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11.02.2012
Start frei in die Rückrunde
FUSSBALL: Wie sich die Klubs trotz Kälte und schlechter Plätze vorbereiten
VON CARSTEN BLUMENSTEIN

Im Fitnessstudio

Bielefeld. Bis zum Start der Restsaison in den Fußball-Landesligen und -Bezirksligen ist noch knapp ein Monat hin, die Teams gehen aber jetzt in die Vorbereitung - mit Problemen. Kälte und schwierige Platzverhältnisse machen den Spielern zu schaffen. Die große Kälte wird bald der Vergangenheit angehören, die Sportplätze aber werden mit matschigem, holprigem oder rutschigem Untergrund noch länger für Diskussionen sorgen.

Dem VfB Fichte wird derzeit die Entscheidung über Trainingsinhalte und -ort vom Wetter abgenommen. "Der Rasenplatz an der Rußheide ist gesperrt, auf den Schlackeplatz möchte ich nicht gehen und das Spielen auf dem Kunstrasen an der Ravensberger Straße ist lebensgefährlich", sagt der Trainer des Landesligisten, Christopher Gliniars. Durch die Kälte ist der sowieso schon beinharte Kunstrasenplatz noch härter geworden, durch die Feuchtigkeit bildet sich zudem ein glatter Film. "Das ist wie auf einer Eisbahn", sagt Gliniars.

Um fit und konditionsstark für die Rückrunde zu werden, ist beim VfB Fichte Lauf- und Fitnesstraining angesagt. Konditionstrainer ist der ehemalige Oberligakicker der Rußheide-Elf, Paul Murgatroyd. Von 2000 bis 2004 spielte der Engländer für den VfB Fichte, für die Armee musste der heute 45-Jährige seine Karriere beenden. "Es ist gut, dass Paul sich um den Bereich in der Vorbereitung kümmert. Er ist selber noch topfit, macht den Jungs alle Übungen vor und läuft mit. Ich kann wegen meiner Knieprobleme das Programm nicht mehr absolvieren", erklärt "Crispi" Gliniars.

Für den Coach des VfB Fichte zählen in der Restsaison nur zwei Dinge: kämpfen und laufen. "Im Abstiegskampf werden wir nur mit diesen Eigenschaften Erfolg haben", sagt Gliniars. "Das wird eine harte Restrunde, die Grundlagen dafür legen wir jetzt."

Nur wenig Probleme mit der Kälte und vereisten Plätzen haben die Kicker des Bezirksliga-Spitzenreiters FC Türk Sport. Denn die haben derzeit keinen richtigen Trainingsplatz, dazu nur wenige Testspiele. Der Sportplatz Kupferhammer ist bei solchen Temperaturen und Witterungsbedingungen jedenfalls nicht zu gebrauchen. "Wir gehen überall hin, wo man sich bewegen kann", sagt FCT-Trainer Aykut Aydinel. "Ins Fitnessstudio, zum Zumbakurs oder in die kleine Sporthalle direkt an unserem Platz."

Die Vorbereitung auf die am 18. März beginnende Restsaison ist alles andere als ideal. "Wir versuchen trotzdem, mit den Jungs Spaß zu haben und vielseitig zu trainieren", so Aydinel. Zudem stünden noch zwei Hallenturniere beim VfL Herford und beim SC Enger auf dem Programm.

Für den Westfalenligisten VfL Theesen geht es schon in der kommenden Woche wieder mit dem Meisterschaftsbetrieb los: Gegen Eintracht Rheine steht am 19. Februar das nächste Spiel im Kampf um den Klassenerhalt an. Die Partie wird mit großer Wahrscheinlichkeit auf dem Kunstrasenplatz angepfiffen. Denn der Hauptplatz an der Gaudigstraße ist noch in einem schlechten Zustand. Trainer Andreas Brandwein macht das aber nichts aus.

"Bei trockener Kälte kann man sehr gut auf dem Kunstrasen spielen", erklärt der VfL-Coach. Schwierig werde es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, wenn zudem noch Niederschlag im Spiel sei. "Dann ist der Platz sehr glitschig." Er hoffe, dass es am nächsten Sonntag keine Generalabsage gibt. "Denn wir sind gut vorbereitet", so Brandwein.

Nur mit Laufeinheiten geschäftigen sich derzeit die Akteure des Bezirksligisten SuK Canlar. "Mehr ist einfach nicht drin", sagt Spielertrainer Zafer Atmaca. Das Training auf dem Schlackeplatz am Wiehagen sei zu gefährlich. Und der Kunstrasen im Lern- und Sportpark des TuS Ost stehe nur für die Meisterschaftsspiele zur Verfügung. "Nach Absprache können wir da drauf, meistens ist der Platz aber von den vielen Ost-Teams belegt", so Atmaca.


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