santos (28.) verfehlte knapp sein Ziel.
Demgegenüber standen drei hochkarätige Chancen der Germania. Sebastian Schoof hatte schon nach 180 Sekunden einen Blitzstart auf dem Schlappen. Michael Kessel zirkelte den Ball in der 27. Minute um den Pfosten. Einem prächtigen Reflex von Bielefelds Keeper Niklas Hartmann (23.) war es zu verdanken, dass die unterhaltsame Begegnung zu diesem Zeitpunkt immer noch torlos blieb. Dies änderte sich neun Minuten vor der Pause, als die Arminen nach einem Eckball die Situation nicht klären konnten, und sich Thomas Meiß für "unseren gravierenden Abwehrfehler" (Scholz) mit der 1:0-Führung bedankte. Dazu brauchte er den Ball aus sieben Metern nur noch ins Tor zu schieben. Nach der Pause erhöhte der DSC die Schlagzahl, wechselte mit Marwin Studtrucker (60.) und Daniel Barton (75.) zwei weitere offensive Kräfte sowie mit Konstantin Beckmann (85.) die "Brechstange" ein, doch auch sie kamen an dem fantastischen Torwart der Hausherren nicht vorbei. Maurice Gillen rettete gegen Dogan (66.), Rump (67.)
und Studtrucker (90.) mit herausragenden Reflexen. Trotz der Niederlage ging Trainer Armin Perrey nicht in Schutt und Asche. "Beide Mannschaften haben sich nichts getan. Im Vergleich zu unserer 0:2-Hinspielniederlage haben wir ordentlich aufgeholt", sagte der Coach: "Wir bleiben oben dran."