Bielefeld (woho). Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffen oft große Lücken. Diese bittere Erfahrung machten die Oberligateams des Telekom Post SV. Im Duell um den Relegationsplatz unterlagen die Damen gegen den bis dato punktgleichen SCU Lüdinghausen mit 1:3. Nach fünf Sätzen hatten die Herren gegen den SSV Hamm mit 2:3 verloren und tauschten mit den Gästen die Plätze. Bielefeld ist jetzt Vierter, Hamm Dritter.
Oberliga: Telekom Post SV - SSV Hamm 2:3 (19:25, 22:25, 25:20, 25:19, 13:15). "Wie sich die Mannschaft angesichts der personellen Probleme nach dem 0:2-Rückstand wieder ins Spiel gekämpft hat, verdient ein dickes Lob", war Telekom-Trainer Apostolos Kiourtidis trotz der Niederlage mit der Vorstellung seines personell dezimierten Teams hoch zufrieden. Nach dem Verlust des ersten Satzes lag das Telekom-Team im zweiten Durchgang mit 2:12 im Hintertreffen. "Bis zu diesem Zeitpunkt hat Hamm fast fehlerfrei gespielt", attestierte Kiourtidis dem Gast eine starke Leistung.
Danach zeigte die Leistungskurve der Gastgeber steil nach oben. Selbst der 0:2-Satzrückstand konnte den Aufwärtstrend nicht stoppen und nach zwei weiteren Sätzen, die der Gastgeber für sich entschied, ging es in den Tie-Break.
Hier verwandelten die Gastgeber einen 3:6-Rückstand zur 13:11 Führung. Dann profitierte Hamm von einem Annahmefehler und der eigenen starken Feldabwehr. Hamm glich aus und markierte den 14 Punkt. Beim ersten Matchball wehrte der Gast erneut zwei Angriffe der Bielefelder ab und nutzte die erste sich bietende Chance zum Spielgewinn.
Damen-Oberliga: Telekom Post SV I - SCU Lüdinghausen 1:3 (24:26, 20:25, 25:22, 20:25). "Lüdinghausen liegt uns einfach nicht", fasste Mittelblockerin Kristina Standke die Situation nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel gegen Lüdinghausen zusammen. "Das war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir zwar über eine stabile Annahme verfügten, im Angriff aber nicht durchschlagskräftig genug waren", analysierte Telekom-Trainer Dirk Gritzan nach Spielende. Ein besseres Ergebnis verspielten die Gastgeberinnen bereits im ersten Spielabschnitt. Sie gingen schnell mit 9:4 in Führung und steuerten beim 23:20 zielstrebig auf den Satzgewinn zu. Lüdinghausen zeigte sich unbeeindruckt vom Rückstand und sicherte sich den ersten Satz. Vom Erfolg beflügelt ging Durchgang zwei ebenfalls an Lüdinghausen. Im nachfolgenden Spielabschnitt zeigte sich das Telekom-Team, bei dem die beiden Routiniers Marion Marquardt und Anne Schade mitwirkten, von seiner Schokoladenseite und ließ sich nach ständigen Führungen den Satzgewinn nicht mehr nehmen.
Doch der Aufschwung war nur von kurzer Dauer. Mit zahlreichen Schnellangriffen erspielte sich Lüdinghausen Punkt um Punkt, "und da wir auch im vierten Satz einige unglückliche Aktionen im Block hatten, gewann Lüdinghausen letztlich die Partie", war Gritzan nach der Niederlage enttäuscht. Seine Mannschaft liegt jetzt auf dem Relegationsplatz, zwei Zähler hinter Rang sieben.