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02.02.2012
Klassenerhalt greifbar nah
SCHWIMMEN: STB und Wasserfreunde starten mit verjüngten Teams in der 2. Liga
VON CARSTEN HALW

Ein starkes Team - das Schwimmteam Bielefeld | FOTO: NW

Bielefeld. Nach dem Aufstieg im Vorjahr vertreten neben den Frauen der Wasserfreunde nun auch die Männer des Schwimmteams (STB) die Farben von Bielefeld in der zweiten Bundesliga. Im jährlich ausgetragenen Mannschaftswettbewerb DMS steht das Team im Vordergrund, und da hatten beide Vereine die gleichen Aufgaben zu bewältigen: Erfahrene wie auch ausgeschiedene Schwimmer zu ersetzen. Fazit: Sowohl den Wasserfreunden als auch dem Schwimmteam ist dies gelungen.

STB-Teamchef Ostmeier hatte für seine Neunergruppe im Gladbecker Vorkampf als Ziel das Motto "Nicht verstecken, angreifen und alles geben" ausgegeben. Gerade für den jüngeren Nachwuchs war dies leichter gesagt, als getan. Erwartungsgemäß reichte es im ersten Jahr nicht zu einem Vorrundenplatz in der abstiegssicheren oberen Sechsergruppe. Mit 19.564 Punkten und Platz neun war Ostmeier voll zufrieden, schließlich muss ja nur der Elfte den Weg in die Oberliga beschreiten, da die Wasserfreunde Wuppertal bei Männern und Frauen ihre Teams abmeldeten.

Voll reingehängt haben sich die Routiniers Daniel Gensorowsky, Steffen Loke und Maurice Kahles, die sämtliche fünf Strecken bewältigten. Mit 3.507 Punkten führte der bekennende Rückenschwimmer Gensorowsky sein Team an und knackte die 700-Punkte-Marke auch im Freistilsprint. Dank Loke (3.137) und Kahles (3.055) schwappte eine erste Euphoriewelle durchs Team. Loke begann mit einer Verbesserung um drei Sekunden über 400m Lagen, bevor Kahles über 100m Kraul sein Zeichen setzte. Auf dieser ersten Welle zeigte Youngster Fabian Mund (16) über 50/100m Brust null Lampenfieber und spielte bei den Älteren gut mit. Die 200m überließ er Björn Seddig (17), der sich ebenfalls nicht einschüchtern ließ und seine Bestzeit um mehr als sechs Sekunden steigerte.

Das entfachte eine wahre Flut an bemerkenswerten Leistungen. Markus Hoffmann erfüllte die in ihn gesetzten Delphin-Hoffnungen ebenso wie Igor Uwarow, Leif Sommer und Nils Weißing. Die letzten 2.500 Zähler kamen vom Chef selber, darunter auch die beste Leistung mit 732 Punkten im Brustsprint. "In Bochum ist noch mehr drin", so Ostmeier.

Bei den Wasserfreunden stand ebenfalls ein umgebautes Team auf den Startblöcken. Nach dem Fortgang von Celestina Kansy und ohne Nina Warneke sollten die Youngster Sarah Seipolt und Kristina Teubert in Gelsenkirchen diese Lücke schließen. Im Vorjahr wurde an gleicher Stelle die Aufstiegsrunde mit 20.098 Punkten beendet. Wie toll sich die "Neulinge" einbrachten, war für Trainer Taube schon phänomenal. Mit 19.828 Zählern blieben die neun Aktiven bereits im Vorkampf nur knapp unter der alten Marke - und sogar noch vor den STB-Männern.

Dennoch reichte es gegen die starke Konkurrenz diesmal nicht in die sichere Aufstiegsrunde. Mit Rang acht und mehr als 2.000 Punkte Vorsprung auf den abstiegsbedrohten Elften aus Bergheim blickt Taube dennoch zuversichtlich in Richtung Bochum.

Obwohl die Teamleistung ganz oben steht, wussten Karolin Pult und Lena Rosenstengel auch individuell Zeichen zu setzen. In 1:03,42 unterbot Pult den eigenen OWL-Rekord über 100m Rücken und steht mit 795 Punkten ganz dicht vor der magischen 800er Grenze. Bei fünf Starts buchte sie hervorragende 3.621 Zähler für das Teamkonto. Nur knapp dahinter kam Rosenstengel ins Ziel. 3.431 Punkte und zweimal über der 700er-Marke, zugleich neue OWL-Jahrgangsrekorde waren ein deutliches Zeichen. Über 200m Freistil (2:08.55) wurde mit Pult dabei eine Wasserfreundin entthront wie bei ihrem Freistilsprint in 30,71 Sekunden.

Von der Atmosphäre angestachelt, produzierte Friederike Zehe Bestzeiten am Fließband, während sich Janina Kistenmacher über die Bruststrecken als Bank zeigte. "Bärenstark waren auch die Leistungen unserer Youngster", zeigten sich die Verantwortlichen in ihrer Entscheidung bestärkt. Beide bewältigten ihre Doppelaufgaben mit Bravour in Bestzeit. Komplettiert wurde das Team durch Routinier Marina Vemmer auf den Langstrecken sowie Cinja Fichtner und Sandra Mößinger.


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