Bielefeld (pep). Da haben sich offenbar vier Gleichgesinnte gesucht und in Bielefeld (wieder) gefunden. Thomas Krücken, neuer verantwortlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, erzählt lächelnd vom Anruf Frank Wormuths. Der Ausbildungsleiter der Hennes-Weisweiler-Akademie in Köln hat Krücken zur Wiedervereinigung mit Christian Ziege, Ralf Santelli und Mario Himsl bei Arminia viel Glück gewünscht. "Wir sprechen fußballerisch die gleiche Sprache und verstehen uns auch menschlich", sagt Krücken während seiner Vorstellung. Er begreift seinen neuen Job als "Riesenchance und spannende Geschichte".
Ein harmonisches Miteinander im sportlichen Bereich ist wichtig für die Umsetzung des neuen Konzepts, das mehr Durchlässigkeit garantieren soll und vor allen Dingen einen "roten Faden" haben soll. Das Konzept basiert auf den Säulen sportliche Ausbildung, Schule/Beruf sowie Ausbildung der Persönlichkeit. Ein Trainerhandbuch, das gemeinsam entwickelt wird, soll garantieren, dass von den Profis bis zu den Jüngsten eine einheitliche Spiel- und Trainingsphilosophie vorherrscht.
Die Zusammenarbeit mit Partner-Vereinen sowie eine klubinterne Trainerakademie gehören zum sportlichen Teil des Konzepts. Zusätzlich sollen die jungen Spieler in anderen wichtigen Lebensbereichen gestärkt werden. "Natürlich möchte jeder Profi werden, aber wir müssen auch einen Plan B bereithalten. Schule und berufliche Ausbildung sind neben dem Fußball wichtig", erläutert Krücken. So werde in naher Zukunft eine Partnerschule gesucht. Ziel ist es, die Voraussetzungen zu erfüllen, um das DFB-Zertifikat "Eliteschule" zu bekommen. Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung wollen die Arminen anbieten. Dazu wird das sozialpädagogische Betreuungs- und Wohnkonzept in Zusammenarbeit mit der von Laer-Stiftung ausgebaut: Ab 1. November sollen für auswärtige Fußballer sieben bis acht Wohnplätze zur Verfügung stehen.
Ziel des Konzepts soll es sein, mittelfristig mehr junge Spieler bis in den vereinseigenen Profibereich zu befördern und die Attraktivität von Arminias Nachwuchsarbeit zu verbessern. "Ich hoffe, dass wir die Talente aus einem Umkreis von 100 Kilometer um Bielefeld nicht an andere Klubs verlieren. Es muss eine Auszeichnung sein, für Arminia spielen zu dürfen", sagt der neue Nachwuchsleiter.