Im Landesliga-Aufstiegskampf treffen die Spitzenteams in den kommenden Wochen aufeinander
Bielefeld (ivo/gwi). Die Situation ist bekannt: In der Landesliga-Staffel I liegt die Spitze eng beieinander. Weil Primus Rödinghausen (20:8 Punkte) gegen Großenmarpe (18:10 Punkte) verlor, ist der Kreis der Aufstiegskandidaten auf sechs Teams angewachsen. Mittendrin sind EGB (4., 19:9) und Brake (6., 17:11). Beide Teams könnten sich an diesem Wochenende weiter in den Vordergrund spielen.
Landesliga: In Sachen Verbandsliga winkten die Braker schon vergangene Woche ab. "Der dünne Kader kann das nicht schaffen", sagte Co-Trainer Joachim Lippert. Aktuell wird Patrick Welge fehlen. Coach Andreas Köckeritz bemüht zunächst die bekannte Floskel: "Wir schauen von Spiel zu Spiel". Dennoch wäre der Braker Trainer zunächst gern das Zünglein an der Waage, wenn es gegen Großenmarpe, Rödinghausen und EGB geht. Den ersten Gegner, Großenmarpe, könnte Brake mit einem Sieg überholen. Zum Tabellenführer sind es nur drei Zähler. "Dann", so Andreas Köckeritz kämpferisch, "möchten wir auch oben angreifen".
Personell sieht es bei EGB Bielefeld deutlich besser aus als in Brake. Und die Mannschaft von Matthias Foede gewinnt jetzt sogar auswärts. Nun haben die Bielefelder Rödinghausen zum Spitzenspiel zu Gast. Der Tabellenführer war in der ausgeglichenen Liga bis Mitte Dezember ungeschlagen, holte aber zuletzt nur 8:6 Punkte. Anders EGB, das vier Partien in Folge gewonnen hat. "Das Hinspiel war das einzige Spiel der ganzen Saison, in dem wir chancenlos waren. Wir wollen zeigen, dass wir uns weiter entwickelt haben", erinnert sich Matthias Foede an die 25:35-Niederlage.
Auch für den TuS 97 II (7., 16:12 Punkte) entscheidet sich, ob die Jöllenbecker noch einmal oben angreifen können. Im Hinspiel führten sie gegen den Dritten Münster (17:11 Punkte) mit sieben Toren und unterlagen 26:27. "Wir stehen nur einen Punkt hinter Rang zwei, wobei wir als einzige Mannschaft schon zwei Mal gegen Harsewinkel gespielt haben", sagt Heiko Nossek nach der neuerlichen Niederlage gegen den Ligasouverän.
Bezirksliga: Schröttinghausen muss nach 0:8 Punkten in Serie zum Vierten HC Ibbenbüren. "Ich traue den Jungs etwas zu. Sie müssen nur gut spielen", sagt Volker Gottschalk. Im Hinspiel gelang diese Vorgabe beim 27:27 Unentschieden. Eine noch schlechtere Serie als die HSG hat Schlusslicht Warendorf (zuletzt 0:12 Zähler). Die TSG Altenhagen-Heepen II möchte sich nicht wie vor drei Wochen als Aufbaugegner für einen demoralisierten Abstiegskandidaten erweisen und diesmal auswärts siegen. Damals verlor die TSG II in Mennighüffen II. Der Aufsteiger ist inzwischen wieder komplett und wird auch weiter auf Ex-Oberligatorschützenkönig Sebastian Theise bauen können. Die Löhner holten im neuen Jahr 6:0 Punkte und sind jetzt Gastgeber von Schildesche. Das Neitzel-Team (9.) würde bei einer Niederlage mindestens einen Platz abrutschen. "Das ist eine schwierige Aufgabe. Hoffentlich spielen wir besser als gegen Versmold", sagt Stephan Neitzel und erinnert seine Mannschaft daran, "dass man für den Liga-Verbleib vielleicht bis zu 20 Punkte braucht". Fraglich ist der Einsatz von Artur Spädt, Paul Kawa (Innenbandanriss) wird definitiv fehlen. Die zweitbeste Serie in der Liga nach Tabellenführer Bünde (zuletzt 14:0-Zähler) hat das HT SF Senne (12:2). "Nach unserem Fehlstart sind wir damit schon wieder Letzter. Allerdings jetzt von der oberen Tabellenhälfte", sagt Ivo Kraft, dessen Mannschaft auf Rang sieben geklettert ist. Die Aufgabe beim Achten Ibbenbüren II markiere nun den Auftakt zu mehreren richtungweisenden Spielen. Kraft: "Ich würde gern in der oberen Hälfte noch etwas klettern. In drei Wochen wissen wir, wohin die Reise geht. "
Der TuS 97 III hat das nächste wichtige Kellerduell bei Everswinkel II zu bestreiten. Die Gastgeber rutschten nach 1:11-Zählern auf den vorletzten Platz ab, verstärkten sich aber mit Spielern aus der Landesliga.
Frauen-Verbandsliga: Das HT SF Senne hat eine zweite Weihnachtspause hinter sich. Zwei Wochen waren die Sennerinnen spielfrei und müssen sich nun wieder in den Ligaalltag einfinden. "Wir haben aber sehr gut trainiert. Bis auf die verletzte Janin Lochmüller waren alle dabei und haben die Inhalte gut umgesetzt", berichtet Stephan Quilling. Zum Auftakt muss der Siebte zu Tabellennachbar Stemmer II (5.), allerdings sind die Mindenerinnen in eigener Halle bislang 10:0 Punkte und sind daher eine hohe Hürde.
Eine ähnlich starke Heim-Bilanz strebt auch der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck an. Dafür müssten die Jöllenbeckerinnen (4.) allerdings das nächste Heimspiel gegen Nordhemmern (3.) gewinnen. Das Hinspiel ging mit 22:29 verloren.