Bielefeld (mak). Die frischgebackene Deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren, Mieke Kröger vom RV Teutoburg, hat sich mit dem Titel auch das Ticket zur WM in Offida, Italien, gesichert. "Mieke hat alle überrascht, uns auch", sagt Andrea Kröger, die stolze Mutter der Bielefelderin.
Vor einigen Tagen sei es noch eine vage Vermutung gewesen, seit zwei Tagen Gewissheit, versichert Mieke Kröger. Per Mail kam die offizielle Bestätigung vom Bund Deutscher Radfahrer, dass Mieke, als Führende der Juniorinnen-Rad-Bundesliga und als deutsche Meisterin zur WM an die Adria reisen wird.
Mit optimalem Material der Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte (FES) aus Berlin, wurde Kröger jüngst ausgestattet und kommt in den bisherigen Trainingseinheiten sehr gut mit dem futuristisch anmutenden Carbonrad zurecht.
"Jetzt ist hartes Tempo-Training hinter dem Motor angesagt", beschreibt die junge Rennfahrerin die letzten Vorbereitungen. "Stolz wie sonstwas", ist die 17-Jährige über die Nominierung. Die Zielsetzung ist klar auf das 15 Kilometer lange Einzelzeitfahren ausgerichtet.
Dazu kommt, dass Kröger noch dem jüngeren Jahrgang der Juniorinnen angehört und das Sammeln von Erfahrungen bei der WM eine große Rolle spielt. Mit den Beschaffenheiten der Wettkampfstrecke hat sich Kröger schon auf dem Papier vertraut machen können. Der Kurs sei nicht mit dem der Deutschen Meisterschaft in Unna zu vergleichen. Hier ging es direkt vom Start einen ca. 250 Meter langen Anstieg hinauf.
Im WM-Rennen würde die größte Hürde, ein steiler, 800 Meter langer Berg, bis kurz vor dem Ziel auf die Sportler warten. Insgesamt glaubt Kröger aber, mit den Gegebenheiten ganz gut zu recht zu kommen.
Auch im Straßenrennen wird das Aushängeschild des RVT teilnehmen. Dabei gehe es ums Lernen und die Unterstützung der stärker einzuschätzenden Sarah-Lena Hoffmann. So tauscht die Oberstufenschülerin den eigentlich geplanten Sommerurlaub mit Freundinnen an der Ostsee gegen eine Woche in Italien mit dem bisher größten Highlight, das der Radsport zu bieten hat. "Die Mädels haben gesagt, dass sie mir wegen des verpassten gemeinsamen Urlaubs nicht böse sind und die Daumen drücken. Und das kann ich gut gebrauchen", so Kröger.
Nach der vom 5. bis 8. August dauernden Weltmeisterschaft will sich die Rennfahrerin erst einmal eine Auszeit nehmen. Anschließend geht es um die Verteidigung ihrer Spitzenposition in der Bundesliga. Es folgen noch vier Rennen, darunter ein Etappenrennen in Albstadt und ein Wettkampf auf der Bahn. Hier werden wieder Krögers Allrounder-Fähigkeiten verlangt.