Bielefeld. In der Winterpause hatte Hans-Werner Freese deutlich mehr zu tun als in den Jahren zuvor. Der Manager des Fußball-NRW-Ligisten TuS Dornberg sah sich mit der Nachricht konfrontiert, dass Mäzen Hartmut Ostrowski seine finanzielle Unterstützung weitgehend zurückfahren wird. Somit müssen die "Besten im Westen" zur kommenden Saison den Gürtel enger schnallen und deutlich abspecken. Dennoch versuchen sie, mit einem Etat von rund 200.000 Euro eine schlagkräftige Oberliga-Truppe für die nächste Spielzeit auf die Beine zu stellen.
Freese indes war fleißig. "Ein grobes Gerüst für die neue Mannschaft habe ich schon", sagt er. Der Manager hat seinen Kader in Einzelgesprächen sondiert und für Verständnis geworben, dass er finanzielle Abstriche machen muss. Klar ist deshalb, dass die Amerikaner Loren Hill und Ryan Callahan den Verein verlassen werden. Auch Julian Stöckner, Joschka Matys und Daniel Riemer werden wohl nicht zu halten sein. Selbst hinter Trainer Frederic Kollmeier steht ein Fragezeichen. "Ich muss unter diesen Voraussetzungen natürlich den Markt sondieren, aber das ist allen Beteiligten klar", meint Freese. Ganz anders sieht es bei Altan Arslan, Adis Hasic und Sascha Wohlann aus. Das Trio ist fix, weil deren Verträge noch laufen. Ferner gibt es Signale, dass Thies Kambach, Kai Potthoff, Janis Theermann, Ufuk Basdas, Furat Sansar, Patrick Reinsch, Murat Kizilkaya und Dastin Szymanski bleiben könnten. "Sie stehen zumindest alle auf meiner Wunschliste - und das wissen sie", so Freese.
Dazu wurde sich der Dornberger Manager nun mit Michael Zech einig. Der Stürmer des Westfalenligisten VfL Theesen wird ab dem Sommer seine Tore auf dem Mühlenbrink erzielen. "Er ist jung und torgefährlich", freut sich Freese über seinen Neuzugang. Damit sei der TuS in der Offensive bereits sehr ordentlich für die künftigen Aufgaben aufgestellt, lediglich für die Abwehr sucht Freese noch Verstärkungen. Aber die Rückrunde ist ja noch lang.
Das bereits einmal ausgefallene NRW-Liga-Spiel zwischen dem TuS Dornberg und den Sportfreunden Siegen kann auch am Sonntag aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf der Rußheide ausgetragen werden. Das eisige Wetter lässt ein geordnetes Fußballspiel auf dem Naturrasen wohl nicht zu. Das Gartenamt der Stadt sperrte die Rußheide am Donnerstag zwar noch nicht, allerdings wird eine Platzkommission am heutigen Vormittag die Begegnung wohl vorzeitig absagen.