AUSZEIT: Landesligateam wehrt sich tatkräftig gegen den Abstieg / Telekom-Damen gegen Lüdinghausen voll gefordert
Bielefeld. Nach drei Spieltagen der Rückrunde hat das Landesligateam des TuS Brake sechs Punkte Rückstand auf den Drittletzten der Liga, den TV Jahn Minden. Minden nimmt mit den bisher gewonnenen zehn Pluspunkten den Relegationsplatz ein, der TuS belegt als Vorletzter den ersten der beiden Tabellenränge, die den direkten Abstieg zur Folge haben.
"Trotz des deutlichen Rückstandes ist es immer noch unser Ziel, die Liga zu halten", sagt Brakes Spielmacher Bernd Westerbeck: Man habe die Hoffnung auf den Verbleib in der Landesliga keineswegs bereits jetzt, sieben Spieltage vor Saisonende, ad acta gelegt. Und die Zuversicht in den Reihen des TuS scheint berechtigt, da die Formkurve der Mannschaft seit dem Wiederbeginn der Punktrunde im neuen Jahr deutlich nach oben geht.
Gegen den aktuellen Spitzenreiter VG Lage zeigten die Braker am vergangenen Wochenende ihr bisher beste Saisonleistung. Trotz der starken Leistung gab es allerdings eine weitere Niederlage, die mit 2:3 aber sehr knapp ausfiel.
Das die erste Herrenmannschaft aus Brake, die seit Urzeiten ein fester Bestandteil der Landesliga ist, in Abstiegsnöte geraten ist, kommt nicht ganz unerwartet. "Wir haben unser Team stark verjüngt. Deshalb war allen Beteiligten schon im Herbst klar, dass wir vor einer schweren Spielzeit stehen", verweist Westerbeck auf die "Frischzellenkur", die man sich selbst verschrieben hat.
Zwischen 16 und 19 Jahren sind die vier Braker Eigengewächse Julian Beck, Nico Westerbeck, Dominik Walter und Jannis Dittmer, deren Spielanteile seit dem ersten Spieltag stetig angewachsen sind. "Mittlerweile ist das Quartett zu einem festen Bestandteil unserer Landesligamannschaft geworden", zeichnet Bernd Westerbeck ein positives Bild der Leistungsentwicklung der Youngster.
Trotz der Niederlage ist der Teamgeist im TuS-Team intakt. "Mit der richtigen Einstellung kann man viel bewegen. Deshalb, und weil schließlich noch mehr als ein Drittel der Punktspiele aussteht, bin ich nach wie vor optimistisch, dass wir das rettende Ufer noch erreichen", erklärt Westerbeck. Gelingt der Sprung auf den Relegationsplatz - und das eine realistische Zielvorgabe -, stünde für die Braker eine Saisonverlängerung mit Relegationsspielen an. Mit einem Erfolg gegen den TV Levern soll am Wochenende ein erster Schritt in die richtige Richtung zurückgelegt werden.
Ein wenig besser gestaltet sich die Tabellensituation der ersten Damenmannschaft des Telekom Post SV. Die ist mit 6:14 Zählern Tabellenachter und belegt damit im Moment eben jenen Relegationsplatz, den die Braker noch anstreben. Hinter den Bielefelderinnen liegt mit null Pluspunkten der VC Bottrop 90, der sich demnächst sehr wahrscheinlich in der Verbandsliga wieder finden wird. Der zweite direkte Absteiger ist der SSV Hamm, der seine Mannschaft bereits vor dem ersten Spieltag zurückgezogen hatte. "Natürlich wollen wir so schnell wie möglich runter von diesem Schleudersitz", sagt Telekom-Angreiferin Kristina Standke und kündigt im Hinblick auf das Wochenende gleich einen ersten Schritt zur Besserung an. "Im Heimspiel gegen den punktgleichen SCU Lüdinghausen muss ein Erfolg her, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus", sagt Standke. Im Duell mit den Münsterländerinnen wird nach Ansicht von Standke die Tagesform entscheidend sein "und das bessere Nervenkostüm." Ab 17. 30 kann
am Samstag in der Almhalle mitgezittert werden.